Ergolding Streit in Flüchtlingsunterkunft eskaliert - drei Verletzte

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Bei einem handfesten Streit in der Flüchtlingsunterkunft in Ergolding sind am Montag zwei Polizisten und ein Asylbewerber leicht bzw. mittelschwer verletzt worden. (Foto: Mathias Adam - Symbolbild)

Polizeieinsatz in der Asylbewerberunterkunft in Ergolding: Dort artete am Montag die Essensausgabe in einen handfesten Streit aus. Dabei wurden drei Personen verletzt.

Was war passiert? Ein 62-jähriger Syrer wollte gegen 12.45 Uhr bei der Essensausgabe zwei Portionen mitnehmen - eine für sich selbst und eine weitere für seinen Sohn. Der Sicherheitsdienst erklärte ihm jedoch, dass sich jeder Flüchtling sein Essen selbst abholen muss. Dadurch geriet der Mann derart in Rage, dass er auf einen 39-jährigen Security losging und auf ihn einschlagen wollte. Mehrere Kollegen bemerkten das und kamen dem Mann zu Hilfe. Dies wiederum bemerkte auch der 28-jährige Sohn des Syrers, der sich nun ebenfalls in den Streit einmischte und die Mitarbeiter bedrohte. Die sehr aufgeheizte Stimmung veranlasste den Sicherheitsdienst schließlich dazu, die Polizei zu rufen.

Als die Beamten eintrafen, schien sich die Situation bereits wieder beruhigt zu haben. Sie schritten deswegen zur Anzeigenaufnahme. Währenddessen kam es aber zu einem weiteren Streit: Ein zuvor unbeteiligter Syrer griff dabei einen Security an und schlug ihm ins Gesicht. Er wurde daraufhin von den Beamten in einen separaten Raum gebracht, wo er sich beruhigen sollte. Dabei schlug der 26-Jährige aber dermaßen massiv um sich, dass zwei Polizisten verletzt wurden. Nur mit größter Mühe konnten sie den Syrer unter Kontrolle bringen. Dieser wurde dabei ebenfalls verletzt. Das wollte wiederum ein 27-jähriger Landsmann nicht tatenlos mitansehen: Er versuchte, den 26-Jährigen mit Gewalt zu befreien, konnte aber überwältigt und festgenommen werden. Der verletzte 26-Jährige wurde im Anschluss vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Auch einer der verletzten Polizisten musste behandelt und dienstunfähig geschrieben werden.

Die Polizei hat nun mehrere Ermittlungsverfahren, unter anderem wegen Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und versuchter Gefangenenbefreiung, eingeleitet.

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    26.01.2016 12:49 Uhr
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