Auslandsblog Eintrag 13: Surfing and Solo – 28. Februar 2017

Vier Wochen sind um und ich genieße somit die fünfte und letzte Woche meiner Sommerferien. Und so entscheide ich, auf eigene Faust noch einmal mehr die Schönheit dieses Landes zu erkunden. Ich mache einen mehrtätigen Surfkurs am Strand von Sumner (Christchurch) um alle nötigen Basics draufzuhaben, um anschließend problemlos alleine Surfen gehen zu können. Nach mehreren Tagen Training, Meerwasser schlucken und Muskelkater in den Armen bin ich sogar vorbereitet für die schlimmsten Wellen. Mein Surflehrer erklärt mir, dass ich durch mein Yoga und Tanz einen erheblichen Vorteil mit der Balance und Beweglichkeit habe und ich freue mich, doch nicht alles falsch gemacht zu haben.

Ich lerne eine Frau aus Südafrika kennen. Wir surfen zufälligerweise immer synchron auf der gleichen Welle und unser Surflehrer beschreibt uns darauf hin als die Seelenverwandten.

Nach großartigen Tagen am Strand zieht es mich dann nach Akaroa. Ein zweites Mal besuche ich mein Traumland und es hat sich nicht verändert. Ein paar mehr Touristen sind dieses Mal dort, aber auf meinem vierstündigen Wanderweg zur Spitze einer Bay bin ich dann doch mehr oder weniger fast alleine und genieße die Ruhe und den Vogelgesang. Auf dem Rückweg schaffe ich es dann, nur eine Stunde statt meiner drei Stunden Hinweg zu laufen, da es sich so schnell abgekühlt hat. Ich habe leider keine warmen Sachen für die kleine Wanderung eingepackt, und so renne ich so schnell ich kann zurück um nicht ganz auszukühlen. Es ist gerade nochmal gut gegangen, doch ich lerne daraus, dass gute Vorbereitungen bei diesen Wanderungen das A und O sind. Vor allem in Neuseeland, wo es schon mal vier Jahreszeiten an einem Tag geben kann.

Meine Sommerferien neigen sich dem Ende zu und ich starte in den Schuljahresanfang mit einer Fortbildung für Lehrer, die sich mit der Thematik „SOLO Taxonomy“ auseinandersetzt. SOLO gibt mir die Möglichkeit, Schüler noch gezielter dabei zu unterstützen, Testaufgaben und Aufsätze mit guter Struktur und Übersicht zu vervollständigen. SOLO gliedert sich in Prestuctural, Unistructural, Multistuctural, Rational und Extended Abstract. Ziel ist, seinen Standpunkt selbst einschätzen zu können und zu erkennen, was zu einer super Antwort noch fehlt. Dazu hilft ein großes Vokabular, welches ebenfalls unter jedem Schritt zu finden ist. Das von Universitäten erprobte SOLO ist jedoch für jede Altersstufe anzuwenden. Pam Hook zeigt uns bei dieser Fortbildung ebenfalls viele erfolgreiche Bespiele aus der Arbeit von Schülern aus der Grundschule, welche SOLO anwenden. Pam Hook ist eine großartige Frau, die einem neben ihre liebevollen, ehrlichen und lustigen Erzählungen die Wichtigkeit von SOLO nahebringt. Ich höre dem Vortrag gespannt zu und hoffe, dass SOLO noch größer wird und häufiger angewendet wird. SOLO ist nicht dazu da, Schüler in Schubladen zu stecken und zu klassifizieren, sondern Schülern zu zeigen, zu was sie eigentlich fähig sein können und in welchem Lernfortschritt sie sich gerade befinden.

Mit diesem tollen Ferienende und der großartigen Fortbildung freu ich mich auf ein neues Schuljahr und großartige Dinge, die ich erfahren darf.

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