Iran Europas lautes Schweigen

Im Iran begehrt das Volk gegen die Mullahs auf - und Europa schweigt. Foto: dpa

Man kann von US-Präsident Donald Trump halten, was man will - diesmal steht er auf der richtigen Seite. Er unterstützt die Proteste im Iran und übt abermals scharfe Kritik am Mullah-Regime in Teheran. Und die Europäer, die sich dem Mann im Oval Office moralisch haushoch überlegen fühlen? Von ihnen kam über den Jahreswechsel vor allem eines: lautes Schweigen.

Auch die Regierung in Berlin, die sonst im Mahnen ganz groß ist, hielt sich zunächst zurück und verbreitete dann eine zahme Stellungnahme. Was nicht allein feiertäglichen Notbesetzungen in den Amtsstuben geschuldet war. Nein, die Europäer haben sich ein Stück weit korrumpieren lassen.

Ruhanis Heuchelei

Seit dem Atomdeal mit dem Iran und der Aufhebung der Sanktionen geben sich europäische Politiker in Teheran die Klinke in die Hand, um milliardenschwere Verträge zu unterzeichnen. Als Erster stand der damalige deutsche Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel auf der Matte und schüttelte dem angeblichen Reformer Hassan Ruhani die Hand. Wohl wissend, dass die Unterdrückung unter seiner Regentschaft noch schlimmere Ausmaße angenommen hat und eine Hinrichtungswelle über das Land rollt. Und: dass der Iran bei allen Konflikten des Nahen Ostens auf unselige Weise seine Finger im Spiel hat. Wenn Ruhani nun von Meinungsfreiheit spricht, ist das Heuchelei.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 03. Januar 2018.

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading

Videos