Europawahl Der weite Weg zum Nachbarn

Benjamin Bögel im Plenarsaal des Europäischen Parlaments in Brüssel. Foto: BJS

Entfernung lässt sich nicht immer in Kilometern messen. Nähe ist mehr, als nur Seite an Seite zu leben. Diese Erfahrungen sammelt Benjamin Bögel mittlerweile seit vielen Jahren: Er stammt aus Bad Kötzting, hat in Passau und Frankreich studiert, arbeitet und wohnt mittlerweile in Brüssel.

Er verbrachte aus beruflichen Gründen viel Zeit an der Seite von Manfred Weber. Seit Kurzem ist er Beamter bei der Europäischen Kommission. Sein Aufgabenbereich: die Cybersicherheit des Kontinents. Mehr Abstand zum Pfingstritt geht kaum. Trotzdem bleibt Bögels Heimat Bad Kötzting - und er weiß, wie viel die Menschen aus dem Landkreis Cham noch von ihren Nachbarn aus Domažlice trennt.

"Wenn es um die Einheit Europas geht, haben sich Deutsche und Tschechen gerade erst auf den Weg gemacht", sagt Bögel. Er hat mehrere Sichtweisen auf die Beziehungen zwischen Bayern und Böhmen. Zum einen als gebürtiger Bad Kötztinger, der die Annäherung nach dem Fall des Eisernen Vorhangs als junger Bub miterlebt hat. Heute, 30 Jahre später, sagt er: "Wir haben noch immer eine unglaublich harte Grenze." Dafür gibt es Gründe: die völlige Abschottung während des Kalten Krieges, die sehr hohe Sprachbarriere, das krasse Wohlstandsgefälle nach der Grenzöffnung.

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