Ergolding

Voll wie ein Eimer direkt in die Absperrung gefahren


Ein Betrunkener hielt die Polizei auf der B15 bei Ergolding ganz schön auf Trab. (Symbolbild)

Ein Betrunkener hielt die Polizei auf der B15 bei Ergolding ganz schön auf Trab. (Symbolbild)

Von Redaktion idowa

Eigentlich war die B15 bei Ergolding (Kreis Landshut) am Sonntagabend wegen eines Unfalls gesperrt. Eigentlich. Denn ein 51-jähriger Autofahrer fuhr trotzdem in den abgesperrten Bereich. Doch damit nicht genug.

Zunächst schien es für Polizei und Feuerwehr ein Einsatz wie jeder andere zu sein. Die Polizisten übernahmen die Unfallaufnahme und die Feuerwehr kümmerte sich um die Absicherung der Absperrung. Dann folgte jedoch gegen 18.15 Uhr der unrühmliche Auftritt eines 51-jährigen Mannes, der ordentlich einen im Tee hatte. Wohl auch deshalb bemerkte er die Absperrung noch nicht einmal und fuhr einfach in den abgeriegelten Bereich. Eine 27-jährige Polizisten hielt den Autofahrer an und gab ihm zu verstehen, dass die Strecke wegen eines Unfalls gesperrt sei. Sofort wehte der Polizeibeamtin eine heftige Fahne aus dem Auto entgegen. Als die Polizistin den 51-Jährigen darauf ansprach, zeigte er sich nur herzlich wenig geständig. Im Gegenteil: er legte den Rückwärtsgang ein und wendete sein Auto, um sich aus dem Staub zu machen. Die junge Polizistin bekam nun Verstärkung durch einen 34-jährigen Feuerwehrmann. Zu zweit stellten sie sich vor das Auto des Trunkenbolds und versperrten ihm den Weg. Doch der Schluckspecht dachte gar nicht daran, aufzugeben. Er stieg eiskalt aufs Gaspedal. Sowohl die Polizistin als auch der Feuerwehrmann konnten sich gerade noch mit einem schnellen Schritt zur Seite in Sicherheit bringen. Der 51-jährige Autofahrer flüchtete daraufhin in Richtung Dingolfing. Im Rahmen einer sofort eingeleiteten Fahndung konnte der 51-Jährige im Gemeindebereich Loiching (Kreis Dingolfing-Landau) aufgehalten und vorläufig festgenommen werden. Ein Atemalkoholtest ergab wenig überraschend, dass der Mann völlig betrunken war. Bei ihm wurde daraufhin eine Blutentnahme durchgeführt.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Landshut wurde der 51-Jährige im Anschluss wieder auf freien Fuß gesetzt. Gegen ihn wird nun wegen gefährlichem Eingriffs in den Straßenverkehr, versuchter gefährlicher Körperverletzung, Trunkenheit im Verkehr und Nötigung ermittelt. Seinen Führerschein ist er bis auf weiteres los.

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