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Artikel vom 05. März 2013 16:00, 1420 mal gelesen

Roding

„Harlem Shake“ am Esper untersagt

Veranstaltung über Facebook angekündigt, jedoch nicht bei der Stadt gemeldet

Autor: Alexander Laube
Der "Harlem Shake" in Straubing sorgte den Zuschauern für begeistertes Klatschen. Weniger begeistert: die Polizei. Die unangemeldete Veranstaltung könnte ein rechtliches Nachspiel haben. (Foto: David Voltz)

Der "Harlem Shake" in Straubing sorgte den Zuschauern für begeistertes Klatschen. Weniger begeistert: die Polizei. Die unangemeldete Veranstaltung könnte ein rechtliches Nachspiel haben. (Foto: David Voltz)

Rund 200 bis 300 Zuschauer, etwa 50 wild herumhüpfende Tänzer zu Musik aus einer Stereoanlage - so das Szenario, das sich Ende Februar am Theresienplatz in Straubing abgespielt hat (wir berichteten). Das Ganze nennt sich "Harlem Shake" und ist der neuste Trend aus dem Internet.

Ein "Harlem Shake" ist eine spontan anmutende öffentliche Tanzaktion, zu der jedoch vorher im Internet, meist über Facebook, aufgerufen wurde. Zum gleichnamigen Lied tanzen dann die Teilnehmer wirr durcheinander - etwa eine Minute lang - dann war im Straubinger Fall alles wieder vorbei.

Nun ist auch in Roding ein solcher "Harlem Shake" über Facebook angekündigt worden. Ein 17-Jähriger rief dazu auf, die Veranstaltung am kommenden Wochenende zu besuchen. Bislang konnten über 30 Teilnehmer verzeichnet werden, rund 300 weitere waren eingeladen.

Da der "Harlem Shake" am Esper nicht bei der Stadtverwaltung angemeldet war, schritt die Stadt Roding ein. Der Jugendliche wurde zum Einlenken bewegt, die Aktion wird nicht stattfinden.

Bilder vom Harlem Shake in Straubing (11 Einträge)

 

"Grundsätzlich muss jede Veranstaltung auf städtischem Grund bei uns gemeldet werden. Wir prüfen dann, ob eine Genehmigung erteilt wird", erklärt Erich Klinger, bei der Stadt Roding zuständig für Liegenschaften, auf Nachfrage der Chamer Zeitung/Rodinger Kurier.

Man brauche genaue Daten, wann eine Veranstaltung stattfinden wird, wie lange sie dauert und wie viele Personen teilnehmen werden. Bei größeren Veranstaltungen müsse die Polizei mit eingebunden werden, um für die Sicherheit zu sorgen. "Außerdem entscheiden wir dann, ob eine Genehmigung für die Benutzung von Strom und Wasser erteilt wird", erläutert Klinger die weitere Vorgehensweise. Zudem werde geprüft, welche Fachstellen der Stadtverwaltung in die Entscheidung einbezogen werden müssen.

"Es muss jedoch bei jeder angemeldeten Veranstaltung individuell über eine Genehmigung entschieden werden", sagt Klinger. Im Fall des für das Wochenende angekündigten "Harlem Shakes" hätte man keine Genehmigung erteilt, da der in Facebook angegebene Veranstalter noch minderjährig und somit noch nicht voll geschäftsfähig sei. "Es muss ja ein Veranstalter da sein, der die Haftung übernehmen kann, falls etwas passiert", erklärt Erich Klinger.

Ob demnächst ein "Harlem Shake" am Esper stattfinden wird, bleibt also abzuwarten. Sollte ein entsprechender Antrag bei der Stadt Roding eingehen, werde man darüber entscheiden, lässt Erich Klinger wissen.

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Roding, Bayern, Deutschland

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