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Artikel vom 22. Januar 2013 08:20, 228 mal gelesen

Dingolfing

Winterdienst war rund um die Uhr im Einsatz

Wintereinbruch in der Kreisstadt: Starker Schneefall hält Autofahrer auf Trab

Autor: Dagmar Korpanty
Auf der Brumather Straße ging es gestern nur langsam voran.

Auf der Brumather Straße ging es gestern nur langsam voran.

Weiße Flocken, wohin das Auge blickt: Der Winter hatte Bayern gestern fest im Griff, die Kreisstadt versank unter einer dicken Schneedecke. Und auch für den Winterdienst kam es "Dicke", denn dieser war rund um die Uhr im Einsatz.

Bis vor einer Woche blieb der Winterdienst des städtischen Bauhofs noch verschont von größeren Einsätzen, dafür kam es am gestrigen Montag dann umso heftiger. "Es begann mit einem leichten Schneefall um etwa 8 Uhr morgens, und ab 9 Uhr fielen dann pro Stunde etwa fünf Zentimeter Neuschnee", sagt Bauhofleiter Georg Staudinger. Und das sei sehr viel, erklärt der Experte. Temperaturen von minus 2,5 bis minus drei Grad Celsius würden zudem hervorragende Bedingungen dafür bieten, dass der Schnee auch liegen bleibe. Erst gegen Mittag schwanden langsam die großen Flocken und leichterer Schneefall war zu verzeichnen. Er könne aber genauso viel Schaden anrichten, erklärte der Bauhofleiter. "Schlimmer wäre für uns nur noch Eisregen".

Fotos: (4 Einträge)

 


Bis zum Abend war die komplette Mannschaft des Winterdienstes gestern unterwegs. Mit fünf Großfahrzeugen, drei kleineren Fahrzeugen und zwei Gruppen mit Handräumern, mit je drei bis vier Mann wurde Dingolfing von den Schneemassen befreit. "Natürlich ist es schwierig, wenn wir eine Straße räumen und innerhalb von einer Stunde ist alles wieder zugeschneit. Da kommen selbst wir nicht so schnell mit", bat Staudinger um Verständnis. Vorrangig würden natürlich die großen Industriestraßen und die Bergstraßen - wie Brunnerfeld, Oberdingolfing, Lamplpass, Frauenbiburg geräumt. Die flachen Straßen würden im Notfall noch befahrbar sein, "aber am Berg muss die Straße unbedingt frei sein, damit keiner hängen bleibt." Für die vielen Treppen seien die Handräumer zuständig.

Ein Problem würden aber die Nebenstraßen, die erst nach den Hauptstraßen geräumt werden, darstellen. Wenn hier die Schneemassen zusammengefahren, und immer dicker würden, bestehe die Gefahr, dass sich daraus eine Eisschicht bilde, so Staudinger. Etwas ungünstig sei extremer Schneefall tagsüber, denn nachts hätten die Schneeräumer freie Bahn und könnten ohne Behinderungen zügig durchräumen. So müsse man sich tagsüber mit dem Verkehr arrangieren, was insbesondere zu Stoßzeiten wie Schulbeginn, schwierig sei.

Ab drei Uhr in der Früh sind die ersten Winterdienstler unterwegs und wechseln sich im Zwei-Schicht-Betrieb ab. Gefahren wird bis um 22 Uhr, damit auch für den BMW-Verkehr die Straßen frei sind. Nicht immer, wenn geräumt werde, erklärt der Fachmann, werde zugleich gestreut. "Das entscheiden die Fahrer je nach Straßenverhältnisse selbst. Denn es macht wenig Sinn zu streuen, wenn wir uns eine Stunde später das ganze Salz wieder wegschieben". Für den Winter ist man aber auf jeden Fall gut gerüstet, das Salzlager ist genügend aufgefüllt. Und obgleich der Winter erst jetzt so richtig einsetzt, bis dato hat man schon über 20 (kleinere) Einsätze gehabt.

"Jeder muss sich im Moment den Witterungsverhältnissen auf der Straße anpassen", sagt Georg Staudinger abschließend und bittet um Verständnis, dass man nicht überall zur gleichen Zeit sein kann.

Als nächstes wird der städtische Winterdienst wohl mit dem Rausfahren der Schneemassen aus der Innenstadt beschäftigt sein.

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