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Artikel vom 15. Januar 2013 17:19, 379 mal gelesen

Moosburg

Glööckler trifft Gebrüder Grimm

Mit ihren tollen Einlagen begeistern die Neustädter beim TSV-Ball ihre Gäste

Autor: Bernd Spanier
Beim Ball vom TSV Moosburg ist es am Samstag in der Stadthalle heiß hergegangen. (Foto: bs)

Beim Ball vom TSV Moosburg ist es am Samstag in der Stadthalle heiß hergegangen. (Foto: bs)

Von "La Traviata" bis "Gangnam Style" reichte das Repertoire der Vorführungen beim TSV-Ball am Samstagabend in der Stadthalle. Die Neustädter zeigten einmal mehr, dass sie beim Ausrichten von Veranstaltungen und Feiern schon längst in einer höheren Liga spielen. Der neue Neustädter Modezar Glööckler war der Superstar in einem Weltklasseteam von singenden und tanzenden Kickern. Dieser Faschingsball war sehr gelungen. Ein Höhepunkt jagte den nächsten und die Maschkeras glänzten mit tollen Masken und bester Laune.

Kaum waren die ersten Tanzrunden zur Musik der "Hot Pants" gedreht, verzauberten die neuen 41 TSV-Mitglieder der Tanzgruppe das Publikum. Allen voran die 16 "Mini-Starfires" tanzten sich mit "Barbie und die Glitzerfee" in die Herzen der Faschingsgäste. Die "Little Starfires" waren als Piraten auf dem Vormarsch und zeigten ihr beachtliches Können, für das die Trainerinnen Sandra Lindner und Angela Bury verantwortlich zeichnen. Riesigen Applaus und Zugaberufe waren der Lohn für eine tolle Einlage der jüngsten TSV-Tanzgruppe.

Aus dem Nichts tauchte Hofmarschall Christian Gunesch auf und gab eine exklusive Vorstellung als Harald Glööckler, dessen Berufung es war, die Frauen des Abends durch sein Design golden erscheinen zu lassen. "Denn die Damen", so der alte Charmeur, "sind alle schön und ich mache sie zu Prinzessinnen." Natürlich sollten auch die Männer und speziell die Fußballer des TSV nicht um seine kreative Kunst herumkommen. So hatte er das neue TSV-Trikot kreiert, das ein Leuchten in den Augen der anwesenden Damen hervorrief, als es Roland Koch in seiner aufwühlenden Eleganz vorführte.

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Da hatte es das Moosburger Prinzenpaar, Eva I. von Speisentraum und Kaffeeschaum und Patrick I., der mobile Monetenprinz, leicht, die Stimmung mitzunehmen und mit seinem Charme das Faschingspublikum für sich zu gewinnen. Nach fetzigem Gardemarsch der bildhübschen Mädels legte das Herrscherpaar souverän den Prinzenwalzer zu "Libiamo" von Adya, eine Pop-Klassik-Version aus der Oper "La Traviata" von Giuseppe Verdi, aufs Parkett. Prinz Patrick I. bestätigte dabei, dass die TSV'ler nicht nur im Fußball "eine Schau" seien, sondern dass sie jedes Jahr im Fasching für ein Highlight in Moosburg sorgten. Prinzessin Eva I. dankte den Neustädtern, die ihr mit deren Faschingsball ein Heimspiel beschert hätten.

Der Prinz ließ den TSV vom Aufstieg der ersten Mannschaft und vom Stadtderby gegen den FC Moosburg träumen. Der Zweiten drohte er hingegen Tritte von "Gerry" an, der die Kollegen aber auch "überrollen könnte", wenn sie ihren Tabellenplatz nicht schleunigst verbessern.

Einige Vereinsmitglieder wie Sepp Maier und Roland Koch bekamen dann noch ein Sonderlob und zahlreiche Orden wurden an beiderlei Geschlecht verteilt. Den "Wacko" fand man allerdings erst im zweiten Anlauf. Der hatte sich so gut als Footballspieler verkleidet, dass ihn nicht einmal seine eigenen Leute erkannten.

Der absolute und sehnlichst erwartete Höhepunkt war die Einlage der Fußballer. Was sich die Organisatoren Andi Klessinger und Hans Gerlspeck einfallen hatten lassen, war wieder einmal allererste Sahne. Die beiden brachten als Gebrüder Grimm, wie Hofmarschall Gunesch zuvor angekündigt hatte, "die Ohren zum Bluten", wobei Zuhörer ohne musikalischen Sachverstand aufgefordert wurden, den Saal vorab zu verlassen.

Eingangs rockten die Bremer Stadtmusikanten den Saal, dann hatten die Gebrüder Grimm eine textliche Neufassung à la Zungenbrecher von "Drunt in da greana Au" zum tobenden Beifall parat. Ein Mundgeräuschequartett endete im Lied von "Bruder Jakob", bei dem es die Märchenbrüder glatt schafften, dass das gesamte Publikum in einen Kanon einstimmte. Was ist das Neueste auf dem Musiksektor? Natürlich "Gangnam Style" des südkoreanischen Rappers Psy. Und damit brachten die als Inder verkleideten Fußballer den Saal endgültig zum Kochen. Gleich zwei Zugaben wurden gefordert und die Akteure an die Grenzen ihrer Kondition gebracht.

Tanzrunden für die Maschkeras kamen noch, bevor das Prinzenpaar mit seiner Mitternachtsshow "Salsa Revolution" in den frühen Morgenstunden das letzte Zuckerl zum tollen Ball beisteuerte.

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