Freischreiben Haariges Familienmitglied: Ines Kiefls Katze lebt wie eine Prinzessin

Ines Kiefl liebt ihre Katze Cleo. Foto: privat

Sie teilt sich ihr Bett mit ihr und behandelt sie wie eine Prinzessin: Ines Kiefl liebt ihre Katze Cleo über alles. Ein Leben ohne sie könnte sie sich nicht vorstellen.

Der Norwegermischling ist der ganze Stolz unserer Familie. Er wird behandelt wie eine Prinzessin, darf mit ins Bett und besitzt sogar einen goldenen Löffel, mit dem wir das Katzenfutter in den schimmernden Napf füllen. Das klingt völlig übertrieben und Tiere sollten immer noch wie Tiere behandelt werden? Das finde ich nicht, denn wir behandeln unsere Cleo wie ein vollwertiges Familienmitglied.

Die Katze begleitet mich schon mein halbes Leben. Und das kann man wörtlich nehmen: Neun Jahre haben wir unsere Süße jetzt schon. Als Baby haben wir sie von einem Bauernhof abgeholt. Von der Bauernkatze wurde sie nach und nach zur verwöhnten Prinzessin. Kein Wunder, dass wir sie Cleo getauft haben, angelehnt an den Namen von der königlichen Kleopatra. Schon immer bekam die Katze viel Aufmerksamkeit von uns, denn niemand konnte dem süßen Katzenbaby widerstehen.

Unfall und Heulkrampf

Doch auch einen Schock erlebten wir mit ihr. Einst, als ich noch von der Grundschule nach Hause kam, war mein Kätzchen nicht aufzufinden. Vorsichtig versuchte mein Vater, mir damals zu erklären, dass unsere Katze angefahren wurde, und meine Mutter mit ihr zum Tierarzt gefahren ist. Ich reagierte mit einem Heulkrampf. Als meine Mutter nach langem Warten endlich daheim war, kam sie allein. Doch unsere Cleo hatte Glück: Sie wurde mehrmals operiert und konnte gerettet werden. Nun denke ich oft, dass dieser Unfall wohl doch gar nicht so schlecht war, denn seitdem meidet unsere Katze die Straße und läuft vor Autos panisch davon.

Wir lieben unsere Kuschelkatze und das liegt am Charakter des Mischlings. Sie ist nicht unsere erste Katze, aber sie unterscheidet sich deutlich von anderen. Zum Beispiel schätzen wir ihre Geduld sehr. Seit neun Jahren hat sie keinen von uns verletzt – weder gebissen, noch angefaucht, noch die Krallen ausgefahren, auch nicht beim wilden Spiel. Jeden Abend nehme ich sie mit ins Bett. Es gibt sogar eine Art Abendroutine: Während ich mir im Bad die Zähne putze, wartet Cleo auf dem Badteppich auf mich. Wenn ich mich meinem Zimmer nähere, folgt sie mir. Erst wenn ich zugedeckt im Bett liege, hüpft sie auf meine Decke und schnurrt mich sanft in den Schlaf. Auch wenn sie „nur“ ein Haustier ist, hätte ich ohne sie vermutlich Einschlafprobleme.

Glücklich sein

Ich bin der Meinung, dass jeder sein Haustier als etwas Besonderes ansehen sollte, denn unsere Tiere sollen sich wohlfühlen. Sie haben es verdient, glücklich zu sein. So glücklich, wie auch sie uns machen mit ihrer individuellen Art.

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