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Artikel vom 22. January 2013 13:59, 401 mal gelesen

Landshut Cannibals

Verletzungspech schlägt wieder zu

Autor: mm
Thomas Brandl (r.) wird den Cannibals in nächster Zeit wohl fehlen (Foto: Gerleigner).

Thomas Brandl (r.) wird den Cannibals in nächster Zeit wohl fehlen (Foto: Gerleigner).

Wenn es nach den Landshut Cannibals geht, könnte die Hauptrunde in der 2. Eishockey-Bundesliga eigentlich jetzt schon abgeschlossen werden. Nach dem ersten Sechs-Punkte-Wochenende seit Mitte Oktober belegen die Rot-Weißen aktuell den dritten Tabellenplatz.

Die beiden Spitzenteams aus Bietigheim und Schwenningen scheinen mit zwölf respektive neun Zählern Vorsprung bereits enteilt und hinter den Landshutern drängeln sich gleich drei Klubs, die genauso wie die Niederbayern 58 Punkte auf dem Konto haben - der dritte Rang wäre also eine durchaus viel versprechende Ausgangsposition für die Playoffs. Doch Eishockey ist nun mal kein Wunschkonzert und somit muss weiter hart gearbeitet werden. "Es geht jetzt eindeutig in die heiße Phase im Kampf um die Playoffs. Da werden alle Mannschaften noch einmal zulegen. Wir haben zuletzt gerade in Bietigheim und Schwenningen wirklich anständige Leistungen gezeigt und auch sehr diszipliniert gespielt. Darauf müssen wir aufbauen", sagt Kannibalen-Chefcoach Jiri Ehrenberger und hofft darauf, dass seine Truppe mal wieder eine Serie starten kann.

Doch durch das ewige Verletzungspech der Landshuter wurden diese Hoffnungen bereits wieder getrübt. Thomas Brandl musste gegen Hannover mit einer Knieverletzung vom Eis. Nach ersten Diagnosen hat sich der Center eine Innenbandanriss zugezogen, der zwar nicht operiert werden muss, ihn aber wohl für vier Wochen außer Gefecht setzt. Eine Bestätigung steht aber noch aus. "Ich hoffe natürlich, dass keine Bänder abgerissen sind und er vielleicht doch schon früher zurückkommen kann", meint Ehrenberger. Damit fällt neben Roland Kaspitz jetzt bereits der zweite Center aus - zu überstürzter Eile bei der Suche nach einer möglichen Neuverpflichtung führt das freilich nicht.

Eher das Gegenteil ist der Fall: "In der Verteidigung haben wir momentan keinen Bedarf - und wenn beide Spieler in absehbarer Zeit wieder zurückkommen, dann denke ich nicht unbedingt, dass wir etwas machen. Sollte sich aber doch die Notwendigkeit ergeben, können wir noch reagieren. Das haben wir mit Rainer Beck besprochen", orakelt der Chefanweiser. Fakt ist also nur, dass die Niederbayern neun Tage Zeit haben, um im Winterschlussverkauf doch noch zuzuschlagen. Am 31. Januar schließt sich nämlich die Ladentüre für diese Saison.

Wie viel die Rückkehr eines lange verletzten Stammspielers ausmachen kann, zeigte amvergangenen Wochenende übrigens das Comeback von Heiko Smazal. Der Verteidiger hat sich von seinem Rippenbruch gut erholt, fügte sich mit all seiner Routine gekonnt ins Team ein, mochte aber nicht verheimlichen, dass ihm noch ein paar Körner zu voller Leistungsstärke fehlen. "Am Montag habe ich mich gefühlt, als hätte mich ein Laster überfahren", gestand Heiko Smazal bei der obligatorischen Pressekonferenz am Dienstag.

Nun will sich der 39-jährige Abwehrrecke zusammen mit seinen erfolgshungrigen Kannibalen-Kollegen auch am kommenden Freitag um 20 Uhr beim Ranglistenvierten Fischtown Pinguins Bremerhaven und am Sonntag in der Heimpartie gegen den Tabellenzehnten Heilbronner Falken (18 Uhr, Eisstadion am Gutenbergweg) über die defensive Stabilität behaupten. "Je besser wir hinten stehen, desto stärker sind wir auch offensiv", gibt Heiko Smazal die Erfolgsformel vor - damit die Dreihelmenstädter nach Beendigung der Hauptrunde am 17. März tatsächlich (mindestens) da notiert sind, wo sie sich jetzt eingeordnet haben.

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