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Artikel vom 15. Januar 2013 11:55, 1293 mal gelesen

Furth im Wald

Furth lässt Drachen Christbäume verbrennen

Autor: tl
Der Roboter-Drache aus Furth im Wald.

Der Roboter-Drache aus Furth im Wald.

Jeder kennt die Werbung mit den aus Fenstern fliegenden Tannenbäumen eines großen schwedischen Möbelhauses. Wie so etwas bei den Waldlern aussehen könnte, zeigt in der kommenden Woche die Stadt Furth im Wald: "Knut auf Bayerisch ... denn Johannifeuer kann jeder", lautet der Slogan einer Aktion, bei der am Donnerstag, 24. Januar, um 15 Uhr der Further Drache mit einem Feuerstoß ausgediente Christbäume verbrennt - zum Auftakt einer außergewöhnlichen PR-Reihe.

Darüber informierten am Dienstag Bürgermeister Sandro Bauer zusammen mit Tourist-Info-Leiterin Lisa Kager sowie Uli Stöckerl und Rolf Schüler, die Betreiber des Wildgartens, der Further Felsengänge und des Museums "Flederwisch". Ihre Intention: Den Further Drachenstich und insbesondere den Roboter-Drachen über Ostbayern hinaus bekannter zu machen. Denn nicht zuletzt die Diplom-Arbeit von Kerstin Seidl zum Thema Stadtmarketing hat gezeigt, dass hier doch noch sehr große Defizite bestehen.

Für aufwendige Presse-Kampagnen, die schnell Zigtausende von Euros verschlingen, fehlt der Stadt jedoch das Geld. Um aber auf die Ausflugsstadt Furth im Wald bayern- und deutschlandweit aufmerksam zu machen, setzt man nun auf kreative Köpfe aus der Heimatstadt. Die Further selbst sollen ihr Marketing in die Hand nehmen. "Jeder begeisterte Bürger ist die beste Werbung für uns, wenn er seine Begeisterung über die Grenze der Stadt hinausträgt", so Bürgermeister Bauer.

Um aber auch bei überregionalen Medien Gehör zu finden, bedarf es besonderer Ideen. Einige davon wurden bereits kreiert. So sind unter anderem außergewöhnliche Fotos geplant, die in den Redaktionen der Printmedien für Aufsehen sorgen dürften und auch auf Plakaten in Metropolen sich aus der Masse hervorheben. Den Anfang dazu macht nun die Aktion "Knut auf Bayerisch".

Am 24. Januar auf Festwiese

Hierzu wird am Donnerstag, 24. Januar (sofern es die Wetterverhältnisse einigermaßen zulassen), auf der Festwiese ein Berg an ausgedienten Christbäumen angerichtet. Tradinno wird dann diese mit Flammenstößen aus seinem Maul entzünden, was zweifelsohne ein außergewöhnliches Foto ergibt. Dieses wird von einem Profi angefertigt, die Stadt wiederum reicht es an verschiedene Redaktionen weiter. Dem sollen bis zum Drachenstich weitere Fotos und Aktionen folgen, die einfach aus der Reihe fallen und somit sehr gut geeignet sind, überregional Aufmerksamkeit zu erregen.

Further sollen mithelfen

Um dieses zweifelsohne nicht alltägliche Foto-Shooting in der kommenden Woche realisieren zu können, ist die Mithilfe der Bürger nötig. Sie werden gebeten, ihre ausgedienten Christbäume auf dem Gelände des Städtischen Bauhofes am Eichert zu entsorgen, und zwar täglich - außer am Samstag und Sonntag - von 8 bis 17 Uhr. Diese werden dort gesammelt und anschließend von den Stadtmitarbeitern am 24. Januar auf die Festwiese transportiert sowie dort angehäuft. Die Tannenbäume sollten frei von Lametta sein. Unterstützt wird die Aktion von der Stadtfeuerwehr, die für die nötige Sicherheit sorgt und auch den brennenden Haufen Christbäume ablöschen wird.

"Jeder, der uns seinen Christbaum dabei zur Verfügung stellt, ist zu den Foto-Aufnahmen eingeladen und bekommt von uns gratis eine Tasse Glühwein", so Bürgermeister Bauer. Zudem wird jeder Tannenbaum-Spender damit auch Teil dieser außergewöhnlichen PR-Aktion, denn wer kann schon von sich behaupten, sein Christbaum wurde durch einen Drachen entsorgt...

Info:
Der St.-Knut-Tag beendet in Schwenden die Weihnachtszeit. An diesem Tag werden die Tannen abgeschmückt und aus den Wohnungen entfernt. Bekannt wurde diese Tradition durch einen Möbelkonzern, der den St.-Knut-Tag für seine nachweihnachtliche Werbekampagne zum Anlass nimmt und darauf mit peppiger PR aufmerksam macht.

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Furth im Wald, Bayern, Deutschland

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