EU-Afrika-Gipfel Blick nach Afrika

Eine bunt gekleidete Tänzerin begrüßt die internationalen Gäste in Abidjan. Foto: dpa

Von Solidarität mit Afrika konnte bisher keine Rede sein. Über viele Jahrzehnte hinweg haben sich die europäischen Staaten auf eine Entwicklungshilfe konzentriert, die Vorzeigeprojekte für Ministerbesuche hervorbrachte.

Aber das, was die Länder dieses Kontinents wirklich an nachhaltiger Entwicklung und vor allem Teilhabe am Weltmarkt gebraucht hätten, blieb ihnen versagt. Der neue Aufbruch der EU ist natürlich nicht uneigennützig. Dabei haben Fachleute schon seit Langem davor gewarnt, dass man nur die Wahl habe zwischen einer echten Hilfe für Afrika oder einer Fluchtwelle, die die Probleme dieser Länder nach Europa spült. An diesem Punkt sind die Partner angekommen.

Der jetzige Gipfel beschreibt zwar hehre Ziele, doch im Grunde ist es der Leidensdruck, der die Staatenlenker zusammenbringt. Die EU will die Migration stoppen oder wenigstens in legale Wege kanalisieren, die afrikanischen Staatschefs brauchen Assistenz, um sich zu entwickeln, damit ihnen ihre Landsleute nicht länger weglaufen. Wenn es dabei eine Erkenntnis bei den Amtskollegen aus dem Westen gibt, die wirklich weiterhilft, dann ist es die Einsicht, dass man es nicht mit Afrika als Kontinent, sondern mit 55 einzelnen Ländern und ganz unterschiedlichen Herausforderungen zu tun hat. Und dass deren Regierungschefs bei der Entwicklung nicht Hilfsempfänger, sondern Partner sein wollen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 30. November 2017.

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