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Artikel vom 03. März 2013 20:17, 245 mal gelesen

Landshut Cannibals

Cannibals holen gegen Schlusslicht Riessersee wichtigen Derbysieg

Autor: nag
Thomas Brandl steuerte zwei Treffer zum Sieg der Landshut Cannibals bei. (Foto: Vincon)

Thomas Brandl steuerte zwei Treffer zum Sieg der Landshut Cannibals bei. (Foto: Vincon)

Das war ein unerwartet hartes Stück Arbeit: Die Landshut Cannibals haben am Sonntagabend vor 2 469 Zuschauern im Eisstadion am Gutenbergweg das prestigeträchtige Derby der Altmeister gegen den SC Riessersee mit 5:3 (2:1, 1:2, 2:0) gewonnen. Damit hat die Truppe von Coach Jiri Ehrenberger wichtige Punkte im Rennen um das Playoff-Heimrecht gemacht. Nach dem "Sixpack" am Wochenende liegen die Dreihelmenstädter aktuell sogar auf Rang drei der 2. Bundesliga.

Die Kannibalen zeigten gestern mal wieder zwei Gesichter. Einerseits kombinierten sie sich sehr erfrischend vor den SCR-Kasten und feuerten dann aus allen Rohren, andererseits verloren sie dank altbekannter Schwächen im Powerplay und im Spielaufbau oftmals den roten Faden und hatten so mit dem Tabellen-Schlusslicht doch erheblich mehr Mühe als erwartet. Bitter: Edeltechniker Jaro Kracik verletzte sich im Mittelabschnitt schwer am rechten Auge und muss sich heute eingehenderen Untersuchungen unterziehen. Ob und wie lange der Angreifer ausfällt, ist noch unklar.

Einstand nach Maß - für die Werdenfelser: Die zogen nach nicht einmal drei gespielten Minuten mit 1:0 in Front. Jacob Morissette stürmte hinter den Kasten und durfte relativ unbedrängt auf Andrew Lord zurücklegen, der die Scheibe nur noch im Kasten unterbringen musste. Danach war's eine zerfahrene Angelegenheit. Richtig viele vielversprechende Einschussmöglichkeiten boten sich nicht - auch, weil auf beiden Seiten oftmals der letzte Pass nicht ankam. So regierte angesichts vieler Stockfehler und Unzulänglichkeiten im Zuspiel vor allem Kommissar Zufall. Als die Scheibe mal bei Cody Thornton landete, war's aber so weit: Der Kanadier tankte sich auf links durch den Garmischer Abwehrverbund und krönte sein tolles Solo per Rückhandschlenzer mit dem Treffer zum 1:1 (14.). Endlich rührte sich was: Bis zur ersten Sirene waren nur noch die Landshuter am Drücker und münzten dies kurzerhand in Zählbares um: Thomas Brandl netzte auf Vorarbeit von Markus Welz ein - schon stand's 2:1 (17.).

Bilder vom Spiel Landshut - Riessersee (20 Einträge)

 


Wo die rot-weißen Kufenflitzer schon mal so richtig in Fahrt waren, machten sie nach dem ersten Pausentee gleich weiter: In der 22. Minute wuchtete Thomas Brandl die Scheibe aus drei Metern ins Tor. Auch in der Folge gab's für die Fans geballte Kannibalen-Power zu bewundern. Ein schöner Spielzug jagte den nächsten, bloß den Weg in den Kasten fand der Puck nicht.

Von den Landshutern derart vorgeführt, ließen sich die Garmischer in Person von Andrew Lord zu einem Frustfoul hinreißen. Der Angreifer bearbeitete Jaro Kraciks Gesicht mit dem Schläger. Die Konsequenzen: für Lord eine Spieldauerstrafe und für den Tschechen eine Platzwunde, die noch in der Kabine mit vier Stichen neben und unter dem Auge genäht werden musste. In der fünfminütigen Überzahl bekleckerten sich die Dreihelmenstädter allerdings nicht mit Ruhm. Richtig ernsthafte Chancen kreierten sie nicht. Im Gegenteil: Wieder komplett, machte Riessersee ernst und verkürzte durch Jacob Morissette auf 2:3 (38.). Und es sollte für die Cannibals noch übler kommen: 41 Sekunden vor der zweiten Pause erzielte Sebastian Eickmann das 3:3.

Was Jiri Ehrenberger zu seinen Jungs in der Kabine gesagt hat, ist nicht überliefert. Egal - seine Truppe riss sich jedenfalls im letzten Abschnitt am Riemen und das Ruder wieder herum. Diesmal versenkte Max Brandl die Scheibe zum 4:3 im Netz (42.). Obschon die Rot-Weißen in der Folge - trotz Spieldauerstrafe für den meuternden David Elsner - die Partie dominierten, blieb's angesichts der Chancenauswertung eine enge Kiste. Erst 31 Sekunden vor Ultimo machte Martin Davidek mit seinem Treffer ins verwaiste SCR-Tor den 5:3-Sieg und den Sprung auf Rang drei perfekt.

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