24. Februar 2017
#20: Freiheit
Das erste Semester ist rum – Ferien! Im Nachhinein waren Prüfungen und Studienbeginn gar nicht so anstrengend, wie es sich anfangs angefühlt hat. Neuerungen im Leben fühlen sich zu Beginn immer schwierig an. Aber wenn man die Zähne zusammenbeißt und sich ständig vor Augen hält, dass alles gut wird, wird’s auch wirklich gut. Und wenn man wirklich mal nicht weiter weiß, einfach zugeben, dass man Ersti ist, auch wenn man belächelt wird. Jetzt genieße ich erst einmal die Freiheit der Semesterferien. Neue Erkenntnisse aus meinem UNIversum gibt es wieder ab 28. April.

17. Februar 2017
#19: Alte Bücher...
...können ziemlich stinken! Eine Erkenntnis, die ich aus zwei Tagen in der Uni-Bibliothek mitnehme. Die alten Schinken brauche ich für meine Seminararbeit. Bei der nächsten Recherche nehme ich eine Gasmaske mit.

10. Februar 2017
#18: Nervenzerrend
Der Großteil meiner Klausuren liegt hinter mir. So richtig Durchschnaufen kann ich aber noch nicht. Denn eine habe ich noch vor mir und währenddessen muss ich auf die Ergebnisse der anderen warten. Bis die nämlich online zugänglich sind, dauert es ein paar Wochen. Ist aber auch klar! Schließlich haben neben mir noch mehrere hundert andere Studenten über der Klausur gebrütet. Die Unwissenheit, ob ich alles bestanden habe, wird dabei aber zur Zerreißprobe und ist ganz schön nervenzerrend. Ich versuche einfach, so wenig wie möglich darüber nachzudenken. Und führe mir vor Augen, dass ich sie immerhin schon hinter mir habe. Das ist erleichternd.

3. Februar 2017
#17: Prüfung am PC
Nichts ist, wie es war! Dieser Satz passt, wenn man Schule und Uni vergleicht. In der Uni laufen viele Dinge anders – so zum Beispiel Klausuren. Denn manche von ihnen schreibt man nicht mit Stift auf Papier. Manche laufen am Computer ab. Meine erste E-Klausur habe ich hinter mir. Ich könnte mich glatt dran gewöhnen.

27. Januar 2017
#16: Jetzt zählt's!
Noch drei Mal schlafen, dann ist... Na? Nicht Weihnachten, nicht Neujahr, nicht Nikolaus – war ja alles schon! Dann ist Prüfungszeit und ich schreibe meine erste Klausur an der Uni. Was hilft mir beim Lernen und rettet mich vor dem ständigen Gedanken, dass bald mein Kopf platzt? Zum einen: Motivationssprüche auf Facebook wie „Vorhin gedacht: Hey, ich könnte anfangen zu lernen. – Gelacht, Wein nachgeschenkt und die nächste Serie gestartet.“ Zum anderen sind es Auszeiten mit Tee und Musik. Die gönne ich mir in letzter Zeit so oft wie möglich. Denn in einen entspannten Kopf passt mehr hinein.

20. Januar 2017
#15: Mut zur Lücke
Noch zehn Tage zur ersten von sechs Klausuren in diesem Semester und damit zu meiner ersten überhaupt im Studium. Fragt mich jemand, ob ich mich vorbereitet fühle, schüttle ich panisch den Kopf. Aber: Mache ich was falsch, dann ist das menschlich. Keiner kann alles wissen. Deshalb meine Erkenntnis: An der Uni braucht man Mut zur Lücke.

13. Januar 2017
#14: T-E-A-M
Nächste Woche halte ich mein erstes Gruppenreferat an der Uni. Unser Team besteht aus fünf Studenten. Aus der Zusammenarbeit habe ich eins gelernt: T-E-A-M ist die Abkürzung für „Toll, ein anderer macht’s!“. Dumm nur, dass ich der Andere bin... Solchen Gruppenarbeiten werde ich in Zukunft aus dem Weg gehen.

6. Januar 2017
#12: Vermissen
Seit gut zwei Wochen habe ich vorlesungsfreie Zeit und ich vermisse die Uni. Aber nicht das Lernen und Nachdenken, sondern die Menschen und seltsamerweise auch das Betongrau. Die Feiertage waren mir einfach zu bunt.

30. Dezember 2016
#11: Endlich Ferien!
Ich fühle mich in diesen Tagen wie ein Schüler, denn über die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel hinweg habe ich keine Uni. Das heißt: Feiertage genießen, lang ausschlafen und Serien und Filme verschlingen – wie zu Schulzeiten. Nicht ganz: Jetzt als Student bin ich irgendwie pflichtbewusster. Deswegen habe ich mir für die Weihnachtsferien vorgenommen, auch mal zu lernen. Abwarten, ob das klappt...

23. Dezember 2016
#10: Bastel-Gefahr
Ich studiere Lehramt für Grundschule, deswegen bin ich ein Grundschulmausi. Denn so nennen andere Studenten alle, die sich für diesen Studiengang entschieden haben. Und es sind viele Klischees über die zukünftigen Grundschullehrer an der Uni im Umlauf: zum Beispiel, dass sie immer Bastelschere und -kleber dabei haben und sich bei allem ein bisschen blöd anstellen. Vergangene Woche war der „Beibringbasar“ unserer Uni. Das ist eine Art Messe, bei der Kleingruppen aus Erstsemestern des Lehramts für Grundschule Teams bilden und an Ständen anderen Studenten etwas beibringen. An einem Stand wurden eifrig Rentierlollies gebastelt. Als ich das selbst ausprobieren wollte, wurde mir die Bastelschere zum Verhängnis – Cut! Au... Überall Blut! Ich habe mich an ihr geschnitten. Verdammt, damit erfülle ich wohl doch irgendwie das Klischee.

16. Dezember 2016
#9: Moccachino
Schon mal einen Moccachino getrunken? Wenn nicht, musst du das unbedingt mal probieren! Die Kaffee-Variation aus Espresso, heißer Milch und Schokosirup gibt es tatsächlich in einer Cafeteria der Uni Regensburg. Das ist übrigens auch die einzige, in der Kaffee und Co. nicht aus einem Automaten herauslaufen. Vor allem nach schwierigen Vorlesungen rettet das schokoladige Getränk regelmäßig meinen Tag. Ein Hoch auf den Moccachino!

9. Dezember 2016
#8: Abwesend
Letztens habe ich im Hörsaal einen Studenten beobachtet, der anwesend war, aber nicht wirklich aufgepasst hat. Zugegeben: Manchmal höre ich auch nicht zu, ratsche mit Kommilitonen oder schaue aufs Handy. Aber so abwesend wie der beschriebene Student war ich noch nie. Er saß mit seinem Tablet in der Vorlesung, hatte Kopfhörer in den Ohren und hat eine Serie geguckt. Warum hockt er sich überhaupt in die Uni? Zuhause im Bett oder auf dem Sofa wäre das doch tausendmal bequemer und genauso unproduktiv.

2. Dezember 2016
#7: Mut zeigen
Manchmal muss man einfach Mut beweisen, denn nur wer sich etwas traut, geht sorgenfreier durchs Leben. Das habe ich mir zu Herzen genommen und einfach mal eine Vorlesung geschwänzt. Für mich als Ersti war das eine große Sache. Bei höheren Semestern ist das eher der Fall, wie mich eine Studentin im vierten Semester aufgeklärt hat. Aber es war tatsächlich der richtige Schritt: Die zweistündige Vorlesung war bisher nur wenig produktiv. Im Eigenstudium habe ich mehr gelernt. Deshalb: Ein Hoch auf den neu gewonnenen freien Mittwoch!

25. November 2016
#6: Peinlich!
So eine Uni kann ganz schön verwirrend sein. Da folgt der Raum mit der Nummer 10 nicht auf 9, sondern ist irgendwo am anderen Ende des Gebäudes. Vor Kurzem bin ich deshalb verwirrt durch die Uni Regensburg geirrt, wollte aber niemanden nach dem Weg fragen, um mich nicht als Ersti zu enttarnen. Hätte ich das wohl lieber getan, denn letztlich hat mich ein erfahrener Student angesprochen. War es so offensichtlich?

18. November 2016
#5: Igitt!
Wer einen Blick in meine Uni-Tasche wirft, findet zwischen Notizzetteln, Kugelschreibern, meinem Kalender und Verpflegung für einen langen Tag mit vielen Vorlesungen immer ein Desinfektionsmittel für die Hände. Die kleine Flasche hat sich in den vergangenen Wochen als treuer Begleiter entpuppt. Ich höre mich jetzt wahrscheinlich wie ein Hypochonder an, aber bedenke, dass gerade Erkältungszeit ist und ich jeden Tag in die Uni pendle. Überall in Zug und Bus wird gehustet. Und überall fassen alle danach Türgriffe und Stangen zum Festhalten an. Gerade im ersten Semester will ich ungern krank zu Hause bleiben müssen. Da reibe ich mir lieber kurz die Hände ein.

11. November 2016
#4: Unhöflich
An der Uni trifft man viele unterschiedliche Menschen, die nicht alle vom selben Schlag sind, aber von denen manche scheinbar einen Schlag haben. Zum Beispiel ein Kommilitone von mir, an den sich diese Erkenntnis richtet: Du sitzt von Vorlesung zu Vorlesung mit einem Bier im Hörsaal. Das würde mich nicht stören, wenn du nicht dauernd rülpsen oder dich lautstark über unsere Professoren lustig machen würdest. Ich finde das unhöflich – gegenüber den anderen Studenten im Saal und natürlich gegenüber den Profs. Bleib doch einfach zu Hause, wenn du keine Lust auf Vorlesung hast!

4. November 2016
#3: Alles bunt
In der ersten Vorlesungswoche bin ich im Hörsaal immer nur mit Block und Stift gesessen. Die Mitschriften, die dabei rumkamen, fand ich aber meist zu fad. Deshalb habe ich mir eine Handvoll bunte Fineliner besorgt und sie mit vollem Einsatz eingeweiht. Nach der Vorlesung hatte ich farbige Hände und eine Kommilitonin einen blauen Strich auf der Stirn. Dafür sind die Mitschriften viel schöner und ordentlicher.

28. Oktober 2016
#2: Lecker, Mensa-Essen!
Als Neuling an der Uni Regensburg habe ich in den ersten Tagen natürlich die Mensa ausgiebig getestet. Ich muss allerdings zugeben, dass mich lange Schlangen anfangs abgeschreckt haben. Aber das Warten geht schneller, wenn man sich mit Freunden anstellt. Und: Die Vorfreude aufs Mensa-Essen steigt mit jedem Schritt vorwärts. Bisher haben die Gerichte immer gut geschmeckt. Bei einem Preis von bis zu 3 Euro erlaube ich es mir auch gar nicht zu meckern. Mein Lieblingsessen bisher: grüne Tortellini.

21. Oktober 2016
#1: Arschkalt!
Seit Montag sitze ich regelmäßig in Hörsälen der Uni Regensburg. Dabei ist mir aufgefallen: Hier drinnen ist es oft arschkalt! Drum habe ich meinen dicken Herbstmantel in den ersten Tagen anbehalten. Mittlerweile geht’s aber – dank eines großen kuscheligen Schals. Außerdem habe ich mir einen Thermobecher bestellt.