2. Bundesliga SSV Jahn: Fünf Gründe für Platz drei

Der Jahn jubelte in Fürth und hat mit dem Sieg den Klassenerhalt fix gemacht. Was geht nun noch in der restlichen Saison? Foto: imago

Den Abstiegskampf hat der SSV Jahn Regensburg bereits hinter sich gelassen. Aber was geht für die Oberpfälzer noch nach oben?

Den Abstiegskampf hat Trainer Achim Beierlorzer für seinen SSV Jahn Regensburg nach dem vergangenen 2:1-Sieg bei der SpVgg Greuther Fürth für beendet erklärt. 44 Zähler haben die Oberpfälzer seitdem auf dem Konto und dürften nach unten abgesichert sein. „Schierer Wahnsinn“ sei die Situation in der 2. Liga, sagte Beierlorzer am Donnerstag bei der Pressekonferenz. Der kommende Gegner FC St. Pauli steht mit 37 Punkten auf dem Relegationsplatz. Das deutet vier Spieltage vor Schluss darauf hin, dass dieses Mal selbst 40 Punkte nicht für den Klassenerhalt reichen könnten.

Der Jahn muss sich damit nicht mehr groß beschäftigen. Er kann den Blick eher nach oben richten. Fünf Zähler beträgt der Rückstand auf Holstein Kiel auf Relegationsplatz drei. Was spricht dafür, dass der Jahn nach dem Erreichen des „historischen“ Ziels Klassenerhalt die nächste Sensation schafft? Fünf Gründe für Platz drei:

  • Der Jahn kann Schlussspurt: Vergangene Drittligasaison stand der Jahn vier Spieltage vor Schluss – genauso wie jetzt – auf Rang vier. Damals betrug der Abstand auf den Drittplatzierten Magdeburg aber nur einen Zähler. Mit einer Niederlage und drei Siegen setzte sich der Jahn damals durch und schnappte sich noch den Relegationsplatz. Heißt: Der Jahn bewahrt in der heißen Phase kühlen Kopf und ist da, wenn es drauf ankommt.
     
  • Befreit aufspielen: Mit dem frühzeitigen Klassenerhalt hat der SSV Jahn die Erwartungen bereits weit übertroffen. Regensburg spielt eine fantastische Saison und diese wird – unabhängig von den restlichen Ergebnissen – als großartiges Jahr in die Geschichtsbücher eingehen. Nun kann der Jahn nur noch gewinnen. „Wir können jetzt befreit aufspielen, ohne großen Druck“, sagte Beierlorzer am Donnerstag.

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  • Konkurrenz spielt gegeneinander: Der Spielplan spricht für den Jahn! Nicht, weil die Regensburger ein vermeintlich leichtes Restprogramm haben – denn das gibt es in dieser ausgeglichenen Liga nicht! Aber die vorderen drei treffen noch in direkten Duellen aufeinander und nehmen sich dadurch gegenseitig Punkte weg. Kiel muss zum Beispiel noch gegen Nürnberg, in Ingolstadt und in Düsseldorf ran.
     
  • „The trend is your friend“: Diesen Satz von Uli Hoeneß kann sich der Jahn im Endspurt der Saison vielleicht zu Nutze machen. Die Regensburger führen die Rückrundentabelle an und liegen hier klar vor Holstein Kiel (Platz 11). Die Form stimmt beim Jahn und könnte nun weitere Punkte aufs Konto bringen.
     
  • (Fast) Alle an Bord: „Konkurrenzkampf belebt das Geschäft“, sagt Achim Beierlorzer. Wie schon in der gesamten Saison, speziell in der Rückrunde, ist der Konkurrenzkampf bei der Jahnelf groß, die Spieler pushen sich im Training gegenseitig zu Höchstleistungen. Es gab kaum Verletzungen und auch jetzt stehen Beierlorzer bis auf wenige Ausnahmen alle Spieler zur Verfügung. Jeder muss alles geben, keiner kann sich ausruhen. Bringt das die entscheidenden Prozentpunkte im Saisonfinale?

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