Die Jufinale 2017 Sonderpreis für drei junge Studentinnen

Julia Gabauer (Mitte) und Anne Dippl beim Dreh im Bauwagen von „Woid Woife“ Wolfgang Schreil. Foto: privat

Für die Uni haben Julia Gabauer, Sonja Seidl und Anne Dippl die neun Minuten lange Dokumentation „Der Waldkreisläufer“ gedreht. Jetzt hat der Film den „Heimat“-Sonderpreis des Jugendfilmfestivals Niederbayern erhalten.

Drei junge Frauen stapfen durch den Schnee. Mit dabei: eine Filmkamera, Stative und alles weitere, was man für einen Dreh braucht. Ihr Ziel, ein kleiner Bauwagen mitten im Nirgendwo des Bayerischen Waldes. Julia Gabauer (25, aus Straubing), Sonja Seidl (26, aus Deggendorf) und Anne Dippl (25, aus Pfarrkirchen) wollen einen Film für die Uni drehen. Thema: der Waldkreisläufer„Woid Woife“, den die drei für ihr Uniseminar porträtieren wollen. Aus der eisigen Kälte geht es in einen kleinen Bauwagen, der so warm ist, dass es der mitgebrachten Kamera erst einmal die Linse beschlägt. Mittlerweile sind diese Erinnerungen knapp ein Jahr her und Julias, Sonjas und Annes Mini-Dokumentation ist mehr geworden als ein Projekt für die Uni. Thema des Seminars, das die drei an der Uni Passau besuchten, war Fernsehjournalismus. Als Semesterarbeit sollten sie eine kurze Dokumentation drehen, die man auch ausstrahlen könnte. Aus einer spontanen Idee heraus haben die drei in diesem Jahr den Film beim „Jufinale“-Wettbewerb eingereicht – und einen Sonderpreis erhalten.

„Bevor der Film an der Uni verstaubt, dachten wir uns, warum ihn nicht mehr Zuschauern zeigen?“, sagen Julia und Sonja. Und da das Sonderthema des diesjährigen „Jufinale“-Wettbewerbs „Heimat“ war, war ihre Dokumentation der ideale Beitrag.

Jury-Anforderungen perfekt erfüllt

Damit gerechnet, dass sie tatsächlich einen Preis bekommen, hat keine der drei. „Aber so wie es aussieht, haben wir die Anforderungen, die die Jury ans Thema Heimat gestellt hat, perfekt erfüllt“, freut sich Julia.

Mehr als über den Preis sind Julia, Sonja und Anne aber stolz darauf, dass der „Woid Woife“ ihren Film mag, sogar noch viel mehr als die Produktionen, die der Bayerische Rundfunk und andere Fernsehsender über ihn gemacht haben. „Wir haben ihm den Film gezeigt und er hat sich genau richtig beschrieben gefühlt“, sagt Julia. „Er ist einfach ein Original“, ergänzt Anne. Und Sonja erinnert sich daran, wie herzlich der „Woid Woife“ sie aufgenommen hat.

Früher Bodybuilder und Strongman hat sich Wolfgang Schreil, so heißt der „Woid Woife“ im echten Leben, mittlerweile vom Alltag in seiner Heimat Bodenmais verabschiedet und verbringt so viel Zeit wie möglich in der Natur. Er ist engagierter Naturschützer und Fotograf. „Ein echter Pfundskerl“, wie Julia, Sonja und Anne ihn beschreiben. Sein Geld verdient Wolfgang Schreil als Totengräber, was ihn aber erst recht sympathisch macht, da sind sich die drei Freundinnen einig. Er ist einfach ein besonderer Mensch.

Den Dreh teilten sich Sonja, Anne und Julia auf. Eine übernahm die Interviews, die andere dachte an den Ton, die dritte stand hinter der Kamera – aber natürlich wechselten die drei ihre Rollen auch durch. „Geschnitten haben wir den Film dann zu dritt, aber ich glaube, die Aufteilung beim Dreh hat uns sehr geholfen“, sagt Julia. „Und es war gut, dass wir uns auch außerhalb der Uni kennen und so gut verstehen“, fügt Sonja hinzu und lacht.

Auf zum bayerischen Wettbewerb

Mit dem Preis bei der „Jufinale“ haben Julia, Sonja und Anne nicht nur eine Auszeichnung gewonnen, die sie jetzt abwechselnd in ihren Schränken aufstellen können. Ihr Film über Waldflüsterer „Woid Woife“ ist jetzt auch für den Bayerischen Jugendfilmpreis nominiert. Chancen auf einen weiteren Sieg wollen sich die jungen Filmemacherinnen nicht ausrechnen. Aber für Julia und Sonja ist eines auf jeden Fall klar: Den Bayerischen Jugendfilmwettbewerb und die vielen Workshops, die dort angeboten werden, werden sie in vollen Zügen genießen. Anne kann leider nicht mit dabei sein, sie ist zu der Zeit in Australien.

Was das Filmen angeht, könnte sich Julia sehr gut vorstellen, wieder einmal etwas zu drehen oder nach dem Studium einen Beruf in dieser Richtung zu ergreifen. Sonja arbeitet mittlerweile beim Donau-Anzeiger in Deggendorf, ist da also vor allem mit dem Schreiben von Texten beschäftigt. Aber sollte sich wieder einmal die Gelegenheit ergeben, etwas mit Film zu machen, wäre sie auf jeden Fall dabei.

Sonderpreis für drei junge Studentinnen Sonderpreis für drei junge Studentinnen

Für die Uni haben Julia Gabauer, Sonja Seidl und Anne Dippl die neun Minuten lange Dokumentation „Der Waldkreisläufer“ gedreht. Jetzt hat der Film den „Heimat“-Sonderpreis des Jugendfilmfestivals Niederbayern erhalten.

Drei junge Frauen stapfen durch den Schnee. Mit dabei: eine Filmkamera, Stative und alles weitere, was man für einen Dreh braucht. Ihr Ziel, ein kleiner Bauwagen mitten im Nirgendwo des Bayerischen Waldes. Julia Gabauer (25, aus Straubing), Sonja Seidl (26, aus Deggendorf) und Anne Dippl (25, aus Pfarrkirchen) wollen einen Film für die Uni drehen. Thema: der Waldkreisläufer„Woid Woife“, den die drei für ihr Uniseminar porträtieren wollen. Aus der eisigen Kälte geht es in einen kleinen Bauwagen, der so warm ist, dass es der mitgebrachten Kamera erst einmal die Linse beschlägt. Mittlerweile sind diese Erinnerungen knapp ein Jahr her und Julias, Sonjas und Annes Mini-Dokumentation ist mehr geworden als ein Projekt für die Uni. Thema des Seminars, das die drei an der Uni Passau besuchten, war Fernsehjournalismus. Als Semesterarbeit sollten sie eine kurze Dokumentation drehen, die man auch ausstrahlen könnte. Aus einer spontanen Idee heraus haben die drei in diesem Jahr den Film beim „Jufinale“-Wettbewerb eingereicht – und einen Sonderpreis erhalten.

„Bevor der Film an der Uni verstaubt, dachten wir uns, warum ihn nicht mehr Zuschauern zeigen?“, sagen Julia und Sonja. Und da das Sonderthema des diesjährigen „Jufinale“-Wettbewerbs „Heimat“ war, war ihre Dokumentation der ideale Beitrag.

Jury-Anforderungen perfekt erfüllt

Damit gerechnet, dass sie tatsächlich einen Preis bekommen, hat keine der drei. „Aber so wie es aussieht, haben wir die Anforderungen, die die Jury ans Thema Heimat gestellt hat, perfekt erfüllt“, freut sich Julia.

Mehr als über den Preis sind Julia, Sonja und Anne aber stolz darauf, dass der „Woid Woife“ ihren Film mag, sogar noch viel mehr als die Produktionen, die der Bayerische Rundfunk und andere Fernsehsender über ihn gemacht haben. „Wir haben ihm den Film gezeigt und er hat sich genau richtig beschrieben gefühlt“, sagt Julia. „Er ist einfach ein Original“, ergänzt Anne. Und Sonja erinnert sich daran, wie herzlich der „Woid Woife“ sie aufgenommen hat.

Früher Bodybuilder und Strongman hat sich Wolfgang Schreil, so heißt der „Woid Woife“ im echten Leben, mittlerweile vom Alltag in seiner Heimat Bodenmais verabschiedet und verbringt so viel Zeit wie möglich in der Natur. Er ist engagierter Naturschützer und Fotograf. „Ein echter Pfundskerl“, wie Julia, Sonja und Anne ihn beschreiben. Sein Geld verdient Wolfgang Schreil als Totengräber, was ihn aber erst recht sympathisch macht, da sind sich die drei Freundinnen einig. Er ist einfach ein besonderer Mensch.

Den Dreh teilten sich Sonja, Anne und Julia auf. Eine übernahm die Interviews, die andere dachte an den Ton, die dritte stand hinter der Kamera – aber natürlich wechselten die drei ihre Rollen auch durch. „Geschnitten haben wir den Film dann zu dritt, aber ich glaube, die Aufteilung beim Dreh hat uns sehr geholfen“, sagt Julia. „Und es war gut, dass wir uns auch außerhalb der Uni kennen und so gut verstehen“, fügt Sonja hinzu und lacht.

Auf zum bayerischen Wettbewerb

Mit dem Preis bei der „Jufinale“ haben Julia, Sonja und Anne nicht nur eine Auszeichnung gewonnen, die sie jetzt abwechselnd in ihren Schränken aufstellen können. Ihr Film über Waldflüsterer „Woid Woife“ ist jetzt auch für den Bayerischen Jugendfilmpreis nominiert. Chancen auf einen weiteren Sieg wollen sich die jungen Filmemacherinnen nicht ausrechnen. Aber für Julia und Sonja ist eines auf jeden Fall klar: Den Bayerischen Jugendfilmwettbewerb und die vielen Workshops, die dort angeboten werden, werden sie in vollen Zügen genießen. Anne kann leider nicht mit dabei sein, sie ist zu der Zeit in Australien.

Was das Filmen angeht, könnte sich Julia sehr gut vorstellen, wieder einmal etwas zu drehen oder nach dem Studium einen Beruf in dieser Richtung zu ergreifen. Sonja arbeitet mittlerweile beim Donau-Anzeiger in Deggendorf, ist da also vor allem mit dem Schreiben von Texten beschäftigt. Aber sollte sich wieder einmal die Gelegenheit ergeben, etwas mit Film zu machen, wäre sie auf jeden Fall dabei.

Sonderpreis für drei junge Studentinnen Junge Geschichten: Darum geht’s beim Filmfestival „Jufinale“

Das Jugendfilmfestival Niederbayern („Jufinale“) findet alle zwei Jahre in einem anderen niederbayerischen Kino statt. Es soll eine Plattform für selbstgedrehte Filme von Kindern und Jugendlichen bis 26 Jahren bieten und es einem größeren Publikum möglich machen, diese zu sehen. Ein zweites wichtiges Ziel der Veranstalter ist die Möglichkeit zu Vernetzung und Austausch der jungen Filmemacher/innen untereinander sowie mit dem Publikum. Organisiert wird die „Jufinale“ von der Medienfachberatung des Bezirksjugendrings Niederbayern und gefördert vom Bezirk Niederbayern.

Die „Jufinale“ gibt es mittlerweile seit 15 Jahren. In diesem Jahr fand sie im Citydom-Kino in Straubing statt. Gekommen sind nach Angaben der Veranstalter 250 Besucher. Die bekamen 25 Filme zu sehen, die eine Jury später bewertete. Neben der Filmqualität und -aussage bewertete die Jury insbesondere die Originalität des Themas und seine kreative Aufarbeitung. Das nächste Jugendfilmfestival Niederbayern findet 2019 statt.

von

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading

Videos