Cham Pony im Vorgarten? Baurecht schränkt Tierhaltung im Wohngebiet ein

Die Pferdekoppel ist nur im dörflichen Umfeld erlaubt. Foto: dpa/Stratenschulte

Die Frage, ob eine Pferdekoppel neben der Friedhofsmauer ethisch vertretbar ist, beschäftigt derzeit Windischbergerdorf. Der städtische Bauausschuss hat am Mittwoch zugunsten des Antragsstellers und Pferdehalters entschieden. Jetzt ist allerdings das Landratsamt als eigentliche Baugenehmigungsbehörde am Zug. Und die Behörde hat weniger nach Pietätsgründen, sondern vielmehr auf Basis des Baurechts zu urteilen. Was wiederum die Frage aufwirft, welche Tiere im städtischen Vorgarten überhaupt erlaubt sind. Darf sich jeder so mir nichts dir nichts ein Pony vors Einfamilienhaus stellen oder zehn Hühner anschaffen?

Die Antwort ist vielschichtig. "Es kommt immer auf die Widmung des Gebiets sowie Art und Anzahl der Tiere an", überlegt Patricia Stoiber, Verwaltungsleiterin im Landratsamt. Ganz eng sind die Grenzen im allgemeinen Wohngebiet. Da rät die Juristin eher zur Vorsicht bei der Tierwahl. "Zwei Kaninchen sind, was Geruch, Fliegen und Lärm anbelangt, etwas ganz anderes als zwei Rösser", gibt sie zu bedenken.

Ungewöhnliche Wünsche von Tierfreunden landen immer wieder auf dem Tisch der Bauabteilungen bei Kommunen und Landkreis. Arthur Scheurer, Leiter der Bauverwaltung im Rathaus, erinnert sich an den Fall eines Vogelzüchters, der eine große Voliere in einem Chamer Stadtteil errichten wollte. Also musste der Verwaltungsmitarbeiter erst einmal genau ergründen, welche Vögel in dem Gehege gehalten werden sollten und wie laut diese schlimmstenfalls werden können.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 13. Oktober 2017.

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