Was die unzähligen Hopfenzupfer in der Hallertau einst so alles heimgeschrieben haben.

Die Hopfenernte 2017 ist in vollem Gange. Hopfenschlepper mit Ladewagen und den Abreißgeräten fressen sich Bifang für Bifang in die Hopfenanlagen hinein. Viel teure Technik braucht es, um die feinen Hopfensorten in eine hochwertige, verkaufsfähige Form zu verwandeln. Das war vor gut 50 Jahren nicht anders. Allerdings lief die Hopfenernte nicht im heutigen Tempo, sondern gemächlicher ab. Trotz allem gab es jede Menge Arbeit und Probleme zu den Zeiten, als noch von Hand gepflückt wurde. Allein schon die Vielzahl der benötigten Arbeitskräfte stellte die Bauersfamilien vor große logistische Herausforderungen bei Organisation, Transport, Verpflegung und Unterkunft. Sorge löste die Hopfenernte schon vor Beginn vor allem bei den Ortsgeistlichen aus, die das "Landschafts- und Volksbild" der Hallertau jedes Jahr aufs Neue der Zerrüttung anheim fallen sahen. Kooperator Johann Schmid hatte schon 1908 den Verdacht, einige würden in die Hallertau kommen, "um ein zügelloses, lüderliches Leben zu führen". So mussten die Polizeistationen regelmäßig verstärkt werden, die Gefängnisse in Au, Mainburg, Rottenburg und darüber hinaus hatten Hochsaison.

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