Auf hoher See und vor Gericht ist man in Gottes Hand. - Wer viel mit Justitia zu tun hat, dürfte dem zustimmen. Denn Recht haben und Recht bekommen, ist nicht immer das Gleiche. Das weiß auch Matthias Fischer. Trotzdem hat der Juniorchef der Further Firma Anton Fischer Transport GmbH seit vergangener Woche wieder mehr Vertrauen in die deutsche Rechtssprechung - und dank ihm können dies auch viele andere, die täglich auf Deutschlands Straßen unterwegs sind, haben.

Grund: Er hat es geschafft, dass nach dem Landgericht Regensburg nun auch das Oberlandesgericht Nürnberg ein Video als Beweismittel zulässt, um einen Unfallhergang klären zu können. Die beiden richterlichen Entscheidungen sind dadurch richtungsweisend in der deutschen Rechtssprechung. Es geht um sogenannte „Dashcams“. Hierbei handelt es sich um kleine Videokameras, die am Armaturenbrett in Blickrichtung des Fahrers angebracht sind und die es bereits ab 20 Euro im Handel gibt. In Russland ist die „Dashcam“ inzwischen grundsätzlich als Beweismittel vor Gericht zugelassen. Ebenso in Großbritannien. In beiden Ländern gibt es Ermäßigungen bei der Kfz-Haftpflichtversicherung, wenn eine solche Mini-Kamera im Fahrzeug fest installiert ist. Anders in Deutschland. Hier durften solche Videoaufzeichnungen bisher nicht als Beweise vor Gericht verwertet werden.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 12. September 2017.