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Artikel vom 17. January 2013 09:10, 193 mal gelesen

Dingolfing

„Das war ein erhebendes Gefühl“

Mengkofener Klaus Daiminger durfte bei den Olympischen Spielen die Fackel tragen

Autor: Eike Lehmann
Klaus Daiminger (Mitte) mit Bernhard Schneider von der Öffentlichkeitsarbeit BMW leiht seine Fackel Landrat Heinrich Trapp.

Klaus Daiminger (Mitte) mit Bernhard Schneider von der Öffentlichkeitsarbeit BMW leiht seine Fackel Landrat Heinrich Trapp.

Einmal im Leben die Olympische Fackel tragen zu dürfen - für die meisten Menschen ein reiner Wunschgedanke. Für den Mengkofener Klaus Daiminger war das in diesem Sommer aber tatsächlich Wirklichkeit. Er weiß wie sich das anfühlt, denn er durfte die Olympische Fackel in London einen Kilometer lang tragen.

"Das war schon ein erhebendes Gefühl", schwärmt der 25-jährige Mengkofener noch heute. Die Fackel durfte er anschließend mit nach Hause nehmen und behalten. Nachdem er sie kurz der Gemeinde Mengkofen geliehen hatte, ist sie nun den ganzen Januar über im Landratsamt zu bewundern, bevor sie bei Klaus Daiminger zu Hause im Wohnzimmer einen Ehrenplatz bekommt. Landrat Heinrich Trapp, als großer Olympia-Spezialist aus Großer-Preis-Tagen, freute sich natürlich sehr, die Fackel im Landratsamt zu haben und mit dem jungen Fackelträger ein paar Worte wechseln zu dürfen.

Fotos: (3 Einträge)

 


Seit 20 Jahren gab es keinen Fackelträger mehr aus Bayern, wusste Klaus Daiminger zu erzählen. Mit ihm waren es auch in diesem Jahr nur insgesamt drei Deutsche, welchen die Ehre zu Teil wurde, die Fackel bei den Olympischen Spielen in London tragen zu dürfen. "Wir wurden sogar eine Stunde lang eingewiesen, wie wir zu laufen hatten und dass wir die Fackel mit rechts halten müssen und mit links winken sollen - natürlich lächelnd", erzählte der stolze Fackelträger. Das mit dem Lächeln und Winken viel dem jungen Mann damals überhaupt nicht schwer, als er einen Kilometer lang durch den Stadtteil Sutton laufen durfte. "Die Leute am Straßenrand haben sich so gefreut, mich zu sehen und viele wollten mich sogar berühren. Das war unbeschreiblich", so Daiminger. Erst habe er ja ganz "cool" sein wollen, wie der 25-Jährige zugab, "aber nach ein paar Metern überkamen mich unbeschreibliche Glücksgefühle. Das macht man schließlich nur einmal im Leben", erinnerte sich Klaus Daiminger. Alle Freunde und Verwandte haben sich das natürlich vor dem Fernseher angesehen. "Das war schon eine wahnsinnige Sache."

Schließlich könne man sich nicht als Fackelträger bewerben, man muss dafür bestimmt werden. Bei Klaus Daiminger spielte das Schicksal hierbei Glücksfee. Klaus Daiminger, der seit 2003 bei BMW im Gesundheitsdienst als Rettungsassistent arbeitet, hat in seiner Freizeit 2011 ehrenamtlich das Projekt "Helfer vor Ort" in Mengkofen gegründet. Hierbei kümmern sich insgesamt 20 Rettungsassistenten und Sanitäter mit einem 16 Jahre alten Einsatzfahrzeug ehrenamtlich um die Erstversorgung im Notfall, bis die Rettungskräfte eintreffen.

Dieses Projekt habe er bei BMW für die Doppelfeldstiftung eingereicht, für welche sich Mitarbeiter bewerben können, die sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich engagieren. Da Klaus Daiminger einer der Jüngsten war, die ehrenamtliche Projekte einreichten und das Projekt sehr gut ankam, gewann er sogar den ersten Preis von 5000 Euro. In diese Zeit fiel auch die Auswahl der Fackelträger für London und da BMW einer der Hauptsponsoren war, konnte von hier aus ebenfalls jemand ausgewählt werden. Die Wahl fiel auf Klaus Daiminger. "Das war schon toll. Sogar die Patienten erkennen mich", das habe sich wohl inzwischen herumgesprochen. Wenn Klaus Daiminger neben seiner ehrenamtlichen Tätigkeit in der Freizeit noch Zeit übrig hat, spielt er Squash. Laufen gehöre eher nicht zu seinen Hobbys.

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