4. August 2017
#34 Chaos
Chaos ist das Stichwort für das Ende des Semesters. Die Prüfungszeit ist rum, ich habe sie überlebt und genieße jetzt meine Semesterferien. Aber warum Chaos? Weil es in der heißen Phase voller Klausuren recht chaotisch zuging. Zum Beispiel in meinem Kopf, denn ich habe den Stoff von fünf Prüfungen in gut drei Wochen in mich aufgesaugt wie ein Schwamm. Aber auch bei mir im Wohnheim hat das Chaos Einzug gehalten: Da herrscht nämlich seit zwei Wochen Wasch-Chaos. Irgendein Bewohner hat dafür gesorgt, dass zwei der drei Waschmaschinen türlos sind – kurz: Er hat sie abgerissen. Und als die Maschinen repariert werden sollten, waren plötzlich einige Bauteile aus ihnen verschwunden. Wer hat sich da bedient?

28. Juli 2017
#33: Melone
Das Leben im Studentenwohnheim ist kurios – das hat eine Freundin bewiesen. Aus der Gemeinschaftsküche in ihrem Wohnheim wurde vor Kurzem eine Wassermelone gestohlen. Einen Tag später hing ein Zettel am Kühlschrank: „Bitte melde dich, wenn du die Melone gegessen hast. Die Melone war mit Nervengift geimpft!“ Von dem oder der Betroffenen fehlt bisher jede Spur...

21. Juli 2017
#32: Tunnelblick
Ich stecke mitten in der Klausurenzeit und habe vor Kurzem eine Freundin getroffen, die ich schon länger nicht mehr gesehen habe. Sie studiert auch Lehramt und ist im sechsten Semester. Ihr Tipp: „Lass dich nicht von der Panik anderer verunsichern! Geh’ mit einem Tunnelblick in die Klausuren.“ Und damit hat sie recht. „Die vom vergangenen Semester haben gesagt, dass die Klausur unmenschlich schwer ist!“ – Solche Sätze gehören verboten. Sie bringen einen nur durcheinander. Also: Ohren zu und einfach mal sein Ding durchziehen!

14. Juli 2017
#31: Erste Male
Seit drei Wochen wohne ich in meiner ersten eigenen Wohnung und ich habe mich in der kleinen Studentenbude schon eingelebt. Dabei habe ich viele erste Male erlebt.
Das erste Mal waschen: Gar nicht mal so leicht! Was ist Kochwäsche, was Buntwäsche, welche Farben dürfen nicht zusammen gewaschen werden? Meine Befürchtung beim ersten Waschgang: Danach ist sicher alles kaputt! War es aber nicht, alles hat überlebt.
Das erste Mal kochen: Schluss mit Hotel Mama hieß es für mich auch beim Kochen. Und da ich nicht ständig von Fertigkost leben will, sollte das erste Gericht etwas Besonderes werden. Aufgrund meiner kleinen Küche, nur zwei Herdplatten und ein bisschen Zeitnot und Unlust, wurde es nur ein Zucchini-Paprika-Gemüse.
Die erste Nacht allein: Seltsam war es, heimzukommen, und nicht von Menschen begrüßt zu werden. Aber ich genieße die Ruhe und habe zum Glück auch ein paar nette Nachbarn.

7. Juli 2017
#30: Entspannt
Es hat mich viele Nerven gekostet und war zeitaufwändig: das Pendeln nach Regensburg. Von zu Hause aus war ich hin zur Uni immer über eine Stunde unterwegs. Damit ist jetzt Schluss: Seit etwa zwei Wochen wohne ich in meiner ersten eigenen Wohnung. Dadurch ist es viel entspannter. Wie es mir in meiner Studentenbude geht? Das lest ihr in meinen nächsten Erkenntnissen.

30. Juni 2017
#29: Wo ist die 13?
Aufmerksame Leser haben bemerkt, dass bereits meine Erkenntnis der vergangenen Woche Nummer 29 war. Aber eigentlich war es Nummer 28, denn vor vielen, vielen Wochen habe ich mich verzählt und die 13. Erkenntnis einfach so übersprungen. Rechnen ist nicht meine Stärke. Gut, dass ich in meiner Mathe-Vorlesung in diesem Semester die Grundrechen-Arten von Neuem lerne. Jetzt weiß ich: 12 plus 1 ist ganz klar 13 und nicht 14.

23. Juni 2017
#29: Stadt, Land, ...
Langeweile in den Vorlesungen? Im Moment kein Problem, denn einige Kommilitonen und ich haben ein Kindheitsspiel wieder entdeckt: Stadt, Land, Fluss. Wir spielen es jetzt aber in Form einer süchtig-machenden App gegeneinander. In der Klausurenzeit könnte das noch ein Problem werden...

17. Juni 2017
#19: Spargel
Die Spargelzeit hat endlich ein Ende – zumindest in der Mensa. In den vergangenen Wochen gab es nämlich jeden Tag ein Spargelgericht und irgendwann wurden die Ideen immer abstruser: Pizza mit Spargel? Nein, danke! Zum Glück herrscht jetzt wieder Abwechslung auf dem Teller.

9. Juni 2017
#27: Im Block
Vor Kurzem hat sich eine Kommilitonin über ein Seminar beschwert: Woche für Woche muss sie dafür aufwendige Hausaufgaben erledigen und abgeben, das gesamte Semester über. Eine auszulassen ist nicht möglich, denn dann gilt das Seminar als nicht bestanden. Zum Glück habe ich dieses Seminar längst erledigt, denn ich war in den Semesterferien nicht untätig: Ich habe eine freie Woche für ein Blockseminar geopfert. Das heißt: fünf Tage am Stück Uni und dann eine Frist, um alle Hausaufgaben zu erledigen und gesammelt abzugeben. Dadurch habe ich jetzt meine Ruhe. Das ist eine super Methode, um nervige und aufwendige Seminare schnell abzuhaken.

2. Juni 2017
#26: Bewegend
Für ein Seminar an der Uni musste ich für ein Referat eine PowerPoint-Präsentation erstellen. Dabei habe ich entdeckt, dass gif-Dateien auf einer Folie funktionieren. Heißt: Sie bringen Bewegung in die Sache.

25. Mai 2017
#25: Sonnenschein
Endlich ist es draußen wieder sonnig. Das spürt man auch auf dem Campus: Überall sitzen Studenten mit Eis und genießen die Wärme. Besonders schön in Regensburg: der kleine See in der Nähe der Bibliothek. Da ist der Uni-Alltag gleich weniger trist.

19. Mai 2017
#25: Abwechslung
Typisch Vorlesung: Ich sitze in einem Hörsaal mit rund 200 anderen Studenten, ein Professor spricht und wir Studenten sind leise, hören zu und schreiben mit. Dieses Berieseltwerden kann auf Dauer ganz schön langweilig sein. Deswegen habe ich versucht, in diesem Semester ein Seminar einzuplanen, das den Uni-Alltag etwas auflockert. Geschafft! In meinem Biologie-Kurs dürfen wir viel ausprobieren und müssen uns nicht dauernd Fachwissen anhören. Wir dürfen selbst forschen, der Aha-Effekt blieb bisher in keiner Sitzung aus. Darum meine Empfehlung an angehende Studenten: Versucht in euer Studium Praxis einzubauen – das macht das Lernen umso spannender und leichter!

12. Mai 2017
#23: Ratscherei
Blablablablabla – Pause – Blablablablabla – Pause... Ungefähr so spricht ein neuer Dozent, den ich in diesem Semester jede Woche in einer Vorlesung habe. Er trägt alles monoton vor, macht unnötige, überlange Sprechpausen und liest dauernd von seiner Power-Point-Präsentation ab – Mehrwert für uns Studenten gleich Null. Er spricht so, als würde er gleich einschlafen. Wie wir das überleben? Mit reichlich Ratscherei!

5. Mai 2017
#22: Strahlend
Erste Semesterwoche, neue Räume und ungewohnte Wege: Diese führten eine Freundin und mich bei der Raumsuche in die Chemie-Fakultät vorbei an Räumen, deren Türen wir nie öffnen werden. „Vorsicht, radioaktiv!“, heißt es da auf Schildern. Gruselig!

28. April 2017
#21: Zeitumkehrer
Der Regensburger Campus hat mich wieder, denn seit vergangenen Montag läuft das Sommersemester. Deshalb versorge ich euch wieder jede Woche mit Erkenntnissen aus dem Studentenleben. Und die erste ließ auch gar nicht lange auf sich warten. Sie hat mit meinem vollgepackten Stundenplan zu tun. In diesem Semester wage ich nämlich ein Experiment: Zwei Veranstaltungen – ein Seminar und eine Vorlesung – finden zur selben Zeit statt und ich kann auf keine verzichten. Denn dadurch würde ich den Verlauf meines Studiums gefährden. Der Ausweg: Ich teile mich durch zwei oder leih’ mir Hermines Zeitumkehrer aus. Da Klonen nicht zu meinen Stärken gehört, Zeitreisen bisher nur in Filmen möglich sind und ein halbes Hirn nur halbherzig mitdenken kann, werde ich die Vorlesung schwänzen. Dort merkt keiner, dass ich fehle. Im Seminar dagegen herrscht strenge Anwesenheitspflicht. Gut, dass uns das Internet eine Lernplattform beschert hat, auf der die Professoren fleißig ihre Vorlesungsfolien verbreiten. So kann ich alles eigenständig nachholen. Ob das gut geht?