Eine Nacht in Glasgow Wir durften das neue Spiel Observation testen

Als Künstliche Intelligenz unterstützt der Spieler in „Observation“ die Wissenschaftlerin Dr. Emma Fisher. Sie will herausfinden, was die Weltraumstation so beschädigt hat. Foto: Devolver

Freistunde-Redakteur Sebastian Geiger durfte in Schottland das neue Spiel „Observation“ exklusiv anspielen.

Um ihre Spiele ins rechte Licht zu rücken, ist Entwicklern kein Aufwand zu groß. Da wird eine Gruppe Fachjournalisten schon mal in einen Flieger verfrachtet, um einen exklusiven Einblick zu erhalten. Der Vorteil dieser Events: Man lernt auch die Entwickler kennen.

Ganz klar, für diese steht bei solchen Terminen die Werbung für das Spiel im Vordergrund. Wenn das Fachpublikum im Hotel übernachten darf und am Abend vor der Präsentation ein umfangreiches Abendessen in einer unbekannten Stadt voller neuer Eindrücke bekommt, erhoffen sich die Veranstalter natürlich etwas davon. Vor allem, dass die Journalisten einen etwas wohlgesonneneren Blick auf das Spiel haben. Eine Nacht in Glasgow hat schließlich nicht jeder.

Schottischer Spieleentwickler

Dass der Spielepublisher Devolver Digital uns für die Präsentation des Spiels „Observation“ aber ausgerechnet nach Glasgow einlud, hatte noch einen anderen Grund. NoCode, das Team hinter dem Spiel, kommt aus der Stadt im Süden Schottlands und war begeistert, sein Projekt vorstellen zu dürfen. Einige der elf Entwickler haben schon am Spiel „Alien: Isolation“ mitgearbeitet. NoCode wurde gegründet, um „Observation“ zu entwickeln.

Das Spiel

NoCode beschreibt ihr aktuelles Spiel mit den Worten: „2001 – aber du spielst die Raumstation“. Tatsächlich findet sich in den ersten eineinhalb Stunden des Games viel von dem Science-Fiction-Kultfilm. Der Spieler übernimmt die Rolle von Sam, einer künstlichen Intelligenz. Sie ist für die Wartung und Funktion der Raumstation Observation verantwortlich.

Doch als der Spieler die Steuerung übernimmt, wurden von Sam 97 Prozent der Schaltkreise vernichtet. Mehr noch, die Raumstation driftet im Nirgendwo und die Crew ist verschwunden. Das einzige Mitglied, das noch auf der Station zu sein scheint, ist Dr. Emma Fisher. Sie versucht, mithilfe von Sam zu rekonstruieren, was passiert ist.

Da wir quasi die Raumstation sind, spielt sich „Observation“ anders als Adventure-Games. Der Spieler schaltet zwischen den einzelnen Kameras in den Modulen der Raumstation hin und her, kann Datenblätter einscannen und erhält so Stück für Stück mehr Möglichkeiten, die Elemente der Station zu bedienen.

Zunächst muss er erst einmal Feuer löschen und den Schaden an der Station abschätzen. Später kommen noch andere Rätsel hinzu. Die Minigames, aus denen diese Reparaturarbeiten bestehen, machen Spaß – haben aber einen großen Haken: Meist mussten wir sie unter Zeitdruck lösen, was die Rätsel zu schwer gemacht hat. Im finalen Spiel hoffen wir deshalb auf eine Möglichkeit, um diesem Druck zu entgehen. Denn dreimal an einem eigentlich einfachen Zahlenspiel zu scheitern, nur weil ein Countdown nach unten geht und Sirenen heulen, ist frustrierend.

Mysteriöse Geschichte

Was die Geschichte von „Observation“ angeht, waren wir sofort begeistert. Sogar so sehr, dass wir auch die Rätsel hinter uns gebracht haben. Einen Weltraum-Thriller einmal aus der Perspektive einer Künstlichen Intelligenz zu erleben, macht Spaß. Vor allem, weil es so einige Mysterien zu lösen gibt. Was hat es zum Beispiel mit der seltsamen Alienstimme auf sich, die immer wieder unsere Schaltkreise übernimmt? Observation erscheint am 21. Mai für Playstation 4 und PC. Dann werden wir diesem Rätsel hoffentlich auf den Grund gehen.

 

idowa-Newsletter kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse:
 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading