Berufsportrait Friseure: Überall dabei, aber im Hintergrund

Simona hat früher schon jeder ihrer Puppen die Haare gemacht. Heute ist sie Friseurin. Foto: Tanja Pfeffer

Ihre ersten Kreationen zierten die Köpfe von Kinderpuppen, heute hat Simona ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. Die 21-Jährige lernt Friseurin. Und beim typischen Klischee Waschen, Schneiden, Föhnen bleibt es bei Weitem nicht.

Über Umwege ist Simona David aus Geiselhöring zu ihrem Traumberuf gekommen. Nach ihrem Schulabschluss lernte sie Apothekenhelferin. „Ich habe damals viele Bewerbungen geschrieben und wurde da genommen. Die Arbeit war aber einfach nicht passend für mich. Eigentlich wollte ich schon immer Friseurin werden“, erinnert sich Simona. Diesen Traum hat sie sich mit einer Lehre bei Claudia Kronfeldner in Straubing erfüllt. Zusammen mit zwei weiteren Auszubildenden lernt sie dort den, wie sie findet, sehr abwechlungsreichen Beruf. Denn neben Waschen, Schneiden, Föhnen gehören zum Beispiel auch die Themen Färben, Make-up, Wellnessbehandlungen oder auch Gesichtsenthaarung zu ihrem Aufgabengebiet. Dass sich nur wenige ins Friseurhandwerk trauen, findet Simona schade: „Es ist ein sehr vielseitiger Beruf, mit dem man überall auf der Welt arbeiten kann. Wir sind immer dabei, allerdings im Hintergrund. Überall sind Frisuren und Make-up Thema, bei Modenschauen, im Theater oder bei Fotoproduktionen“, gibt Simona Beispiele. Eine frühere Mitarbeiterin des Salons hat sich beispielsweise als Friseurin bei einem Auslandsjahr Geld verdient, um weiterzureisen. Wichtig sei dabei die Offenheit für Neues und die Bereitschaft, sich weiterzubilden. Neben der Weiterbildung als Friseurmeister kann Simona beispielsweise als Visagistin, als Stylistin beim Theater oder beim Film, als Berufsschullehrerin oder auch im Wellnessbereich arbeiten. „Möglich sind auch Einsätze auf Kreuzfahrtschiffen, das ist sehr spannend“, zeigt Simonas Chefin Claudia Kronfeldner auf. Auch beliebt ist die Arbeit bei bestimmten Produktlinien wie Wella oder als Leiterin von Schulungen zum Beispiel zu Färbetechniken.

Simona möchte nach ihrer Lehre ihren Meister machen und danach als Geselle Erfahrungen in einem Betrieb sammeln. Ihr Traum ist ein eigener Laden. In vielen Betrieben arbeiten Friseure von Dienstag bis Samstag. Der Montag ist meist frei. Simonas Betrieb arbeitet allerdings von Montag bis Samstag. „Dafür habe ich dann unter der Woche einen Tag frei. Das finde ich eigentlich cooler, da ich so außerhalb vom Wochenende Zeit habe, etwas zu unternehmen.“

Kreativ mit viel Feingefühl

Friseure brauchen eine gute Feinmotorik und auch Feingefühl. Zudem sollten sie kreativ sein und ein Gefühl dafür haben, was angesagt ist. „Ich schaue mir zum Beispiel gerne Schnitt-Trends für Männer und Frauen im Internet oder auch in unseren Katalogen an“, betont Simona. „Es ist einfach wichtig zu wissen, wie man stylt.“

Neben den fachlichen Fähigkeiten sollten Friseurlehrlinge auch freundlich sein und gepflegt zur Arbeit erscheinen. „Das ist entscheidend für das Bild, das der Kunde von einem hat. Er soll sich ja wohlfühlen und einen guten Eindruck haben“, erklärt Simona. Sie selbst achtet auch darauf, nicht jeden Tag gleich zur Arbeit zu kommen. Manchmal trägt sie ihre Haare, wie heute, offen und glatt. Ein anderes Mal gelockt oder auch hochgesteckt. „Das Make-up sollte auch dezent bleiben. Zu viel ist nicht gut“, sagt sie.

Während der Ausbildung ist Simona einen Tag in der Woche in der Berufsschule, im ersten Lehrjahr waren es zwei Tage. Neben Fächern wie Mathe, Deutsch und Sozialkunde – die wichtig sind für spätere Abrechnungen, Mahnschreiben und einem guten Allgemeinwissen – gibt es viel Theorie und auch Praxisstunden innerhalb des Friseurhandwerks. Dazu gehören zum Beispiel Kurse wie Haut- und Haarbeurteilung, Aufbau des Haares oder die Dauerwelle. Den Praxisteil üben die Lehrlinge an Puppen. Im dritten Lehrjahr kommt der Kosmetikbereich mit Gesichtsmassage, Hautpflege oder auch Handmassage hinzu.

Besonders spannend findet Simona ihren Beruf, wenn sie am Ende eine größere Veränderung sieht. Deshalb gefällt ihr auch besonders die Arbeit mit Farben: „Da ist der Vorher-Nachher-Effekt viel größer.“

Friseure: Überall dabei, aber im Hintergrund Friseure: Überall dabei, aber im Hintergrund

Ihre ersten Kreationen zierten die Köpfe von Kinderpuppen, heute hat Simona ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. Die 21-Jährige lernt Friseurin. Und beim typischen Klischee Waschen, Schneiden, Föhnen bleibt es bei Weitem nicht.

Über Umwege ist Simona David aus Geiselhöring zu ihrem Traumberuf gekommen. Nach ihrem Schulabschluss lernte sie Apothekenhelferin. „Ich habe damals viele Bewerbungen geschrieben und wurde da genommen. Die Arbeit war aber einfach nicht passend für mich. Eigentlich wollte ich schon immer Friseurin werden“, erinnert sich Simona. Diesen Traum hat sie sich mit einer Lehre bei Claudia Kronfeldner in Straubing erfüllt. Zusammen mit zwei weiteren Auszubildenden lernt sie dort den, wie sie findet, sehr abwechlungsreichen Beruf. Denn neben Waschen, Schneiden, Föhnen gehören zum Beispiel auch die Themen Färben, Make-up, Wellnessbehandlungen oder auch Gesichtsenthaarung zu ihrem Aufgabengebiet. Dass sich nur wenige ins Friseurhandwerk trauen, findet Simona schade: „Es ist ein sehr vielseitiger Beruf, mit dem man überall auf der Welt arbeiten kann. Wir sind immer dabei, allerdings im Hintergrund. Überall sind Frisuren und Make-up Thema, bei Modenschauen, im Theater oder bei Fotoproduktionen“, gibt Simona Beispiele. Eine frühere Mitarbeiterin des Salons hat sich beispielsweise als Friseurin bei einem Auslandsjahr Geld verdient, um weiterzureisen. Wichtig sei dabei die Offenheit für Neues und die Bereitschaft, sich weiterzubilden. Neben der Weiterbildung als Friseurmeister kann Simona beispielsweise als Visagistin, als Stylistin beim Theater oder beim Film, als Berufsschullehrerin oder auch im Wellnessbereich arbeiten. „Möglich sind auch Einsätze auf Kreuzfahrtschiffen, das ist sehr spannend“, zeigt Simonas Chefin Claudia Kronfeldner auf. Auch beliebt ist die Arbeit bei bestimmten Produktlinien wie Wella oder als Leiterin von Schulungen zum Beispiel zu Färbetechniken.

Simona möchte nach ihrer Lehre ihren Meister machen und danach als Geselle Erfahrungen in einem Betrieb sammeln. Ihr Traum ist ein eigener Laden. In vielen Betrieben arbeiten Friseure von Dienstag bis Samstag. Der Montag ist meist frei. Simonas Betrieb arbeitet allerdings von Montag bis Samstag. „Dafür habe ich dann unter der Woche einen Tag frei. Das finde ich eigentlich cooler, da ich so außerhalb vom Wochenende Zeit habe, etwas zu unternehmen.“

Kreativ mit viel Feingefühl

Friseure brauchen eine gute Feinmotorik und auch Feingefühl. Zudem sollten sie kreativ sein und ein Gefühl dafür haben, was angesagt ist. „Ich schaue mir zum Beispiel gerne Schnitt-Trends für Männer und Frauen im Internet oder auch in unseren Katalogen an“, betont Simona. „Es ist einfach wichtig zu wissen, wie man stylt.“

Neben den fachlichen Fähigkeiten sollten Friseurlehrlinge auch freundlich sein und gepflegt zur Arbeit erscheinen. „Das ist entscheidend für das Bild, das der Kunde von einem hat. Er soll sich ja wohlfühlen und einen guten Eindruck haben“, erklärt Simona. Sie selbst achtet auch darauf, nicht jeden Tag gleich zur Arbeit zu kommen. Manchmal trägt sie ihre Haare, wie heute, offen und glatt. Ein anderes Mal gelockt oder auch hochgesteckt. „Das Make-up sollte auch dezent bleiben. Zu viel ist nicht gut“, sagt sie.

Während der Ausbildung ist Simona einen Tag in der Woche in der Berufsschule, im ersten Lehrjahr waren es zwei Tage. Neben Fächern wie Mathe, Deutsch und Sozialkunde – die wichtig sind für spätere Abrechnungen, Mahnschreiben und einem guten Allgemeinwissen – gibt es viel Theorie und auch Praxisstunden innerhalb des Friseurhandwerks. Dazu gehören zum Beispiel Kurse wie Haut- und Haarbeurteilung, Aufbau des Haares oder die Dauerwelle. Den Praxisteil üben die Lehrlinge an Puppen. Im dritten Lehrjahr kommt der Kosmetikbereich mit Gesichtsmassage, Hautpflege oder auch Handmassage hinzu.

Besonders spannend findet Simona ihren Beruf, wenn sie am Ende eine größere Veränderung sieht. Deshalb gefällt ihr auch besonders die Arbeit mit Farben: „Da ist der Vorher-Nachher-Effekt viel größer.“

Friseure: Überall dabei, aber im Hintergrund Aufgaben im Laufe des Tages

  • Arbeitsplätze und -materialien vorbereiten: Sind alle Bürsten sauber? Sind überall frische Handtücher?
  • Plan prüfen, wer mit wem zusammenarbeitet
  • Termine mit Kunden vereinbaren,persönlich und am Telefon
  • Kunden beraten
  • Farbwerte notieren beziehungsweise nachprüfen
  • Farben anrühren
  • Strähnen und Farbe auftragen
  • Augenbrauen und Wimpern färben
  • Haare waschen mit Kopfmassage
  • Frisuren schneiden
  • Haare föhnen und legen
  • Hochsteckfrisuren zaubern
  • Gesichtsenthaarung, wie beispielsweise Augenbrauen zupfen
  • Make-up
  • Produkte empfehlen und verkaufen

Friseure: Überall dabei, aber im Hintergrund Berufsbild in anderen Kulturen: Männer schneiden nur Männer, Frauen nur Frauen

Ein Jahr nach Simona hat Barzan Rasoul seine Ausbildung bei Claudia Kronfeldner begonnen. Der 16-Jährige ist vor knapp eineinhalb Jahren aus Syrien nach Deutschland geflohen. Weil er minderjährig und somit schulpflichtig ist, besuchte er die Berufsschule in Straubing. Während seiner Zeit dort hat er auch ein Praktikum als Friseur gemacht. Dabei ist er gleich geblieben und hat die Chance auf eine Ausbildung genutzt. Überrascht hat ihn, dass auch die Männerhaarschnitte in Deutschland oft von Frauen gemacht werden. „In Syrien schneiden nur Männer die Haare von Männern und andersherum nur Frauen die Haare von Frauen. Das ist hier anders“, vergleicht er. Außerdem wird ein viel größerer Wert auf den Bart gelegt. Die Haare werden auf verschiedene Weise behandelt – mit dem Rasiermesser, mit Feuer oder mit dem Faden. Die Fadentechnik hat Barzan auch in Deutschland entdeckt. Simona kann so zum Beispiel ihren Kunden die Augenbrauen zupfen.

Friseure: Überall dabei, aber im Hintergrund Berufssteckbrief

  • Berufsbezeichnung: Friseur/in
  • Ausbildungsdauer: Drei Jahre
  • Ausbildungsform: Duale Ausbildung im Handwerk
  • Schulabschluss: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgegeben, in der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit Hauptschulabschluss ein.
  • Mögliche Einsatzorte: in Fachbetrieben des Friseurhandwerks in Wellnesshotels bei Film- und Theaterproduktionen
  • Voraussetzungen: Geschicklichkeit, Kreativität, Sinn für Ästhetik, räumliches Vorstellungsvermögen, Kunden- und Serviceorientierung
  • Verdienst:

1. Ausbildungsjahr: 214 bis 450 Euro
2. Ausbildungsjahr: 253 bis 555 Euro
3. Ausbildungsjahr: 341 bis 700 Euro

Quelle: Bundesagentur für Arbeit

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