Der Brexit scheint zum Stillstand gekommen zu sein. Als die beiden Unterhändler Michel Barnier für die EU und David Davis für Großbritannien am Donnerstag ihre Bilanz über die fünfte Verhandlungsrunde zogen, war vom anfänglichen Lächeln und Schulterklopfen nichts mehr zu spüren.

"Wir haben konstruktive Gespräche gehabt, aber ohne Fortschritte", meinte der Franzose. David erinnerte fast schon wehmütig an die "neue Dynamik" zurückliegender Treffen, um dann alles aufzulisten, was noch offen ist. Eine Zwischenbilanz mit gravierenden Folgen: Denn eigentlich sollten bis Donnerstag die ersten Themen geklärt sein, damit man im Dezember bereits parallel über die künftigen Beziehungen reden kann. Nun dürften die Staats- und Regierungschefs der EU bei ihrem Gipfeltreffen in der kommenden Woche in Anwesenheit von Premierministerin Theresa May den Stand der Gespräche nüchtern als unbefriedigend beurteilen und noch eine letzte Chance für den Beginn der zweiten Phase bis Dezember einräumen. 

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