Deutschland Arbeitgeber: Deutschland braucht neue Zuwanderungspolitik

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer spricht sich für eine Zuwanderungspolitik aus, die sich an den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes orientiert. Foto: Monika Skolimowska Foto: dpa
idowa
1 Bilder
idowa
Video 1 Bilder
Advertorial
Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer spricht sich für eine Zuwanderungspolitik aus, die sich an den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes orientiert. Foto: Monika Skolimowska (Foto: dpa)

Berlin - Die Arbeitgeber verlangen von einer neuen Regierung nach der Bundestagswahl eine Zuwanderungspolitik, die sich am Arbeitsmarkt orientiert.

"Damit meine ich nicht allein Zuwanderung aus fernen Drittstaaten, die Fachkräfte können auch aus den europäischen Nachbarstaaten kommen - dort wo die Arbeitslosigkeit erheblich höher ist als bei uns", sagte der Präsident des Arbeitgeberverbandes BDA, Ingo Kramer, der Deutschen Presse-Agentur.

Der Politik müsse schnell klar werden, dass Deutschland Zuwanderung brauche, so wie in den 50er und 60er Jahren. Denn bis zum Jahr 2030 fehlten sechs Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter.

"Deutschland ist ein Einwanderungsland. Und Deutschland muss sich dieser Situation bewusst sein", sagte Kramer. Er räumte aber ein, dass dies nicht leicht sei in einer Zeit, "wo zumindest am rechten Rand noch politisches Missbehagen wegen der zurückliegende Flüchtlingskrise" bestehe. Die Alternative wäre, mit weniger Menschen die wirtschaftliche Leistungskraft von heute 44 Millionen Erwerbstätigen halten zu wollen.

Um diese Leistungskraft zu bewahren, müsse das Erwerbspotenzial von Frauen besser ausgeschöpft werden. Das bedeute auch, die Kinderbetreuung besser zu organisieren - mehr Kitas, mehr Ganztagsbetreuung, mehr Ganztagsschulen. "Denn nur dann haben die Frauen die Möglichkeit, ihre beruflichen Möglichkeiten auszuschöpfen", sagte Kramer.

Zudem sollten für Menschen im Alter Anreize geschaffen werden, länger zu arbeiten. Die Langzeitarbeitslosigkeit sollte durch bessere Bildung reduziert werden. "Über die Hälfte der Menschen, die langzeitarbeitslos sind, sind ohne Berufsausbildung", unterstrich der BDA-Chef.

Kramer rief Politik und Wirtschaft dazu auf, die Digitalisierung in Deutschland nicht zu verschlafen. "Wenn wir hier nichts tun, wird uns das auf die Füße fallen." Man müsse dazu die Akzeptanz in der Gesellschaft stärken und den Menschen Ängste und Sorgen nehmen. Dazu seien auch entsprechende bildungspolitische Maßnahmen nötig. "Wie immer sich die Digitalisierung entwickeln wird, was wir im Letzten noch gar nicht wissen können, wir müssen rechtzeitig darauf vorbereitet sein", mahnte Kramer.

  1. Autor

    dpa
  2. Datum

    17.04.2017 10:10 Uhr
  1. 1
  2. 11

Aquatherm-Wetter

heiter
Straubing
14° 29°
wolkig
Landshut
13° 28°


Das könnte Sie auch interessieren

 
11

Kommentare

Zuerst kam die Aussage Deutschland braucht unbedingt Fachkräfte, die Flüchtlinge sind ein Segen. Nach und nach wurde klar das aber so gut wie keine Fachkräfte unter den Flüchtlingen sind. Also wurde die Geschichte umgestrickt und Deutschland brauche unbedingt niedrig qualifizierte Helfer für Arbeiten die eh keine Deutscher verrichten will.
Wahrheit ist bisher das der weitaus größte Anteil im sozialen Netz hängen bleibt.

Auch Tatsache ist das jetzt 230.000 Syrische Flüchtlinge Ihre Familien nachholen dürfen.
Erstmal eine richtige und verständliche Sache. Nur das das auch bedeutet das dann innerhalb kürzester Zeit etwa 1.000.000 neue (legale) Flüchtlinge in unser Land kommen die versorgt werden müssen. Wenn wir bei der letzten Million schon an unsere Grenzen gestoßen sind dann Frage ich mich wie das plötzlich bei einer weiteren Million bewältigt werden soll, und das von heute auf morgen.
Aber diese Tatsache wird der Bevölkerung ja verschwiegen.

Die Wirklichkeit schaut eher so aus:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/fluechtlinge-bayern-schiebt-azubis-ab-unternehmer-vertreter-protestieren-a-1130697.html

Der Ingo Kramer......ja, der hat voll den Durchblick und voll den Bezug zur täglichen Realität.... Er hat aber leider noch nicht bemerkt, dass 98 Prozent der Neubürger die uns bereichern, nicht gekommen sind um zu arbeiten, sondern weil es bei uns die weltbesten Sozialleistungen gibt.....
. Sagt er........"wegen der zurückliegenden Flüchtlingskriese".... is alles schon wieder supi, oder Herr Kramer? Sind alle schon wieder weg....Oder bestens integriert oder voll im Berufsleben..Buahahahaha........
Er hat auch noch nichts davon gehört, dass jeden Tag 5000 Asylforderer aus "Seenot" "gerettet" werden..., die dann 2 Wochen später in Deutschland Asyl fordern...pardon beantragen meinte ich....
Ja, Deutschland braucht mehr Zuwanderung um schneller vernichtet zu werden......Er spricht das aus, was Deutschlands Feinde denken.

Aha! Arbeitslose haben wir ja keine und wenn dann haben die ja alle keine Berufsausbildung oder Fachausbildung usw.?
Oder sind die alle Überqualifiziert?
Was ist mit den Schwerbehinderten die in Folge von Unfall oder Krankheit ausgesondert worden sind und nicht in einer Rente sind?
Stimmt die sind schwer-begabt.
Mei o mei - mit solchen Aussagen sollt´s Euch schämen "Deutschland braucht neue Zuwanderungspolitik".

Die Beschäftigung europäischer Ausländer als Ausweg gegen den Fachkräftemangel hört sich plausibel an. Aber wieso hat sich diese Erfolgsidee bislang trotz EU-garantierter Freizügigkeit nicht durchgesetzt ? EU-Ausländer finden wir eher selten in Facharbeiterpositionen - offenbar passen die Erwartungen der Unternehmen und der hochqualifizierten Arbeitnehmer nicht gut zusammen. Warum soll sowas plötzlich
besser funktionieren ? Daruber hinaus sollte man die Schattenseiten der Freizügigkeit auch nicht übersehen - sie stellen immerhin einen Hauptgrund für den Brexit dar.
Solche gesellschaftlichen Probleme interessieren die Wirtschaftsvertreter natürlich herzlich wenig - aus ihrer Sicht wäre eine große Auswahl konkurrierender Arbeitskräfte verlockend, besonders im Zusammenhang mit staatlichen Fördermaßnahmen.


"EU-Ausländer finden wir eher selten in Facharbeiterpositionen" - Du warst schon lange nicht mehr auf einer Baustelle. Und im Hotel- und Gaststättengewerbe auch schon lang nicht mehr...

(...) Fakt ist, daß die Zuwanderungslawine, die wir seit 2015 erleben, sich wesentlich aus den herbeiapplaudierten Refugees speist, von denen gerade einmal 54 seitens der 30 größten börsennotierten Unternehmen als brauchbar eingestuft wurden. Des weiteren sollten bei dieser Debatte die potentiellen Folgen eines internationalen Fachkräftewettbewerbs, so er der Theorie folgend umgesetzt würde, auf eine Verschärfung der Wohlstandgefälle zwischen den Ländern in Betracht gezogen werden. (...)

Bau- und Gastgewerbe waren schon immer für Ausländerbeschäftigung bekannt - vielleicht gerade deshalb, weil Geringqualifizierte hier Stellen finden können, die für die meisten Deutschen nicht attraktiv genug sind. Derzeit bietet Deutschland nur die Aussicht auf steigende Abgabenlasten und sozialen Unfrieden. Für hochqualifizierte EU-Fachkräfte gibt es bestimmt lohnendere Auswanderungsziele.

Wer sagt uns, dass nach der Digitalisierung überhaupt noch Fachkräfte gebraucht werden?
Was ist mit den Neubürgern, die angeblich diese Lücken füllen sollten, sind die schon abgeschrieben oder ist der Plan der Wirtschaft nicht aufgegangen, billige Arbeitskräfte zu rekrutieren??

Artikel kommentieren

Kommentarregeln

Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt.

Artikel kommentieren

Kommentarregeln
  1. (Logout)

  2. (Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.)
Melden Sie sich jetzt an!
Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich.

Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben.

Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt.

Videos

 
 
 

Auto

Trauer

Immo

Jobs

Automarkt

Traueranzeigen

Immobilienmarkt

Stellenmarkt