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Artikel vom 05. März 2013 18:37, 477 mal gelesen

Unfallstatistik in Straubing

Beim Abbiegen kracht es am häufigsten

2012 gab es 1 536 Unfälle im Stadtgebiet – Anzahl der Verletzten ging auf 275 zurück

Autor: su
Bei einem tragischen Unfall starb ein 19-Jähriger. Die Polizei vermutet, dass die spiegelglatte Fahrbahn daran Schuld war. Foto: Mathias Adam

Bei einem tragischen Unfall starb ein 19-Jähriger. Die Polizei vermutet, dass die spiegelglatte Fahrbahn daran Schuld war. Foto: Mathias Adam

1 536 Unfälle gab es im Jahr 2012 im Stadtgebiet. Ein Anstieg von 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, allerdings über die Jahre gesehen ein durchschnittlicher Wert. Und dabei müsse man einrechnen, dass Einwohnerzahl (45 056) und damit angemeldete Autos (24 399), Lastwagen (2 244) und Motorräder (2 102) gestiegen sind. Polizei und Stadt präsentierten die Unfallentwicklung am Dienstag im Rathaus. Und gingen auch auf die Unfallschwerpunkte ein, an deren Spitze, wie in den Vorjahren, Auf- und Abfahrten der Ittlinger Straße zur B 20 stehen.

Martin Hellmuth von der Polizeiinspektion stellte nach der Begrüßung durch Bürgermeisterin Maria Stelzl und einer Einführung von Alfons Bielmaier von der Verkehrsüberwachung, die aktuelle Statistik vor. Froh ist man über die niedrigste Anzahl von Unfällen mit Personenschäden (224), der gleichbleibend niedrigen Anzahl von Verletzten (275) und der niedrigsten Anzahl seit rund zehn Jahren bei den Alkoholunfällen (27). Allerdings verzeichnete man eine gestiegene Anzahl von Unfällen unter Drogeneinfluss (6) und 245 mit ungeklärter Unfallflucht - der bisherige Höchststand.

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Unfallstatistik - die Unfallschwerpunkte in der Stadt Straubing

Die meisten erfassten Verkehrsunfälle, 843, zählen zu "den kleineren Unfällen", bei denen nur Kratzer im Lack oder Beulen im Auto zu beklagen sind. 469 zählen zu den schwereren, bei denen zum Beispiel die Vorfahrt missachtet wurde, es zu größeren Schäden kam und Punkte in Flensburg fällig wurden. 224 Unfälle zählt die Statistik, bei denen Menschen verletzt wurden. Ein Toter, ein 19-Jähriger beim Unfall auf der Staatsstraße bei Hornstorf wegen Straßenglätte, war leider auch darunter.

Häufigste Unfallursachen (257), wie in den vergangenen Jahren, waren Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren oder beim Ein- und Anfahren. Gefolgt von ungenügendem Sicherheitsabstand (161) und der Missachtung der Vorfahrt (121), gefolgt von der "falschen Straßenbenutzung" (54), sprich Radfahrer, die das Rechtsfahrgebot nicht beachtet haben. Junge Erwachsene zwischen 18 und 24 Jahren waren an 175 Unfällen beteiligt. Sie machten die meisten Fehler beim Wenden und Abbiegen (20), gefolgt von der Missachtung der Vorfahrt (14) und Fahrfehlern (13). Fünf waren mit Alkohol und drei mit Drogen im Blut in Verkehrsunfälle verwickelt. Bei den Senioren ab 65 Jahren, bei denen 137 Unfälle verzeichnet sind, waren die Hauptunfallursache Fahrfehler (29) ebenfalls gefolgt von Vorfahrtsfehlern (25) und falschem Abbiegen (10).

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Positiv sieht die Polizei den Rückgang der Alkoholunfälle, die den niedrigsten Wert seit zehn Jahren erreichten. Bei 27 Unfällen kamen 14 Personen zu Schaden. Gegenüber dem Spitzenreiterjahr 2004 mit 55 Unfällen und 22 Verletzten und einem Toten eine Halbierung. Die meisten Alkoholunfälle passierten am Wochenende, sieben an Samstagen, sechs an Sonntagen. Freitags kam es zu vier Unfällen unter Alkoholeinfluss, montags, dienstags und donnerstags jeweils drei Stück. Am Mittwoch wird am wenigsten getrunken, an diesem Wochentag verzeichnet die Statistik nur einen Alkoholunfall. Die meisten Verkehrsunfälle erreigneten sich nach Feierabend gegen 18 Uhr, gefolgt von der Zeit zwischen 20 und 21 Uhr und morgens zwischen 3 und 4 Uhr. 19 Kinder wurden bei Unfällen leicht bis schwer verletzt, teilweise, weil sie sich nicht angemessen im Straßenverkehr verhielten. Darunter waren drei Schulwegunfälle, die sich im Vergleich zu 2011, acht Schulwegunfälle, mehr als halbiert haben.

Unfall bei Sossau/Straubing: (12 Einträge)

 


Die Zahlen des unerlaubten Entfernens vom Unfallort stiegen stark an. 377 Fälle sind bekannt, bei 123 wurden die flüchtenden Fahrer ermittelt. 254 aber kamen davon, dies sind meist kleine Auffahrunfälle bei geparkten Autos, bei denen kein Zeuge anwesend war. Unfallflucht ist kein Kavaliersdelikt, wenn man erwischt wird, drohen saftige Konsequenzen.

Unfälle im Kreisverkehr gab es insgesamt 13: Geiselhöringer Straße (2), Jahnplatz (1), Landshuter Straße (1), Sachsenring (4) und Erletacker. An den Kreiseln der Äußeren Passauer Straße und der Eichendorffstraße passierte 2012 kein Unfall. 86 Wildunfälle waren zu verzeichnen, betroffen waren vor allem die Straßen bei Unterzeitldorn, Sossau, Lerchenhaid und Eglsee.

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Straubing, Bayern, Deutschland

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