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Artikel vom 05. März 2013 11:57, 61 mal gelesen

Jahresbilanz der PI Kelheim

Mehr Unfälle, mehr Tote, weniger Alkohol

Autor: red
Symbolbild: Mathias Adam

Symbolbild: Mathias Adam

2012 war im Landkreis Kelheim leider ein unfallreiches Jahr. Auf den Straßen ereigneten sich mehr Unfälle als noch ein Jahr zuvor. Besonders auffällig ist laut Polizei der Anstieg der Unfälle, bei denen Personen getötet wurden. Aber es gibt auch positive Aspekte: So gingen im Vergleich zum Vorjahr die Unfälle unter Alkoholeinfluss deutlich zurück.

Die Verkehrsunfallstatistik der PI Kelheim im Wortlaut:

In der Verkehrsunfallstatistik befasst sich die Polizei mit dem Verkehrsunfalllagebild, Schulwegunfällen, Geschwindigkeitsunfällen, Alkohol- sowie Drogenunfällen, und Unfällen mit der Beteiligung von jungen Erwachsenen ( 18 bis 24 Jahre) sowie motorisierten Zweiradfahrern.

Vorweg ist festzustellen, dass es im Jahr 2012 im Vergleich zu 2011 in der Entwicklung der Unfallzahlen sowohl positive als auch negative Erscheinungen gab. Die Gesamtunfallzahlen, die Unfälle mit Personenschaden und die Kleinunfälle sind im Jahr 2012 angestiegen. Besonders auffällig ist der Anstieg der Verkehrsunfälle mit getöteten Personen. Lediglich die Unfälle mit schwerwiegenden Sachschäden gingen 2012 zurück.

Im Vergleich zu 2011, wo insgesamt 1822 Verkehrsunfälle im Bereich der PI Kelheim aufgenommen wurden, stieg die Gesamtunfallzahl im Jahr 2012 um 100 Unfälle auf 1922 an. Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden steigerte sich zwar von 294 auf 308, erfreulich festzustellen war jedoch, dass trotz Steigerung dieser Unfälle die Zahl der verletzten Personen von 397 auf 387 zurückging. Besonders auffallend war die Zahl der bei Verkehrsunfällen getöteten Personen, welche von zwei (2011) leider auf sieben (2012) angestiegen ist.

Im Bereich der Schulwegunfälle war ein Anstieg von zwei auf vier festzustellen. Hier stieg auch die Zahl der verletzten Personen von zwei auf vier an. Zwei der vier Schulwegunfälle ereigneten sich in Kelheim. Einem zehnjährigen Radfahrer hatte ein Pkw-Fahrer die Vorfahrt genommen. Ein weiterer Verkehrsunfall ereignete sich in Kelheim am Rennweg, als ein 13-jähriger Junge mit seinem Fahrrad unvermittelt vor einen Pkw fuhr und von diesem erfasst wurde. Beide Schüler wurden hierbei leicht verletzt. Anzumerken ist, dass keiner der Schüler einen Fahrradhelm trug. In diesem Zusammenhang wird auf die Wichtigkeit der Benutzung eines Fahrradhelmes erneut hingewiesen.

Ein weiterer Verkehrsunfall mit einem achtjährigen Schüler ereignete sich in Neustadt a.d. Donau. Der Achtjährige war unvermittelt auf die Fahrbahn vor einen Pkw getreten und wurde von diesem erfasst. Der Junge wurde hierbei schwer verletzt.

Der vierte Schulwegunfall ereignete sich in Riedenburg. Hier fuhr ein bisher unbekannter Pkw auf den Gehweg und erfasst beim Vorbeifahren eine 13-jährige Schülerin mit dem rechten Außenspiegel. Die Schülerin wurde hierbei leicht verletzt und der Fahrzeugführer beging Unfallflucht. .

Die Zahl der Verkehrsunfälle, bei welchen die Ursache überhöhte Geschwindigkeit war, stieg von 83 auf 96 an. Hierbei stieg auch die Zahl der Verletzten von 65 auf 72 an. Die Unfälle mit getöteten Verkehrsteilnehmern stiegen in diesem Bereich von einem auf vier an. So bleibt festzustellen, dass die Gesamtzahl der Geschwindigkeitsunfälle, Unfälle mit Personenschaden und der dabei verletzten und getöteten Personen zum Teil erheblich angestiegen ist.

Erfreulich ist, dass Verkehrsunfälle, bei denen die Ursache Alkoholeinfluss des Fahrzeugsführers war, deutlich zurückgegangen sind. Von 43 gingen die Unfälle auf 28 zurück. Bei den alkoholeinflussbedingten Verkehrsunfällen wurde im Jahr 2012 eine Person getötet und 28 verletzt. Im Vergleich zu 2011: Hier wurde keine Person getötet und 17 verletzt.

Die Zahl der Trunkenheitsfahrten, bei welchen keine Verkehrsunfälle stattfanden, ging von 84 auf 72 zurück.

Ein besonderes Augenmerk in der Unfallstatistik legt die Polizei auch auf die sogenannte Risikogruppe der Fahranfänger oder auch junge Erwachsene. Hier ist die Alterklasse von 18 bis 24 Jahren erfasst. Die Beteiligung der Risikogruppe junge Erwachsene an den Gesamtunfällen und bei den Unfällen mit Personenschaden hat sich von 225 auf 206 verringert. Angestiegen ist die Zahl der Beteiligten jungen Erwachsenen bei den getöteten und verletzten Personen. Getötet wurden 2012 zwei Personen und verletzt 71. Im Vergleich zu 2011: Hier gab es keine getötete Personen aber 69 verletzte Personen.

Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Ursache Drogeneinfluss ging von zwei auf einen zurück. Allerdings: Die festgestellten folgenlosen Drogenfahrten verzeichnen einen Anstieg von 35 auf 45. Da es sich hier um ein sogenanntes Kontrolldelikt handelt, ist dass ein Indiz dafür, dass in diesem Bereich weiterhin konsequente Verkehrskontrollen durchgeführt werden müssen.

Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle im motorisierten Zweiradverkehr ging von 48 auf 43 zurück. Erfreulich ist hier auch festzustellen, dass die Unfälle in diesem Bereich mit Personenschaden von 44 auf 36 zurück gingen und die bei den Unfällen Verletzten von 56 auf 40 Fälle zurück gingen. Bei den getöteten Personen blieb die Zahl mit einer gleich.

Die Zahl der Wildunfälle steigerte sich leider auch von 554 auf 657 Fälle.

Die Verkehrsunfallstatistik zeigt auf, dass die konsequenten Verkehrskontrollen durch die Polizeiinspektion Kelheim im Jahr 2012 ihre Wirkung zeigten und ein deutlicher Rückgang der Verkehrsunfälle mit Ursache Alkoholeinfluss zu verzeichnen war.

Auch die im Jahr 2012 durchgeführten Geschwindigkeitskontrollen und Kontrollen des Zweiradverkehrs zeigen nun Früchte. Konsequente Lasermessungen und Geschwindkeilskontrollen im Dienstbereich der PI Kelheim führten vermutlich dazu, dass etwas vorsichtiger und langsamer gefahren wurde. Die Folge waren hier weniger Verkehrsunfälle.

In der Gesamtbilanz ging auch die Gesamtzahl der verletzten Personen zurück. Leider war bei den jungen Erwachsenen ein Anstieg von zwei getöteten Personen festzustellen.

Auch im Jahr 2013 werden nach Auskunft des Leiters der Polizeiinspektion Kelheim, Herrn EPHK Banczyk, im Rahmen des Verkehrssicherheitsprogramms 2020 " - Bayern mobil - sicher ans Ziel - Aufbruch Bayern", konsequente Verkehrskontrollen in den Bereichen Geschwindigkeit, Drogen und Alkohol am Steuer und Zweiradverkehr durchgeführt. Ziel ist es weiter, die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu erhöhen.

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