Adlkofen Brandserie geht weiter

Zum dritten Mal innerhalb einer Woche brannte es nun in dem gleichen Wohnhaus in Adlkofen (Kreis Landshut). Während der betroffene Familienvater gezielte fremdenfeindliche Brandanschläge vermutet, dementiert die Polizei dies aktuell entschieden. (Symbolbild) Foto: Mathias Adam - Symbolbild

Der dritte Brand innerhalb einer Woche im gleichen Wohnhaus in Adlkofen (Kreis Landshut). Für Polizei und Feuerwehr wird das Gebäude allmählich zum "Dauerbrenner". Der muslimische Familienvater erhebt Vorwürfe, es würde sich um gezielte Brandanschläge auf sein Haus handeln. Die Polizei dementiert.

Zweimal brannte es zunächst binnen drei Tagen in einem Wohnhaus in der Fichtenstraße in Adlkofen. Erst die Couch, dann Kleidungsstücke im Schlafzimmer.

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Die Serie geht weiter. Nun also der dritte Brand in der Fichtenstraße. Wieder in dem selben Wohnhaus. Am Mittwochmorgen wurde die Integrierte Leitstelle gegen 10.40 Uhr alarmiert. Direkt am Gebäude gelagertes Holz hatte Feuer gefangen. Personen kamen dabei auch diesmal nicht zu Schaden. Allerdings entstand ein geschätzter Sachschaden von rund 5.000 Euro. Damit liegt der Gesamtschaden aller drei Brände nun bei rund 15.100 Euro.

Der muslimische Familienvater des betroffenen Wohnhauses äußerte derweil den Verdacht, dass es sich bei den Bränden möglicherweise um gezielte, politisch motivierte Brandanschläge handeln könne. Dies äußerte Mesut Karaüzüm, Vorsitzender der Türkisch Islamischen Union Anstalt für Religion (DITIB), jüngst gegenüber der Landshuter Zeitung. Ihm habe sich der Familienvater, der ebenfalls DITIB angehört, nach den Geschehnissen dementsprechend anvertraut. 

Eine Mutmaßung, die relativ unwahrscheinlich scheint. Zumal insbesondere die ersten beiden Brände im Inneren des Gebäudes ausgebrochen waren. Wohl auch daraus resultierend schiebt die Polizei diesem geäußerten Verdacht eindeutig einen Riegel vor. "Uns liegen absolut keine Hinweise auf einen Brandanschlag vor", äußert sich Polizeisprecher Günther Tomaschko gegenüber idowa. Für einen fremdenfeindlichen Hintergrund gebe es "keine Anhaltspunkte". 

Die Ermittlungen der Kripo laufen auf Hochtouren. Ermittelt wird in alle Richtungen. Hinweise auf einen technischen Defekt als Brandursache hätten sich allerdings bislang ebenfalls nicht ergeben. 

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