Deggendorf Auto rollt in die Donau

Ein Auto in der Donau hielt die Polizei in Atem. (Symbolbild) Foto: Oliver Berg/dpa

Auch nicht alltäglich: Um ein Auto im Wasser abzusuchen, musste ein Polizist in die Donau.

Am Freitag gegen 18 Uhr wurde der PI Deggendorf ein Fahrzeug in der Donau, Höhe Schalterbach/Deggendorf, mitgeteilt. Prekär an der Mittelung war, dass am Fahrzeug noch das Licht brennen soll. Beim Eintreffen der Streife der Polizei Deggendorf wurde festgestellt, dass das Fahrzeug mit der Front bereits unter Wasser stand. Der Rest des Fahrzeugs war bereits über die halbe Fahrzeughöhe umspült.

Da aufgrund der vorgefundenen Situation nicht auszuschließen war, dass sich noch eine Person im Fahrzeug befand, musste ein Beamter ins kalte Wasser steigen. Selbstlos entkleidete er sich notdürftig und stieg bis zur Hüfthöhe in die Donau, die einen erhöhten Wasserstand hatte. Da das Fahrzeug verschlossen war, musste er mit einem Feuerlöscher die Seitenscheiben einschlagen um ins Fahrzeug zu gelangen. Nach einem ersten Abtasten im Fahrzeug stand fest, es war keine Person mehr im Fahrzeug. Weiterhin riss er ein Kennzeichen vom Fahrzeug, da dieses von Land aus nicht mehr erkennbar war, um mögliche Nutzer ausfindig zu machen.

Aufgrund einer Halterabfrage konnte der Besitzer des Fahrzeuges ausfindig gemacht werden. Er war selbst bereits auf dem Weg um Hilfe zu holen. Eine bereits getätigte Alarmierung zur Wasserrettung, unter Beteiligung mehrerer Hilfsorganisationen, wurde wieder rückgängig gemacht. Um die Bergung des Fahrzeuges kümmert sich der Fahrzeughalter selbst. Warum das Fahrzeug ins Wasser rollte ist derzeit nicht klar. Das Fahrzeug war im Uferbereich geparkt und machte sich wohl selbstständig. Weitere Ermittlungen hierzu müssen getätigt werden. Der Beamte der ins Wasser stieg, zog sich leichte Schnittverletzungen an den Beinen bei der Absuche des Fahrzeuges zu. Er leistet bereits wieder Dienst.

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