Freiwilligendienst In La Paz in Bolivien zur Schule gehen

Neben der Arbeit in der Schule gab es auch Projekte, wie etwa den Bau eines Schachbretts. Foto: privat

Clara Koch aus Landshut ist 19 Jahre alt, vergangenes Jahr mit der Schule fertig geworden und ein halbes Jahr ins Ausland gegangen. Statt für eine große Organisation hat sie sich für ein Programm aus Landshut entschieden.

Ins Ausland gehen, selten kannst du dir diesen Wunsch so einfach erfüllen wie nach dem Ende der Schule. Eine Möglichkeit ist dabei der Freiwilligendienst. Neben großen Organisationen gibt es auch kleinere Programme. Eines davon organisiert das Bolivienbüro Seligenthal in Landshut.

Um was geht’s?

Zwischen Schule und Studium hat Clara Koch (19) aus Landshut ein halbes Jahr Freiwilligendienst in der Stadt La Paz in Bolivien geleistet. Dort arbeitete sie im Colegio Ave Maria und den dazugehörigen Internaten.

Wo liegt La Paz?

La Paz liegt im südamerikanischen Staat Bolivien und ist der Sitz der dortigen Regierung. In der 3600 Meter hoch gelegenen Stadt leben etwa 760 000 Einwohner.

Das Freiwilligen-Programm

Als eine von zwei Freiwilligen des Bolivienbüros Seligenthal unterstützte Clara die Lehrer des Colegio Ave Maria, betreute die Schüler und half ihnen in der Schule. Daneben gab es auch Ausflüge und gemeinsame Projekte. „Ein kleines Programm wie das von Seligenthal hat Vor- und Nachteile“, sagt Clara. Der Kontakt sei viel persönlicher, allerdings werde auch mehr von den Freiwilligen erwartet. „Es ist nicht für jeden, aber ich bin sehr froh, dass ich mich dafür entschieden habe.“

Ist es in La Paz gefährlich?

Clara überlegt ein wenig und schüttelt den Kopf. „Klar, am Anfang denkt man sich schon, man ist als Mädchen allein in einem komplett fremden Land und dann gibt es auch immer wieder Geschichten über Kriminalität – aber mir ist in dem halben Jahr kein einziges Mal etwas passiert.“

Kleine Unterschiede

Ein sehr gutes Beispiel für die Unterschiede zwischen Bolivien und Deutschland ist nach Claras Meinung der Markt in La Paz. „Wenn wir in den Supermarkt gehen, gehen die Bewohner von La Paz auf den Markt“, sagt Clara. Dort ist es laut und hektisch, aber auch sehr gesellig. Fast immer kommt man ins Gespräch.

Wie ticken die Bolivianer so?

„Bolivien ist ein armes Land. Umso erstaunlicher ist es, wie freundlich die Menschen dort sind“, sagt Clara. In der WG, in der sie mit den anderen freiwilligen Helfern gelebt hat, und in der Schule sei sie herzlich aufgenommen worden und auch die Schüler haben sie schnell ins Herz geschlossen.

Erfahrungen aus Bolivien?

„Ich bin auf jeden Fall selbstständiger geworden“, sagt Clara. Auch ist ihr aufgefallen, in welchem Luxus die Deutschen leben. „Das rückt die Perspektive zurecht, wenn man weiß, wie wenig man eigentlich braucht.“ Und dann sind da auch die Freunde, die sie in Bolivien gewonnen hat und mit denen sie immer noch in Kontakt steht.

Zurück daheim...

...musste Clara erst einmal den Kulturschock verdauen. Besonders interessant ist für sie aber, wie sich ihr Verhältnis zur Heimat geändert hat. „In der Schule wollte ich unbedingt in Berlin oder einer anderen großen Stadt studieren und so weit wie möglich weg von daheim sein“, sagt sie. Inzwischen hat sie herausgefunden, dass es auch zu Hause schön sein kann und sie nicht unbedingt weit weg ziehen muss.

Kurzum

„Für mich war das halbe Jahr eine der schönsten Zeiten meines Lebens“, fasst Clara ihren Freiwilligendienst zusammen. Und es wird nicht die letzte Reise ins Ausland gewesen sein.

In La Paz in Bolivien zur Schule gehen In La Paz in Bolivien zur Schule gehen

Clara Koch aus Landshut ist 19 Jahre alt, vergangenes Jahr mit der Schule fertig geworden und ein halbes Jahr ins Ausland gegangen. Statt für eine große Organisation hat sie sich für ein Programm aus Landshut entschieden.

Ins Ausland gehen, selten kannst du dir diesen Wunsch so einfach erfüllen wie nach dem Ende der Schule. Eine Möglichkeit ist dabei der Freiwilligendienst. Neben großen Organisationen gibt es auch kleinere Programme. Eines davon organisiert das Bolivienbüro Seligenthal in Landshut.

Um was geht’s?

Zwischen Schule und Studium hat Clara Koch (19) aus Landshut ein halbes Jahr Freiwilligendienst in der Stadt La Paz in Bolivien geleistet. Dort arbeitete sie im Colegio Ave Maria und den dazugehörigen Internaten.

Wo liegt La Paz?

La Paz liegt im südamerikanischen Staat Bolivien und ist der Sitz der dortigen Regierung. In der 3600 Meter hoch gelegenen Stadt leben etwa 760 000 Einwohner.

Das Freiwilligen-Programm

Als eine von zwei Freiwilligen des Bolivienbüros Seligenthal unterstützte Clara die Lehrer des Colegio Ave Maria, betreute die Schüler und half ihnen in der Schule. Daneben gab es auch Ausflüge und gemeinsame Projekte. „Ein kleines Programm wie das von Seligenthal hat Vor- und Nachteile“, sagt Clara. Der Kontakt sei viel persönlicher, allerdings werde auch mehr von den Freiwilligen erwartet. „Es ist nicht für jeden, aber ich bin sehr froh, dass ich mich dafür entschieden habe.“

Ist es in La Paz gefährlich?

Clara überlegt ein wenig und schüttelt den Kopf. „Klar, am Anfang denkt man sich schon, man ist als Mädchen allein in einem komplett fremden Land und dann gibt es auch immer wieder Geschichten über Kriminalität – aber mir ist in dem halben Jahr kein einziges Mal etwas passiert.“

Kleine Unterschiede

Ein sehr gutes Beispiel für die Unterschiede zwischen Bolivien und Deutschland ist nach Claras Meinung der Markt in La Paz. „Wenn wir in den Supermarkt gehen, gehen die Bewohner von La Paz auf den Markt“, sagt Clara. Dort ist es laut und hektisch, aber auch sehr gesellig. Fast immer kommt man ins Gespräch.

Wie ticken die Bolivianer so?

„Bolivien ist ein armes Land. Umso erstaunlicher ist es, wie freundlich die Menschen dort sind“, sagt Clara. In der WG, in der sie mit den anderen freiwilligen Helfern gelebt hat, und in der Schule sei sie herzlich aufgenommen worden und auch die Schüler haben sie schnell ins Herz geschlossen.

Erfahrungen aus Bolivien?

„Ich bin auf jeden Fall selbstständiger geworden“, sagt Clara. Auch ist ihr aufgefallen, in welchem Luxus die Deutschen leben. „Das rückt die Perspektive zurecht, wenn man weiß, wie wenig man eigentlich braucht.“ Und dann sind da auch die Freunde, die sie in Bolivien gewonnen hat und mit denen sie immer noch in Kontakt steht.

Zurück daheim...

...musste Clara erst einmal den Kulturschock verdauen. Besonders interessant ist für sie aber, wie sich ihr Verhältnis zur Heimat geändert hat. „In der Schule wollte ich unbedingt in Berlin oder einer anderen großen Stadt studieren und so weit wie möglich weg von daheim sein“, sagt sie. Inzwischen hat sie herausgefunden, dass es auch zu Hause schön sein kann und sie nicht unbedingt weit weg ziehen muss.

Kurzum

„Für mich war das halbe Jahr eine der schönsten Zeiten meines Lebens“, fasst Clara ihren Freiwilligendienst zusammen. Und es wird nicht die letzte Reise ins Ausland gewesen sein.

In La Paz in Bolivien zur Schule gehen Das Freiwilligenprogramm des Bolivienbüros Seligenthal

1972 übernahmen Zisterzienserinnen aus Seligenthal das Colegio Ave Maria in La Paz und schon bald folgten die ersten freiwilligen Helferinnen. Das Freiwilligenprogramm des Bolivienbüros richtet sich dabei an junge Frauen, die gerade mit der Schule fertig geworden und mindestens 18 Jahre alt sind. Spanischkenntnisse sind eine Voraussetzung, genauso wie Verantwortungsbewusstsein, eigenständiges Arbeiten, Geduld und Empathie. „Ganz wichtig, unser Programm ist nicht für jeden geeignet“, sagt Marlene Krieg, die zusammen mit Schwester Rita das Bolivienbüro betreut. „La Paz liegt auf 3600 Metern Höhe und die Aufgaben sind anspruchsvoll.“ Deshalb sollten die Bewerber auch psychisch und physisch belastbar sein.

Im Idealfall hat die Helferin von Januar bis Januar Zeit, der Aufenthalt kann aber auch auf ein halbes Jahr verkürzt werden. Im Colegio treffen die Freiwilligen auch auf freiwillige Helfer anderer Programme. Unter www.colegio-avemaria.de gibt es weitere Infos oder per E-Mail an m.rita@kloster.seligenthal.de.

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