Heilige Drei Könige Sternsinger-Aktion: Mit froher Botschaft von Tür zu Tür

Kurz vor der Aussendung präsentieren sich die Sternsinger im Gewand. Am beliebtesten ist übrigens die Rolle Caspar, der den Weihrauch bringt.Einziger Mehraufwand: Um ihn darzustellen, muss sich der Sternsinger in der Regel das Gesicht schwarz anmalen. Foto: Sebastian Geiger

Am 6. Januar war Heilige Drei Könige und damit der Abschluss der Sternsinger-Aktion. Doch was macht man als Sternsinger eigentlich genau? Das berichten Simona, Florian, Carina und Kathrin.

Zwei Tage durch Schnee, Kälte und Matsch, von Tür zu Tür mit froher Botschaft und einer Büchse für Spenden: Jedes Jahr ziehen in der ersten Januarwoche die Sternsinger für die Kirchengemeinden durch Dörfer und Städte. Florian Scheibl (17), Carina Forsthofer (16), Simona Beham (15) und Kathrin Kühnert (16) sind in diesen Tagen mit 100 anderen Sternsingern für die Pfarrgemeinde Essenbach unterwegs, einer weitläufigen Gemeinde im Landkreis Landshut.

Los ging es im Mittelalter

Die Geschichte des Sternsingens reicht bis ins Mittelalter zurück. Als Könige gekleidet zogen damals Jungen durch die Gassen und spielten den Zug zur Krippe in Betlehem nach. 1958 hat das Kindermissionswerk diesen Brauch wieder aufgegriffen. Mit neuem Ziel: Zusätzlich zum Singen und zum Segnen sammeln die Sternsinger für einen guten Zweck.

Florian, Simona, Kathrin und Carina sind über ihre Arbeit als Ministranten zum Sternsingen gekommen. „Als Kinder haben wir die Sternsinger bewundert und deshalb ist es toll, selbst einer sein zu dürfen“, sagt Florian. Mitmachen kann eigentlich jeder, in Essenbach sind es vor allem Ministranten.

Laufen, essen, weiterlaufen

Ihren Gang durch die Gemeinde unternehmen die Sternsinger bei jedem Wetter. Vormittags geht es von Tür zu Tür, mittags isst die Gruppe bei einem der Sternsinger, nachmittags geht es weiter. „Vor allem die älteren Leute freuen sich immer, wenn wir vor der Tür stehen. Manchmal gibt es auch eine Tasse Tee oder etwas Süßes zur Stärkung“, sagt Kathrin. Die Jüngeren würden den Brauch aber nur selten kennen. „Denen müssen wir dann erklären, wer wir sind und was wir hier eigentlich machen.“Die Sternsinger erzählen dann, warum sie vor der Tür stehen und können sich im Notfall sogar ausweisen. Wer möchte, bekommt von den Sternsingern auch den Segen 20*C+M+B+17 über die Türen gemalt. Der Stern steht für den Stern, dem die Weisen aus dem Morgenland gefolgt sind. Zugleich ist er Zeichen für Christus. Die Buchstaben C+M+B stehen für die lateinischen Worte „Christus Mansionem Benedicat“ – Christus segne dieses Haus.

Alte Freunde, neue Freunde

Am meisten freuen sich Simona, Florian, Carina und Kathrin über die Gemeinschaft, die beim Sternsingen entsteht. Viele Freunde aus dem Ministrantendienst machen mit. Dadurch, dass die Gruppen aber zufällig ausgelost sind, lernt man immer neue Leute kennen. Im Sommer gibt es einen Ausflug als Dankeschön für die zwei Tage in Kälte, Matsch und Schnee.

Sternsinger-Aktion: Mit froher Botschaft von Tür zu Tür Sternsinger-Aktion: Mit froher Botschaft von Tür zu Tür

Am 6. Januar war Heilige Drei Könige und damit der Abschluss der Sternsinger-Aktion. Doch was macht man als Sternsinger eigentlich genau? Das berichten Simona, Florian, Carina und Kathrin.

Zwei Tage durch Schnee, Kälte und Matsch, von Tür zu Tür mit froher Botschaft und einer Büchse für Spenden: Jedes Jahr ziehen in der ersten Januarwoche die Sternsinger für die Kirchengemeinden durch Dörfer und Städte. Florian Scheibl (17), Carina Forsthofer (16), Simona Beham (15) und Kathrin Kühnert (16) sind in diesen Tagen mit 100 anderen Sternsingern für die Pfarrgemeinde Essenbach unterwegs, einer weitläufigen Gemeinde im Landkreis Landshut.

Los ging es im Mittelalter

Die Geschichte des Sternsingens reicht bis ins Mittelalter zurück. Als Könige gekleidet zogen damals Jungen durch die Gassen und spielten den Zug zur Krippe in Betlehem nach. 1958 hat das Kindermissionswerk diesen Brauch wieder aufgegriffen. Mit neuem Ziel: Zusätzlich zum Singen und zum Segnen sammeln die Sternsinger für einen guten Zweck.

Florian, Simona, Kathrin und Carina sind über ihre Arbeit als Ministranten zum Sternsingen gekommen. „Als Kinder haben wir die Sternsinger bewundert und deshalb ist es toll, selbst einer sein zu dürfen“, sagt Florian. Mitmachen kann eigentlich jeder, in Essenbach sind es vor allem Ministranten.

Laufen, essen, weiterlaufen

Ihren Gang durch die Gemeinde unternehmen die Sternsinger bei jedem Wetter. Vormittags geht es von Tür zu Tür, mittags isst die Gruppe bei einem der Sternsinger, nachmittags geht es weiter. „Vor allem die älteren Leute freuen sich immer, wenn wir vor der Tür stehen. Manchmal gibt es auch eine Tasse Tee oder etwas Süßes zur Stärkung“, sagt Kathrin. Die Jüngeren würden den Brauch aber nur selten kennen. „Denen müssen wir dann erklären, wer wir sind und was wir hier eigentlich machen.“Die Sternsinger erzählen dann, warum sie vor der Tür stehen und können sich im Notfall sogar ausweisen. Wer möchte, bekommt von den Sternsingern auch den Segen 20*C+M+B+17 über die Türen gemalt. Der Stern steht für den Stern, dem die Weisen aus dem Morgenland gefolgt sind. Zugleich ist er Zeichen für Christus. Die Buchstaben C+M+B stehen für die lateinischen Worte „Christus Mansionem Benedicat“ – Christus segne dieses Haus.

Alte Freunde, neue Freunde

Am meisten freuen sich Simona, Florian, Carina und Kathrin über die Gemeinschaft, die beim Sternsingen entsteht. Viele Freunde aus dem Ministrantendienst machen mit. Dadurch, dass die Gruppen aber zufällig ausgelost sind, lernt man immer neue Leute kennen. Im Sommer gibt es einen Ausflug als Dankeschön für die zwei Tage in Kälte, Matsch und Schnee.

Sternsinger-Aktion: Mit froher Botschaft von Tür zu Tür Schöne Geschichten – und weniger schöne

Das Beste am Sternsingen sind die schönen Erlebnisse, da sind sich Simona, Florian, Carina und Kathrin einig. Natürlich gibt es auch die eine oder andere kuriose Begegnung.

Simona: Eine ältere Dame hat sich so über uns gefreut, dass sie uns zu sich in die Wohnung eingeladen hat. Es gab Tee, Kuchen und Kinderpunsch. Perfekt, um sich ein wenig aufzuwärmen!

Carina: Diese Geschichte ist vergangenes Jahr passiert. Wir sind bei einem älteren Paar vorbeigekommen und haben gesungen, als die Frau auf einmal zu weinen angefangen hat. Sie hat sich so über unseren Auftritt gefreut, dass ihr einfach die Gefühle durchgegangen sind. Dass wir trotz der Kälte durch den Ort gegangen sind, hat sie sehr berührt, hat sie uns dann später erzählt.

Florian: Wenn es kalt und nass ist, wird das Sternsingen richtig ungemütlich. Wir sind den ganzen Tag unterwegs und stehen auch unter Zeitdruck, weil wir ja die gesamte Gemeinde besuchen wollen. Also müssen wir hetzen – da wird das Sternsingen dann schon manchmal ziemlich hektisch.

Kathrin: Einmal sind wir die Hauptstraße entlanggegangen und auf einmal taucht neben uns ein Auto auf. Der Fahrer ist langsamer geworden und hat uns ganz neugierig beobachtet. Er schaut uns an, vergisst zu bremsen – und fährt seinem Vordermann voll ans Heck!

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