Was lange währt ... – Über Jahre wurde gemunkelt, nun steht fest: Auf dem Proßl-Areal im Herzen der Stadt soll ein Netto-Markt entstehen. Ein entsprechendes Konzept stellte  Karl Heinz Mayerhöfer, Leiter der Projektentwicklung der Region Süd von Ratisbona, dem Further Stadtrat vor. Die Unterzeichnung des Kaufvertrages zwischen der Stadt, der das Proßl-Gelände gehört, und Ratisbona sei unterschriftsreif.

Die Bauarbeiten sollen zu Beginn des kommenden Jahres starten. Die Eröffnung des neuen Marktes werde bis Ende 2019, Anfang 2020 anvisiert.Dass der Weg zu dieser Projektvorstellung ein langer wie steiniger war, daran ließ Bürgermeister Sandro Bauer am Donnerstagabend keinen Zweifel. Ebenso Mayerhöfer nicht.

Seit über vier Jahren stehe man in dieser Sache in Kontakt. Genau vor einem Jahr sei man kurz vor dem Durchbruch gestanden. „Dann tauchte ein neues Grundstück am Rande der Stadt auf und Netto kam ins Zweifeln“, so der Projektentwickler. Er machte auch keinen Hehl daraus, dass es keine Alternative gibt: Netto sei der einzige Markt gewesen, der an einer Ansiedlung in der Innenstadt Interesse zeigte. „Die Mietersuche war nicht einfach. Viele wollen an den Rand, nicht in die Innenstadt. Leider. Von allen deutschen Einzelhandelsketten ist nur Netto übrig geblieben“, betonte Mayerhöfer. Zudem hätten auch die sehr guten Kontakte von Ratisbona zu Netto beigetragen, dass der Discounter an diesem Standort investiert. Kurz gesagt: Entweder Netto oder keiner.