3600 Sekunden Gegen die Zeit: Freistunde testet das Live Act Game in Regensburg

Wie geht's weiter? Sophia und David planen den nächsten Schritt. Foto: Florian Wende

Ein Hotelzimmer: Alte Vorhänge lassen kein Licht in den Raum. Die Tapete hängt von der Wand. Neben dem Schrank steht eine Maschine. Rauch dringt aus ihr hervor. Sie blinkt. Es ist eine Bombe. Wir haben 60 Minuten Zeit, um sie zu entschärfen. Eine Reportage aus drei Perspektiven.

Flo

Die Tür fällt hinter mir ins Schloss. Ein Radio dudelt vor sich hin. Schweigend lassen Sophia, David und ich die Blicke schweifen. Ein Schrank, ein Schreibtisch, ein Bett und ein kleiner Tisch mit Stühlen umgeben uns. Über dem Schrank hängt ein kleiner Bildschirm. Er flackert auf. Ein Video beginnt. Danach ist uns klar, was unsere Aufgabe ist: Wir müssen die Bombe im Raum entschärfen. 3 600 Sekunden ab jetzt.

David

Wir stürmen los - anfangs planlos, dann mit Taktik: erst mal alles zusammentragen, was uns nützen könnte. Sophia durchsucht den Kleiderschrank, Flo nimmt sich den Schreibtisch vor. Ich gehe zum Bett und reiße die Bettdecke nach oben: ein riesiger Blutfleck. Was hier wohl passiert ist? Egal! Nicht darüber nachdenken. Die Bombe tickt.

Sophia

Im Kleiderschrank hängt ein Sakko. Ich taste die Taschen ab: ein Portemonnaie. Er ist leer bis auf einen Ausweis. Er gehört dem Geheimagenten, der in diesem Zimmer angegriffen wurde. Wir wissen jetzt seinen Namen.

David

Mein Herz schlägt wie verrückt. Ich starre immer noch erschrocken auf das rot gesprenkelte Bett. Flo und Sophia tragen fleißig alles auf dem Tisch zusammen, was sie in dem Raum finden können. Ich stehe wie angewurzelt da. Dann reißt mich Sophia aus der Trance: "Da! Ein Schlüssel!" Doch die Frage ist: In welches Schloss passt er? Und was finden wir als nächstes?

Flo

Auf dem Schreibtisch vor mir steht ein Laptop. Ich klappe ihn auf. Ein Anmeldefenster erscheint. Benutzername und Passwort? Mist, haben wir nicht.

Sophia

Als ich Flo höre, habe ich einen Geistesblitz. Das muss weibliche Intuition gewesen sein. Wir schaffen es, den Laptop zu entsperren und finden eine Audiodatei. Wir wissen nichts mit ihr anzufangen. Plötzlich klopft es: ein Hinweis. Die Spielleiterin, die uns über mehrere Kameras beobachtet, will uns etwas mitteilen. Gespannt blicke ich zum Bildschirm über dem Schrank. Jetzt wissen wir, was zu tun ist. Nach mehreren Versuchen gelingt es uns, den Zahlencode eines Koffers zu entschlüsseln, den David zuvor gefunden hat. Aus der Richtung der Bombe ertönt plötzlich ein durchdringendes Piepen. Rauch strömt aus einer Öffnung hervor. Erschrocken schauen wir uns an und wissen: Die Zeit drängt. Nur noch 40 Minuten.

David

Gespannt öffnen wir den Koffer. Geldscheine und ein Taschenrechner fallen mir in die Hände. "Soll ich das Geld zählen?", frage ich nervös in die Runde. Sophia und Flo nicken und untersuchen dann den restlichen Inhalt des dunkelbraunen Koffers. Ich sortiere in Eile die Scheine.

Flo

Der Koffer hält nichts weiteres Interessantes bereit. Sophia und ich widmen uns wieder dem Raum. Eine andere Box fällt mir auf. Jemand von uns hat sie wohl entdeckt und in der Eile auf den kleinen Tisch gestellt. Sie ist - na klar - verschlossen. Verdammt... So kommen wir nicht weiter. Und David zählt immer noch die Geldscheine.

David

Ich bin zwischen den Zahlen gefangen und merke erst nach ein paar Sekunden, dass meine Meinung gefragt ist. Flo und Sophia wollen sich beraten, wie wir weiter vorgehen sollen. Keiner hat eine Idee, wie wir die Kiste aufbekommen könnten. "Sollen wir einen Hinweis nehmen?", frage ich. Drei haben wir insgesamt frei und sie könnten uns weiterhelfen.

Flo

"Nein!", antworten ich und Sophia sofort. Das schaffen wir selbst, denke ich mir und fühle mich in meiner Ehre verletzt. Ich sehe mir die Kiste nochmal genau an. Und da fällt mir eine kleine Musterung auf... Das könnte doch... Das wäre dann... Zack, sie ist offen.

Sophia

Die Uhr zeigt mittlerweile nur noch weniger als 25 Minuten an. Wir werden hektischer. Sekunde um Sekunde verstreicht. Wie sollen wir weiter machen? Da fällt mir ein Buch in die Hand, das wir bisher noch nicht beachtet haben. Hier muss doch noch ein Hinweis sein. David zählt übrigens immer noch das Geld.

Flo

Ich blättere schnell das Buch durch. Nichts Außergewöhnliches. Da kommt mir eine Idee. Wir haben doch vorher noch einen Gegenstand bekommen, der uns helfen könnte... Tatsächlich. Wir finden eine Zahl nach der anderen heraus. Das muss der Code sein, um die Bombe zu entschärfen. Mit zitternden Händen gebe ich eine Ziffer nach der anderen in das Kästchen an der Bombe ein. Ich blicke fragend zu Sophia und David. Sie nicken. Enter. Die Uhr zeigt 16:51 Minuten an. Das Licht geht an, die Tür auf.

Weitere Infos zum Life Act Game in Regensburg gibt’s unter www.lifeactgame.de.

Gegen die Zeit: Freistunde testet das Live Act Game in Regensburg Gegen die Zeit: Freistunde testet das Live Act Game in Regensburg

Ein Hotelzimmer: Alte Vorhänge lassen kein Licht in den Raum. Die Tapete hängt von der Wand. Neben dem Schrank steht eine Maschine. Rauch dringt aus ihr hervor. Sie blinkt. Es ist eine Bombe. Wir haben 60 Minuten Zeit, um sie zu entschärfen. Eine Reportage aus drei Perspektiven.

Flo

Die Tür fällt hinter mir ins Schloss. Ein Radio dudelt vor sich hin. Schweigend lassen Sophia, David und ich die Blicke schweifen. Ein Schrank, ein Schreibtisch, ein Bett und ein kleiner Tisch mit Stühlen umgeben uns. Über dem Schrank hängt ein kleiner Bildschirm. Er flackert auf. Ein Video beginnt. Danach ist uns klar, was unsere Aufgabe ist: Wir müssen die Bombe im Raum entschärfen. 3 600 Sekunden ab jetzt.

David

Wir stürmen los - anfangs planlos, dann mit Taktik: erst mal alles zusammentragen, was uns nützen könnte. Sophia durchsucht den Kleiderschrank, Flo nimmt sich den Schreibtisch vor. Ich gehe zum Bett und reiße die Bettdecke nach oben: ein riesiger Blutfleck. Was hier wohl passiert ist? Egal! Nicht darüber nachdenken. Die Bombe tickt.

Sophia

Im Kleiderschrank hängt ein Sakko. Ich taste die Taschen ab: ein Portemonnaie. Er ist leer bis auf einen Ausweis. Er gehört dem Geheimagenten, der in diesem Zimmer angegriffen wurde. Wir wissen jetzt seinen Namen.

David

Mein Herz schlägt wie verrückt. Ich starre immer noch erschrocken auf das rot gesprenkelte Bett. Flo und Sophia tragen fleißig alles auf dem Tisch zusammen, was sie in dem Raum finden können. Ich stehe wie angewurzelt da. Dann reißt mich Sophia aus der Trance: "Da! Ein Schlüssel!" Doch die Frage ist: In welches Schloss passt er? Und was finden wir als nächstes?

Flo

Auf dem Schreibtisch vor mir steht ein Laptop. Ich klappe ihn auf. Ein Anmeldefenster erscheint. Benutzername und Passwort? Mist, haben wir nicht.

Sophia

Als ich Flo höre, habe ich einen Geistesblitz. Das muss weibliche Intuition gewesen sein. Wir schaffen es, den Laptop zu entsperren und finden eine Audiodatei. Wir wissen nichts mit ihr anzufangen. Plötzlich klopft es: ein Hinweis. Die Spielleiterin, die uns über mehrere Kameras beobachtet, will uns etwas mitteilen. Gespannt blicke ich zum Bildschirm über dem Schrank. Jetzt wissen wir, was zu tun ist. Nach mehreren Versuchen gelingt es uns, den Zahlencode eines Koffers zu entschlüsseln, den David zuvor gefunden hat. Aus der Richtung der Bombe ertönt plötzlich ein durchdringendes Piepen. Rauch strömt aus einer Öffnung hervor. Erschrocken schauen wir uns an und wissen: Die Zeit drängt. Nur noch 40 Minuten.

David

Gespannt öffnen wir den Koffer. Geldscheine und ein Taschenrechner fallen mir in die Hände. "Soll ich das Geld zählen?", frage ich nervös in die Runde. Sophia und Flo nicken und untersuchen dann den restlichen Inhalt des dunkelbraunen Koffers. Ich sortiere in Eile die Scheine.

Flo

Der Koffer hält nichts weiteres Interessantes bereit. Sophia und ich widmen uns wieder dem Raum. Eine andere Box fällt mir auf. Jemand von uns hat sie wohl entdeckt und in der Eile auf den kleinen Tisch gestellt. Sie ist - na klar - verschlossen. Verdammt... So kommen wir nicht weiter. Und David zählt immer noch die Geldscheine.

David

Ich bin zwischen den Zahlen gefangen und merke erst nach ein paar Sekunden, dass meine Meinung gefragt ist. Flo und Sophia wollen sich beraten, wie wir weiter vorgehen sollen. Keiner hat eine Idee, wie wir die Kiste aufbekommen könnten. "Sollen wir einen Hinweis nehmen?", frage ich. Drei haben wir insgesamt frei und sie könnten uns weiterhelfen.

Flo

"Nein!", antworten ich und Sophia sofort. Das schaffen wir selbst, denke ich mir und fühle mich in meiner Ehre verletzt. Ich sehe mir die Kiste nochmal genau an. Und da fällt mir eine kleine Musterung auf... Das könnte doch... Das wäre dann... Zack, sie ist offen.

Sophia

Die Uhr zeigt mittlerweile nur noch weniger als 25 Minuten an. Wir werden hektischer. Sekunde um Sekunde verstreicht. Wie sollen wir weiter machen? Da fällt mir ein Buch in die Hand, das wir bisher noch nicht beachtet haben. Hier muss doch noch ein Hinweis sein. David zählt übrigens immer noch das Geld.

Flo

Ich blättere schnell das Buch durch. Nichts Außergewöhnliches. Da kommt mir eine Idee. Wir haben doch vorher noch einen Gegenstand bekommen, der uns helfen könnte... Tatsächlich. Wir finden eine Zahl nach der anderen heraus. Das muss der Code sein, um die Bombe zu entschärfen. Mit zitternden Händen gebe ich eine Ziffer nach der anderen in das Kästchen an der Bombe ein. Ich blicke fragend zu Sophia und David. Sie nicken. Enter. Die Uhr zeigt 16:51 Minuten an. Das Licht geht an, die Tür auf.

Weitere Infos zum Life Act Game in Regensburg gibt’s unter www.lifeactgame.de.

Gegen die Zeit: Freistunde testet das Live Act Game in Regensburg Spannung pur: Das sind Escape Games

Eingeschlossen in einem Raum, um in einer bestimmten Zeit Rätsel zu lösen und sich zu befreien – so lässt sich das Prinzip der Escape Games beschreiben. Was anfangs als Computer- oder Browserspiel programmiert wurde, gibt es in immer mehr Städten als Gruppenspiel im realen Leben. Die Spiele schweißen die Gruppe als Team zusammen, machen Lust auf Detektivarbeit und versprechen spannende Erlebnisse hautnah.

Dabei steckt viel Arbeit hinter den Spielkonzepten: Passende Möbel müssen gesucht, Hinweise gelegt und alle möglichen Eventualitäten durchdacht werden. Die Spielleiter der Escape Games müssen den Spielern immer einen Schritt voraus sein. Oft werden auch Telefone und Computer in das Spiel integriert, mit denen die Teilnehmer dann wirklich telefonieren oder E-Mails verschicken müssen.

Dabei gibt es viele unterschiedliche Szenarien: Von Krimi bis Horror ist alles vertreten.

Je nach Handlung und Schwierigkeitsgrad der Räume wird auch die Altersfreigabe für die Spiele festgelegt. Die Macher der Escape Games in Regensburg empfehlen die Teilnahme erst ab 16 Jahren.

Wer sich noch nicht sicher ist, ob sich diese Art von Abenteuerspiel für einen eignet, kann sie auch als Brettspiel ausprobieren. Diese kosten zwischen 10 und 50 Euro und werden zum Beispiel von den Verlagen Kosmos oder Noris angeboten. Zu bedenken gibt es aber, dass du manche Spiele nur einmal spielen kannst, weil du danach zu viel weißt.

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