Freischreiben Kurzgeschichte von Stefanie Schambeck: Dein Paradies

Eine Freischreiben-Kurzgeschichte von Stefanie Schambeck: Dein Paradies. Foto: Florian Wende
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Eine Freischreiben-Kurzgeschichte von Stefanie Schambeck: Dein Paradies. (Foto: Florian Wende)

Schalte deinen Kopf aus, hör nur auf dein Herz. Was ist dein innigster Wunsch? Die meisten sagen jetzt mit Sicherheit Glück, Gesundheit und solche Dinge.

Aber deiner ist Freiheit.

Du schließt die Augen. Atmest tief die frische Luft ein, genießt die Ruhe. Du hörst das Rauschen der Wellen, ein Geräusch, das deinen Herzschlag beruhigt. Du wünschst dir, die Zeit würde stillstehen oder der Moment nie enden.

Du öffnest deine Augen und schaust dem Horizont entgegen, der nur aus Wasser und der langsam untergehenden Sonne besteht. Du bestellst den letzten Cocktail für heute. Ein süßes Gemisch, das aber zu deinen Lieblingsgetränken hier zählt.

Kurz taucht die Welt zu Hause vor deinen Augen auf. Der Stress, die Hektik, das „Müssen“, das Eingeengtsein.

Hier bist du frei. Frei von den Sorgen des Alltags, hier kannst du loslassen. Hier bist nur du wichtig.

Deine Liege steht direkt am feinen weißen Sandstrand. Du hast plötzlich Lust, das Meer an deinen Füßen zu spüren. Also stehst du auf, greifst nach deinem Sonnenhut und gehst dem Wasser entgegen, das dich begierig mit seinen Wellen empfängt.

Du drehst dich um und hast direkten Blick auf deinen Bungalow, dein eigenes persönliches Paradies.

Du schaust auf die Uhr. Bald musst du dich duschen und umziehen, denn heute findet eine Party statt und mit Sicherheit wird die total süße Person, die du bei deiner Ankunft an der Rezeption gesehen hast, auch da sein. Vielleicht wirst du sie ansprechen.

Ein letzter sehnsüchtiger Blick zurück zum Meer. Wehmut ergreift dich, denn bald wird das alles wieder vorbei sein. Die Zeit verfliegt viel zu schnell.

Heute gibst du dir besonders viel Mühe gut auszusehen. Du ziehst genau das an, das dir perfekt steht und zu dir passt und du verwendest deinen Lieblingsduft. Du willst schließlich einen guten Eindruck machen und die Augen dieser Person auf dich lenken. Auf dem Weg zum Haupthaus schwebt dir schon der verführerische Duft von Essen entgegen. Da merkst du, wie hungrig du bist. Die Wege sind mit Fackeln beleuchtet und wunderschöne Blumen lächeln dich überall an. Du folgst den anderen Gästen zum Strand. Musik setzt ein, als du deine Flip-Flops von den Füßen streifst und den Sand zwischen deinen Zehen spürst. Auf der einen Seite ist ein Buffet aufgebaut mit kleinen Tischen. Drumherum, auf der anderen eine Bühne, auf der sich fünf Paare leicht zur Musik bewegen.

Du hältst Ausschau nach deinem Schwarm. Da ist er. Er steht am Buffet und füllt sich Früchte in ein Schüsselchen. Du gehst auf ihn zu. Du fühlst dich berauscht vom Zauber der Umgebung und mutig. Du stellst dich neben die Person und tust so, als könntest du dich nicht entscheiden, welche Frucht du nehmen sollst. Du merkst, wie dein Schwarm dir Blicke zuwirft. Du lächelst innerlich und genießt es. „Ich würde die Ananas nehmen“, sagt er plötzlich. Erfreut wendest du dich ihm zu und nimmst ein Stückchen. So eine frische Ananas hast du noch nie gegessen, frisch und herrlich süß.

Er bemerkt deine Reaktion und grinst.

„Siehst du?“, sagt er. Sein Blick bohrt sich in deinen. „Willst du tanzen?“, fragt er daraufhin und du nickst. Genau, was du dir gewünscht hast.

Du folgst ihm auf die Tanzfläche und ihr tanzt und amüsiert euch, bis die Sonne den nächsten Tag begrüßt. Du hast das Gefühl, du würdest die Person schon ewig kennen. Und da küsst ihr euch. Vor der aufgehenden Sonne und dem Meer.

Er lädt dich ein, mit ihm zu tauchen. Du fühlst dich losgelöst, schwerelos, fast schon unbesiegbar. Als hättest du die Welt im Griff.

Du warst schon oft mit deinem Dad tauchen und kennst dich aus, was deinen Schwarm beeindruckt. Voller Staunen beobachtet ihr die vielen verschiedenen Fische, die sich unter Wasser tummeln und um euch herumschwimmen. Du winkst ihm zu.

Erschrocken fährst du hoch. Im ersten Moment weißt du gar nicht, wo du bist. Panisch geht dein Blick von einer zur anderen Seite. Was ist das nur für ein nerviger Ton? Richtig, es ist dein Wecker, der dich – zuverlässig wie er ist – ans Aufstehen erinnert.

Traurig musst du auftauchen und deinen schönen Traum hinter dir lassen. Warum hat alles Anfang und Ende?

  1. Autor

    Stefanie Schambeck
  2. Datum

    19.04.2017 15:40 Uhr
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