Auslandsblog Eintrag 17: Surfing in Raglan and a Tattoo in Auckland - 19. Mai 2017

Den Tag nach meiner langen Wanderung und dem nun sehr präsenten Muskelkater schlendere ich durch die Läden von Taupo und mache ich mittags auf den Weg nach Raglan auf. Dort verbringe ich mehrere Tage nur damit, surfen zu gehen und ab und an in einer Bäckerei vorbeizuschauen, die deutsches Brot verkauft. Ich vermisse das schöne, dunkle deutsche Brot und freue mich nun jedes Mal wie ein Glückspilz, wenn ich es zum Verkauf sehe.

Die Wellen in Raglan sind zum Surfen ein Traum und wenn ich könnte, würde ich am liebsten für immer hier bleiben. Die Kombination zwischen Sonnenuntergang, Surfbrettern und Salzwasser ist einfach unschlagbar. Ich dachte eigentlich immer, keinen direkten Lieblingsort in Neuseeland zu haben und konnte mich immer schwer auf genau einen Ort mit unglaublicher Natur festlegen. Doch jetzt bin ich mir ziemlich sicher, dass Raglan mein Lieblingsort ist.

Außerdem kann ich euch das entspannte Raglan Backpackers (www. raglanbackpackers.co.nz) mit Whirlpool und Hängematte nur wärmstens ans Herz legen.

Nach meinen Surftagen in Raglan gehe ich in Hamilton bei Studenten Couchsurfen und schaue mir am darauffolgenden Tag in der Früh die botanischen Gärten von Hamilton an.

Von Hamilton geht mein Trip weiter nach Coromandel, wo ich mich vom „hot water beach“ und die Cathedral Cove inspirieren lasse. Der „hot water beach“ ist ein Strandabschnitt der Pazifikküste, wo ich eine Mulde in den Sand grabe, um in heißen Wasser baden zu gehen. Das Wasser ist in diesem Abschnitt deshalb heiß, da unter der Oberfläche heiße Gesteinsschichten durch frühere Vulkanausbrüche verborgen liegen. Diese heißen Steine bringen das Wasser zum Kochen und geben mir so die Möglichkeit, während der Ebbe, nach guter Buddel-Arbeit in einem natürlichen Hot Pool am Strand zu entspannen.

Von Coromandel führt mein Weg zu Freunden in Mata Mata, die ich an Silvester in Invercargill kennen gelernt habe und verbringe mit ihnen den Tag. Da Hobbiton in Mata Mata zu finden ist, komme ich natürlich auch nicht darum herum, an einer Tour durch das Movie Set von Hobbiton teilzunehmen und bin davon begeistert, wie viel Detail und liebe die Künstler in ihre Arbeit für dieses Filmset gestellt haben. Ich genieße es, mich endlich einmal etwas größer neben all diesen kleinen Hobbit-höhlen zu fühlen und erfahre unter anderem, dass die Künstler jedes einzelne Blatt des Baums, der über Fords Hobbit-Höhle wächst, in einem anderen grün anmalen mussten, da dieser spezielle Grünton besser in den Hobbit- und auch Herr der Ringe-Film gepasst hat. Wie viel detailgetreue Arbeit hinter einem Filmset steckt ist einfach unglaublich.

Anschließend mache ich einen kurzen Stopp in Tauranga, besichtige das Reittherapiezentrum, in dem eine andere Freundin von mir arbeitet und mache ich von dort aus am Mittwoch in der Früh auf den Weg nach Auckland. Durch die Rushhour in Auckland kann sich die Fahrt jedoch meist ein paar Stunden verzögern und so komme ich gerade noch Punktlich um 14 Uhr zu meinem Beratungstermin für mein erstes Tattoo im „Black Cat Tattoo Studio an“. Später schaue ich mir „The Fast and the Furious“ im Kino an am Donnerstag mache ich einen Ausflug auf die Waiheke Island, um ganz viele Kunstläden zu erkunden, den Tag an verschiedenen kleinen Stränden zu genießen und die beste Calzone der ganzen Welt in der Dragonfired Pizzeria (http://dragonfired.co.nz; einem kleinen schwarzen Imbissstand am Meer) zu essen, das ich bis jetzt probiert habe. Am Abend fahre ich zurück zu guten Freunden nach Auckland.

Freitag in der Früh ist dann der große Tag. Der Tag an dem ich mein erstes Tattoo bekommen werde. Ich bin ziemlich aufgeregt, da ich das Kunstwerk meiner Tätowiererin Erica noch überhaupt nicht gesehen habe und es außerdem für mein Leben lang auf meiner Haut tragen werde.

Wir fügen noch ein paar Details zum Kunstwerk hinzu und sobald ich zufrieden bin geht es dann auch schon los.

Ich muss sagen, dass ich es mir viel schmerzvoller vorgestellt habe und durch die präzise und sogleich schnelle Arbeit von Erica war mein Tattoo überraschenderweise nach eineinhalb Stunden sogar schon fertig. Das Tattoo soll mich insgesamt an meine wunderschöne Zeit und der damit meiner verbundenen Entwicklung erinnern, doch die tiefere Bedeutung bleibt mein Geheimnis.

Ich bin sehr froh. es gemacht zu haben und fliege mit gutem Gewissen noch am gleichen Tag zurück nach Christchurch – und damit zurück nach Hause.

Die letzten Tage meiner Osterferien verbringe ich zusammen mit einer Freundin, die ich beim Surfen kennen gelernt habe. Wir tanzen, erkunden Oxford und gehen auf das Konzert von „The Butlers“ (Band meines Surflehrers) und den „Soaked Oats“(Studenten-Band aus Dunedin) welche in der Wunder-bar in Lyttleton (Stadtteil von Christchurch) ein Konzert geben. Und wie der Zufall will, treffe ich an diesem guten Abend einen guten Freund (www.youtube.com/channel/UCcl_x4iYOhYPoIWcYQXtJsw/feed) aus meiner Heimatstadt.

Hiermit ein großes Dankeschön an alle Freunde, die mich bei dieser Reise unterstützt haben, mich zum Flughafen gefahren haben, die ich besuchen und bei denen ich übernachten konnte und mit denen ich einzigartige Momente erleben durfte. Ihr macht es mir möglich, meine kleine Reise durch die Nordinsel wahrzunehmen und genießen zu können. Ich danke euch dafür!

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