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Artikel vom 22. January 2013 17:44, 52 mal gelesen

Plattling/Hannover

UPM bleibt im Flächentarif

Papierhersteller mit einheitlichen Bedingungen

Der Papierhersteller UPM bleibt in der Vereinigung der Arbeitgeberverbände der Deutschen Papierindustrie (VAP). Dies ist das Ergebnis eines Spitzengesprächs zwischen IG BCE und UPM am 21. Januar in Hannover. IG-BCE-Tarifpolitiker Peter Hausmann begrüßte die Entscheidung des Unternehmens als einen echten Fortschritt. "Jetzt ist der Weg frei, um die Probleme angemessen erörtern und tragfähige Lösungen finden zu können."

In einer Absichtserklärung haben IG BCE und UPM die Grundsätze eines sozialpartnerschaftlichen Umgangs miteinander bekräftigt. Konkret wurde vereinbart, für die Standorte Plattling und später Hürth Verhandlungen aufzunehmen. Ziel ist es, einheitliche Arbeitsbedingungen auf Basis des Flächentarifvertrags festzulegen.
Anfang Dezember hatte UPM angekündigt, mit allen seinen deutschen Werken den Papier-Arbeitgeberverband verlassen zu wollen (wir berichteten ausführlich darüber). Damit waren das System des Flächentarifvertrags in Frage gestellt und Dauerkonflikte um Haustarifverträge programmiert. Dies konnte niemand wollen, der ernsthaft an einer guten wirtschaftlichen Entwicklung der Papierindustrie interessiert ist. "Der jetzt gefundene grundsätzliche Konsens", so Peter Hausmann, "ist Ausdruck der ökonomischen und tarifpolitischen Vernunft".

Der finnische Konzern UPM produziert in Deutschland an sieben Standorten mit rund 4 000 Beschäftigten. In der Vereinigung der Arbeitgeberverbände der Deutschen Papierindustrie (VAP) sind rund 180 Unternehmen mit insgesamt 40 000 Beschäftigten organisiert.

Die Bindungskraft der Tarifverträge in der Papierindustrie ist bislang außerordentlich hoch. Dies hat Vorteile für die Unternehmen und die Beschäftigten. Die Unternehmen haben Planungssicherheit in Entgeltfragen, sind geschützt vor Schmutzkonkurrenz. Den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer garantiert der Tarifvertrag anständige Arbeitsverhältnisse und faire Löhne und Gehälter.

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