Cham Bundesweite Zähl-Aktiondes LBV: Stunde der Wintervögel

Der Dompfaff liebt heimische Beerensträucher wie Holunder und Vogelbeere. Er gilt als nicht gefährdet, aber zu seiner Verbreitung gibt es noch viele offene Fragen. Deshalb sind Meldungen bei der Stunde der Wintervögel besonders wichtig. Das Männchen ist mit seiner schwarzen Kopfplatte und der roten Brust unverwechselbar. Das Weibchen ist unauffälliger gefärbt. Es hat keine rote, sondern eine unscheinbare graubraune Brust. Der Hals scheint bei der Entstehung des Dompfaffs vergessen worden zu sein. Der Dompfaff war ursprünglich ein reiner Waldvogel. In den vergangenen Jahrzehnten wagte er sich aber mehr und mehr in Parks und Gärten vor. Im Landkreis Cham lebt er vor allem in den großen Waldgebieten, die er im Winter in kleinen Gruppen immer wieder verlässt, um auch an Futterstellen zu erscheinen. Foto: red

Im vergangenen Winter haben viele Meldungen von besorgten Naturfreunden die LBV-Kreisgruppe Cham erreicht. Sie vermissten ihre gefiederten Gäste am Futterhäuschen oder im Garten. Erfreulicherweise deuten erste Beobachtungen darauf hin, dass 2018 wieder mehr Vögel zu sehen sind. Und wie sieht es mit dem Star, Vogel des Jahres 2018, aus?

Als Zugvogel verbringt er normalerweise den Winter im Süden, aber immer öfter zieht der schillernde Singvogel den Freistaat der Mittelmeerküste vor. Genaue Zahlen kann da Deutschlands größte Vogelzählung liefern. Die "Stunde der Wintervögel" von Freitag bis Sonntag, 5. bis 7. Januar 2018, findet in Bayern zum 13. Mal statt. Der LBV ruft, mit seinem bundesweiten Partner Nabu, alle Naturfreunde auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhaus zu zählen und diese dem LBV zu melden.

Hauptgrund für den "Vogelmangel" im Januar 2017 war der geringe Zuzug an nordischen Wintergästen. Die Zahl dieser nordischen Wintergäste hängt dabei maßgeblich von der dortigen Witterung und dem Nahrungsangebot ab. In harten Wintern mit wenig Nahrungsangebot weichen mehr Vögel nach Süden aus. In diesem Jahr deutet sich an, dass wieder mehr Vögel aus Nordosteuropa in Deutschland überwintern, darunter auch seltene Gäste. So kann man bereits mit etwas Glück Gruppen von Bergfinken entdecken.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 03. Januar 2018.

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