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Artikel vom 21. January 2013 09:17, 88 mal gelesen

Deggendorf

Gymnasiasten erschaffen eigenes Videomagazin

Neues Projekt soll Medienkompetenz stärken – Viel Interesse bei Auftaktveranstaltung

Autor: rs
Unter der Leitung des Journalisten Rolf Ruck hat das Projekt "VJ Teens" der Stadtbibliothek begonnen. Der öffentliche Projektstart fand im Beisein vieler Vertreter aus Politik und Elternschaft statt. (Foto: Schernikau)

Unter der Leitung des Journalisten Rolf Ruck hat das Projekt "VJ Teens" der Stadtbibliothek begonnen. Der öffentliche Projektstart fand im Beisein vieler Vertreter aus Politik und Elternschaft statt. (Foto: Schernikau)

Zehn "Comenianer" und ein Schüler des Robert-Koch-Gymnasiums lernen in den nächsten Monaten bei Journalist Rolf Ruck, was sich hinter dem Schlagwort "Mediengesellschaft" verbirgt. Die Schüler werden mit jeder Unterrichtseinheit Schritt für Schritt "medienkompetenter". Das Ziel des Projekts "VJ-Teens" hat im Visier die Frage, wie Medien funktionieren und wie man sie für sich sinnvoll nutzen kann.

Die Kinder sollen am Schluss des Projekts richtig durchblicken und sich im "Mediendschungel" aus Fernsehen, Radio, Internet und nicht zuletzt den Printmedien zurechtfinden. Wie lernt man das am besten ? Indem man selber ein Medium macht, und zwar möglichst ein Neues. Die Projektaufgabe der elf Kinder im Alter von zwölf und 13 Jahren klingt atemberaubend: Sie sollen ein eigenes Videomagazin produzieren und dabei soviel wie möglich über möglichst alle Medien lernen. Das gerade erlernte Wissen wird also gleich in der eigenen Praxis erprobt. "Learning by Doing" unter professioneller Anleitung.

Lob von Bürgermeister Hermann Wellner

Ein Projekt über Medien beginnt richtig "stilecht" am besten unter Einbeziehung der Öffentlichkeit. Wichtige Vertreter aus Politik, Lehrer- und Elternschaft waren zum Start gekommen. Dritter Bürgermeister Hermann Wellner freute sich über das Projekt, wünschte allen viel Spaß und ermunterte die Teilnehmer zu aktiver Mitarbeit und die Dozenten zur intensiven Arbeit. Die Leiterin der Stadtbibliothek, Marion Jürgens, freute sich als Projektträgerin besonders, dass das Institut für Kommunikationskultur der Hochschule Deggendorf die Finanzierung übernommen und Hochschuldozentin Ilona Kravagna bei der inhaltlichen Ausgestaltung des Projektes maßgeblich mitgewirkt hat. Auch die Schulleiterin des Comenius-Gymnasiums, Hannelore Alt, und der Direktor des "Robert-Koch", Heinz-Peter Meidinger, waren beim Start dabei. Im Zentrum der ersten Unterrichtseinheit stand quasi eine journalistische "Königsdisziplin", das Interview. Rolf Ruck führte die Schüler in die Geheimnisse dieses "intimen" Frage- und Antwort-Spiels ein. Gefragt werden in der Regel prominente Politiker, Wirtschaftsführer oder bedeutende Persönlichkeiten aus dem kommunalen Leben.

Eine wichtige journalistische "Königsdisziplin" ist das Interview. Hier stellt Anna Berthold ihrem Mitschüler Andreas Muckenthaler ihre Fragen und dieser antwortet. (Foto: Schernikau)

Eine wichtige journalistische "Königsdisziplin" ist das Interview. Hier stellt Anna Berthold ihrem Mitschüler Andreas Muckenthaler ihre Fragen und dieser antwortet. (Foto: Schernikau)

Fragen stellen Lokal- oder Fachjournalisten. Ruck vermittelte auf amüsante Art, dass die Gefragten und die Fragenden ein vertrauensvolles Band verbinde und dass das Interview, insbesondere das "Live-Interview, immer auf vorher ausgemachten Absprachen basiere. Ein Abweichen davon sei so etwas wie ein unverzeihlicher Vertrauensbruch. Ein guter Interviewer brauche nicht nur Fachwissen, sondern auch viel Fingerspitzengefühl. Das konnten die Schüler dann gleich selbst praktizieren.

Schüler durften Interviews führen

In einem selbst gebauten kleinen Studio wurden Fragen gestellt, Antworten gegeben und das dafür nötige zentrale Arbeitsinstrument, das Mikrofon, mehr oder weniger elegant und effizient eingesetzt. Die meistgestellten Fragen waren: "Wie bist Du auf das VJ Teens-Projekt aufmerksam geworden ?", "Was sind Deine Hobbys ?", "Hast Du Haustiere ?", "Bist Du eher sportlich oder musikalisch?" und "Wie heißt Du überhaupt ?"

Auf die Frage von Ruck, in welcher Rolle sich die Kinder wohler gefühlt haben, überraschte das "Umfrageergebnis" ein wenig. Meist fühlen sich Kinder in der Rolle als Fragender wohler, stellte Ruck fest. Bei den Teilnehmern war das Ergebnis ausgeglichen: Die eine Hälfte fand die Fragerolle besser, die andere Hälfte die Rolle als Antwortende. Am Ende der Unterrichtseinheit gab es noch eine kleine Pressekonferenz. Die lokalen Pressevertreter hatten die Möglichkeit, die Schüler zu befragen. Anschließend wurde der Spieß umgedreht.

Alle "Akteure" der ersten Unterrichtseinheit hatten sehr viel Spaß beim sehr dynamischen und interessanten Projektbeginn.

An den nächsten Projektterminen werden die Schüler ungestört von der Öffentlichkeit an ihrer großen Aufgabe arbeiten können. Sie werden ein Videomagazin ins "Medienleben" rufen, ganz nach ihren Vorstellungen und Vorlieben.

Und dieses Projektergebnis werden sie dann wohl auch einer interessierten Medienöffentlichkeit präsentieren.

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Deggendorf, Bayern, Deutschland

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