Beckendorf Ein Adventkranz brennt

Der völlig verkohlte Adventkranz, der in Beckendorf zu einem Feuerwehreinsatz führte. Foto: rr

Ein Adventskranz hat am Dienstag einen Zimmerbrand im Bad Kötztinger Ortsteil Beckendorf einen Zimmerbrand ausgelöst. Aus bislang ungeklärter Ursache fing das Gesteck Kurz vor 10 Uhr Feuer. Damit einher ging eine immense Rauchentwicklung im Zimmer. Eine Frau konnte sich und ihren zweijährigen Sohn aus dem Zimmer retten und ins Freie bringen, ehe sie eigene Löschversuche einleitete.

Unter dem Stichwort "Zimmerbrand mit Person in Gefahr" alarmierte die Leitstelle die Feuerwehren aus Sperlhammer, Bad Kötzting, Grafenwiesen und Arndorf. Nach Eintreffen der ersten Einsatzkräfte konnte Kommandant Florian Heigl insofern Entwarnung geben, als dass die Flammen soweit abgelöscht waren. Ein Atemschutztrupp der Feuerwehr Bad Kötzting untersuchte nach Belüften der Räume diese mit der Wärmebildkamera nach eventuellen Glutnestern ab. Außerdem räumten die Einsatzkräfte restliches Brandgut aus dem Haus und entfernten Löschwasser.

Information der Polizei zufolge, kamen Mutter und Sohn vorsorglich mit dem BRK wegen einer Rauchgasinhalation ins Krankenhaus.

In diesem Zusammenhang rät die Feuerwehr zu vorsichtigem Umgang mit Adventsgestecken:

• Kerzen sollten nicht in der Nähe von brennbaren Gegenständen oder an einem Ort mit starker Zugluft aufgestellt werden.

• Kerzen gehören immer in eine standfeste, nicht brennbare Halterung, an die Kinder nicht gelangen können.

• Kerzen dürfen nie unbeaufsichtigt brennen - vor allem nicht, wenn Kinder dabei sind.

• Streichhölzer und Feuerzeuge müssen einem kindersicheren Platz auf verwahrt sein.

• Kerzen an Adventskränzen und Gestecken rechtzeitig, bevor sie heruntergebrannt sind: Tannengrün trocknet mit der Zeit aus und wird zur Brandgefahr.

• Bei elektrischen Lichterketten muss darauf geachtet werden, dass die Steckdosen nicht überlastet werden. Elektrische Kerzen sollten ein Prüfsiegel tragen, das den VDE-Bestimmungen entspricht.

• Beim Entzünden "echter" Kerzen, müssen Löschmittel bereit stehen.

• Kommt es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zum Brand, rät die Feuerwehr, dieses nur zu löschen, wenn Eigengefährdung ausgeschlossen ist. Ansonsten muss die Tür zum Brandraum geschlossen werden und die Wohnung verlassen werden. Dann kann die Feuerwehr über Notruf 112 alarmiert werden.

• Rauchwarnmelder in der Wohnung verringern das Risiko der unbemerkten Brandausbreitung enorm. Diese sind nach Ablauf des Jahres auch in Bestandsbauten Pflicht.

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