Bayernliga Süd DJK Vilzing geht mit ungutem Gefühl in die Winterpause

Die DJK Vilzing hat zum Jahresabschluss gegen den TSV Landsberg verloren. Foto: Fabian Roßmann

Zum Jahresabschluss hat die DJK Vilzing 1:3 gegen den TSV Landsberg verloren. Trainer Uli Karmann war im Anschluss "brutal enttäuscht".

Nach der letzten Partie des Jahres saß Uli Karmann noch minutenlang auf der Auswechselbank. Aus seinem Blick sprach Enttäuschung. Erst hatte er den Kopf gesenkt, dann hob er ihn und sah sich aus der Ferne an, wie die Mannschaft des TSV Landsberg am Mittelkreis ihren Sieg feierte. Mit 1:3 hatte die DJK Vilzing zuvor gegen den bis dahin Tabellenvorletzten verloren und war damit ihrer Favoritenrolle nicht gerecht geworden.

Schon in der ersten Hälfte wackelte die DJK-Abwehr bedenklich und hatte ein ums andere Mal Glück, dass die Gäste ihre Chancen nicht verwerten konnten. Auf der anderen Seite gelang den Huthgartenkickern vor den Augen von Ex-Bundesliga-Stürmer Sascha Mölders, der aktuell für 1860 München in der Regionalliga auf Torejagd geht, sogar die Führung, als Marius Dimmelmeier nach einem verlängerten Eckball traf. Somit lief zumindest ergebnistechnisch alles in die richtige Richtung. Doch das Spiel der DJK verbesserte sich in Durchgang zwei nur unwesentlich. Und so glich Philipp Siegwart kurz nach der Pause aus und ein Doppelschlag durch Manuel Detmar (63.) und Dominik Schön (64.) sorgte für den Landsberger Sieg.

Karmann: "Das war leider nichts"

"Das war leider nichts heute", fasste Karmann die 90 Minuten kurz zusammen und fand deutliche Worte: "Wir haben gemeint, wir können ein bisschen Fußball spielen und das reicht. Der Gegner war hochmotiviert und aggressiv - das hat uns gefehlt. Das war im Zweikampfverhalten zu wenig, die Wachheit hat gefehlt und wir waren immer einen Schritt zu spät." Auch in der zweiten Halbzeit sei es nicht mehr gelungen, "den Hebel umzulegen und unsere gewohnten Tugenden auf den Platz zu bringen." Karmanns Fazit: "Wenn du so in ein Spiel reingehst, dann ist es wahnsinnig schwierig, das zu korrigieren. Es waren einfach zu viele Spieler, die nicht am Toplevel gespielt haben."

Unter dem Strich haben bei der DJK vor allem die Grundtugenden gefehlt. "Wir müssen unsere Spiele über eine geschlossene Mannschaftsleistung, Aggressivität und eine hohe Laufleistung gewinnen. Heute war der Gegner einfach fleißiger als wir und dann schauen wir nicht gut aus", sagte Karmann.

Bei der DJK hatte man sich vorgenommen, das starke Jahr 2017 mit einem Erfolg im letzten Spiel zu krönen und mit einem guten Gefühl in die Pause zu gehen. Doch das ist nicht gelungen. Entsprechend war Karmann "brutal enttäuscht". Zwar würden allen Mannschaften immer wieder solche Spiele passieren. "Aber es ist doppelt bitter, dass es am letzten Spieltag passiert ist und man es jetzt so lange im Kopf hat", sagte Karmann.

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