Berufsportrait Berufssteckbrief: Buchhändler

Ausbildungsart:

Duale Ausbildung in drei Jahren; Verkürzung möglich

 

Schulabschluss:

Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit Hochschulreife ein.

 

Anforderungen:

Kommunikationsfähigkeit, Kunden- und Serviceorientierung, Lernbereitschaft, um sich über aktuelle Entwicklungen auf dem Buchmarkt auf dem Laufenden zu halten, rechnerische Fähigkeiten

 

Verdienst:

1. Ausbildungsjahr: 574 - 785 Euro

2. Ausbildungsjahr: 631 - 872 Euro

3. Ausbildungsjahr: 671 - 961 Euro

 

(Quelle: Bundesagentur für Arbeit)

Die zauberhafte Welt der Bücher: Susanne Manz macht eine Ausbildung zur Buchhändlerin Die zauberhafte Welt der Bücher: Susanne Manz macht eine Ausbildung zur Buchhändlerin

Wer Bücher liebt, fühlt sich an Susannes Arbeitsplatz sofort wohl. Die 19-Jährige macht eine Ausbildung zur Buchhändlerin bei Bücher Pustet in Straubing.

Mindestens zwei, manchmal sogar bis zu sechs Bücher liest Susanne Manz pro Woche. Und das mit großer Leidenschaft. Die 19-jährige Landauerin ist im zweiten Ausbildungsjahr zur Buchhändlerin und hat das Glück, dabei Hobby und Beruf miteinander verbinden zu können.

„Ich habe schon mit 17 Abitur gemacht und wollte dann nicht gleich studieren“, erzählt Susanne. Da sie immer schon jede freie Minute zum Lesen nutzt und auch beruflich etwas in Richtung Medien machen wollte, habe sie sich schon in der Schule für diese Ausbildung interessiert. Nach einem zweiwöchigen Praktikum bei Bücher Pustet war für Susanne klar: Das ist es.

„Ich habe mich dann direkt für die Filiale in Straubing beworben, weil ich auch unbedingt in einer größeren Buchhandlung arbeiten wollte. Das hat auch gleich geklappt“, erklärt die 19-Jährige freudig.

Mittlerweile ist Susanne ein fester Bestandteil des Teams und in alle Arbeitsabläufe eingebunden. „Das Schöne ist, dass jeder Arbeitstag anders und abwechslungsreich ist“, erzählt sie aus ihrem Berufsalltag. „Wenn ich zum Beispiel um 8 Uhr morgens anfange, gehört zu meinen ersten Aufgaben, dass ich die neuen Bücher, die über Nacht angeliefert worden sind, auspacke und verräume“, beschreibt Susanne. Um 9 Uhr öffnet dann die Filiale und ab da geht es weiter mit Kundenberatung, Dekorieren der verschiedenen Büchertische oder Schaufenster, Verteilen der Post, Eingabe der neuen Ware in ein spezielles System, und, und, und. Auch das Schreiben von Rezensionen für die Homepage der Buchhandlung gehört dazu.

Kontakt mit vielen Menschen

„Hier ist es nie langweilig und ich kann selbstständig arbeiten. Das macht Spaß“, erzählt Susanne. Manchmal muss die Auszubildende auch Bücher, die Kunden bestellt haben, zu diesen nach Hause liefern oder Buchsendungen in ein Seniorenheim oder die Justizvollzugsanstalt bringen. „Dass so etwas auch dazugehört, war mir vor meiner Ausbildung gar nicht klar, aber dadurch kommt man mit ganz vielen unterschiedlichen Menschen in Kontakt. Hauptaufgabe von Buchhändlern aber ist natürlich die Beratung der Kunden. „Manche kommen einfach und sagen ‘Ich suche ein Buch für meinen Onkel zum Geburtstag’“, erzählt sie. Mit so einer Information könne man natürlich erst einmal wenig anfangen. Ihre Aufgabe sei es dann, weiterzufragen. Wie alt der Onkel sei, welche Hobbys er habe, ob der Kunde denn weiß, welche Bücher der Onkel gerne liest und so weiter. „So lange, bis man eine echte Kaufempfehlung abgeben kann“, sagt Susanne.

Ausschlaggebend dafür ist natürlich, selber ein möglichst breitgefächertes Wissen in den verschiedensten Buchsparten zu haben. „Ich versuche, immer ganz vielfältig zu lesen und auf dem neuesten Stand zu sein“, erklärt Susanne. Am meisten schlägt ihr Herz aber trotzdem für Krimis und Thriller. „Eins meiner Lieblingsbücher ist zum Beispiel ‘Die Therapie’ von Sebastian Fitzek“, erzählt sie. „Und ich liebe alles von Edgar Allan Poe.“

Begeisterung fürs Lesen

Überhaupt ist die Begeisterung fürs Lesen und die Buchwelt an sich für Susanne das Wichtigste, was Interessierte für eine Ausbildung zum Buchhändler mitbringen sollten. „Und man sollte offen auf andere zugehen können“, rät sie. Zu den nicht ganz so schönen Seiten am Buchhändler-Beruf gehöre, dass man oft arbeiten muss, wenn andere schon frei haben. „Ich arbeite zum Beispiel jeden zweiten Samstag und auch an Weihnachten und Silvester hat unsere Filiale offen“, erklärt sie. Daran habe sie sich anfangs auch erst gewöhnen müssen, aber dafür schätzt sie es jetzt umso mehr, dafür auch unter der Woche einmal frei zu haben und selber Dinge erledigen zu können.

Die schulische Ausbildung absolviert Susanne im Blockunterricht an der Berufsschule für Medienberufe in München. Ihren Beruf sieht Susanne trotz der großen Konkurrenz durch den Internet-Riesen Amazon nicht in Gefahr. „Ich glaube fest daran, dass es auch in 20 Jahren noch Buchhandlungen geben wird.

Die zauberhafte Welt der Bücher: Susanne Manz macht eine Ausbildung zur Buchhändlerin Drei Buchtipps von Susanne

Susanne hat Tipps:

„Elanus“ von Ursula Poznanski: Ein Thriller für Jugendliche ab 14, der sich mit hochaktuellen Themen wie Wirtschaftskriminalität und modernen Überwachungsformen beschäftigt. (Loewe Verlag)

„Secret Fire. Die Entflammten“ von C.J. Daugherty: Ein Fantasy-Roman um gefährliche Magie im Leben zweier Teenies. (Oetinger Verlag)

„Die Attentäter“ von Antonia Michaelis: Ein Roman, der einen beklemmenden Blick in die Abgründe des Terrorismus liefert. (Oetinger Verlag)

 

Die zauberhafte Welt der Bücher: Susanne Manz macht eine Ausbildung zur Buchhändlerin Berufssteckbrief: Buchhändler

Ausbildungsart:

Duale Ausbildung in drei Jahren; Verkürzung möglich

 

Schulabschluss:

Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit Hochschulreife ein.

 

Anforderungen:

Kommunikationsfähigkeit, Kunden- und Serviceorientierung, Lernbereitschaft, um sich über aktuelle Entwicklungen auf dem Buchmarkt auf dem Laufenden zu halten, rechnerische Fähigkeiten

 

Verdienst:

1. Ausbildungsjahr: 574 - 785 Euro

2. Ausbildungsjahr: 631 - 872 Euro

3. Ausbildungsjahr: 671 - 961 Euro

 

(Quelle: Bundesagentur für Arbeit)

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