Cerchov Mit Schneeschuhen nach ganz oben auf dem Cerchov

Der Cerchov als Ziel einer Schneeschuhwanderung: In der Bildmitte der 1986 errichtete, rein militärische Turm. Foto: Wietek

Wir starten am Wanderparkplatz Keilbügerl am Ortsrand von Waldmünchen. Der Weg bis zum Waldrand ist nur ein Katzensprung und ein paar Meter weiter treffen wir schon auf die Untere Rieselstraße (km 0,3) auf welcher wir nach rechts, in südöstliche Richtung wandern. Wenig später quert der Wanderweg W9 die Straße, ihm folgen wir nach Osten (km 0,5). Die Markierung W9 wird uns bis zum Grenzübergang Lehmgrubenweg begleiten. Bald erreichen wir eine kleine Treppe überqueren eine Forststraße (km 1,1) und haben nun eine etwas steilere Passage vor uns.

Im weiteren Verlauf queren wir erneut zwei weitere Wirtschaftswege und befinden uns dann im Gebiet der ehemaligen Höhensiedlungen am Kramberg. (km 2,0) Etwas nordwestlich war der Wagenhof beheimatet. Anhand der bereits zurückgelegten Strecke erkennt man die Abgeschiedenheit der heute verschwundenen Bauernhöfe welche bis 1861 bewirtschaftet waren. Es muss, vor allem im Winter, ein hartes und im Sommer kein einfaches Leben gewesen sein um den Wiesen und Äckern hier die Lebensgrundlage abzuringen.

Einige der Quellen in diesem Gebiet und weitere, bis hinauf zum Himbeerriegel (Malinová hora), welcher sich bereits auf tschechischem Staatsgebiet befindet, dienen bis heute der Wasserversorgung der Stadt Waldmünchen. Weiter geht es auf dem Lehmgrubenweg, rechter Hand kommt die Tiefer-Graben-Loipe herauf.

Ein kräftiger Schilderwald erklärt schließlich die Grenzlinie (km 2,7). Von nun an begleiten uns die tschechischen Wanderwegmarkierungen.

Ein weißes Rechteck mit einem gelben Streifen begleitet uns jetzt. Wir überqueren wieder eine Forststraße, auf ihr verläuft die Loipe vom Malinová hora Richtung Gibacht. Nach einem Schlenker stoßen wir auf die Ruine des Brunnhäusl (km 3,6), einer ehemaligen Forststation.

Unsere Markierung wechselt auf weiß-grün-weiß. Bald erreichen wir wieder eine Loipe, welcher wir ein kurzes Stück nach rechts, Richtung Süden folgen bis wir auf eine im spitzen Winkel abzweigenden Forststraße treffen, die unsere neue Richtung bestimmt (km 3,9).

Nun gilt es aufzupassen. Etwa 250 Meter nach der Abzweigung verlässt die Wanderroute die Straße und schwenkt nach links in den hohen Buchenwald, hinauf zum Skalka. Die Markierung ist zwar deutlich angebracht, jedoch verleitet die breite Forststraße hier zum Weitermarschieren. Der Wald wird lichter und nach einem Anstieg bietet sich ein erster Blick auf den Cerchov mit seinen markanten Türmen. Ein paar Meter geht es wieder bergab und weiter durch den lichten Wald erreichen wir eine breite Straße (km 4,9). Die mit Betonplatten befestigte Zufahrt zum Cerchov stimmt uns mit ihrem Aussehen bereits auf die unheimlich wirkenden Gebäude am Cerchovgipfel ein. Nach 300 Meter auf der Piste stehen wir am Tor der ehemaligen militärischen Anlagen (km 5,2). Am auffälligsten sind die beiden Türme. Der größere, mit seinen halbrunden Anbauten, diente bis zu den politischen Veränderungen in der damaligen CSSR, dem Militär zur Überwachung der Grenze und erlaubte aufgrund der strategischen Lage, das Sammeln von Daten bis weit ins Bayerische hinein.

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