Haßberge Kirchenasyl für Afghanen: Pfarrerin fordert Initiative

Kirchenasyl sollte in früherer Zeit Schutz gewähren. Foto: Federico Gambarini, dpa, Symbolfoto
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Kirchenasyl sollte in früherer Zeit Schutz gewähren. (Foto: Federico Gambarini, dpa, Symbolfoto)

Im unterfränkischen Haßberge hat ein junger Afghane wegen der umstrittenen Sammelabschiebung in der vergangenen Woche Kirchenasyl gefunden - die Pfarrerin dort fordert nun eine bundesweite Initiative.

"Das ist so hart, was den Afghanen jetzt passiert, dass überall (in Deutschland) Gruppen sie schützen", erläuterte Doris Otminghaus am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Allerdings seien die Unterstützer der von Abschiebung bedrohten Afghanen untereinander noch nicht ausreichend vernetzt. Das müsse jetzt erfolgen, um politisch Druck ausüben zu können. "Das beste, was kommen kann, ist eine Gegenbewegung für diese spezielle Personengruppe."

Der Afghane, der im evangelischen Kirchenasyl in Haßberge untergekommen ist, lebt bereits seit sechs Jahren in Deutschland. Der 22-Jährige hätte nach Angaben von Otminghaus am vergangenen Mittwoch eigentlich abgeschoben werden sollen - im Rahmen der ersten Sammelabschiebung von Deutschland aus in Richtung Kabul. In dem Charterflug saßen 34 abgelehnte afghanische Asylbewerber, davon kamen acht aus Bayern. Für den in Haßberge untergekommenen jungen Mann hat sein Arbeitgeber nach Angaben der Pfarrerin eine Petition beim Landtag eingereicht.

  1. Autor

    dpa
  2. Datum

    19.12.2016 14:31 Uhr
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Kommentare

@Geronimo: Die Kirchen sind sich des Straftatsarguments wohl bewusst. In einem Dokument der EKM zum Thema Kirchenasyl wird die Auffassung vertreten, niemand dürfe durch das geltende Recht zu Handlungen gezwungen werden, die gegen das eigene Gewissen verstoßen. Erinnert das nicht ein wenig an die Scharia, die von den meisten Muslimen über säkulares Recht gestellt wird ?

Gut das wir alle schon aus dieser "Organisation " ausgetreten sind......Die hochwürdigen Damen und Herren scheren sich einen Dreck um das deutsche Recht.....ihr braucht euch nicht zu wundern ,wenn ihr in 10 Jahren ganz alleine in euren Kirchen hockt...Jetzt seid ihr ja immerhin noch zu zehnt bei einer Gemeinde mit 5.000 Leuten......
Dann muss man die Gesetzesbrecher halt mit abschieben......Dann sind alle schön vereint...

Zugegeben, es ist hart, was diesem Afghanen passiert. In seiner Heimat droht ihm ein harter Existenzkampf. Was tun ? Es sind leider über eine halbe Million solcher Einzelfälle - teils sogar schlimmere, etwa alleinstehende Frauen, die ein viel übleres Schicksal erwartet. Es ist legitim, über Anpassungen unserer Gesetze zu diskutieren - aber auch neu gezogene Grenzen würden wieder irgend jemandem nicht gefallen. Von daher sind Abschiebungen nach geltendem Recht für einen Rechtsstaat die einzig richtige Konsequenz.

Wenn der Afghane abgeschoben hätte werden sollen dann ist seine Duldung aufgehoben worden. Somit hält er sich Illegal in Deutschland auf. Der illegale Aufenthalt ist nach wie vor eine Straftat nach §95 AufenthG.
Somit macht sich die Pfarrerin gerade der Beihilfe einer Straftat schuldig. Das sollte ihr mal sagen.

Mach das bitte. Wie sie Dich dann anschließend verbal zusammenfaltet, möchte ich aber gerne hören.

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