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Artikel vom 03. Januar 2013 08:19, 667 mal gelesen

Wintersportsaison in Ostbayern

Nur auf dem Arber läuft es optimal

Die bisherige Bilanz der Liftbetreiber ist durchwachsen

Autor: lui
Ohne künstliche Beschneiung geht in den meisten ostbayerischen Wintersportgebieten derzeit nichts. Die Bedingungen für Skifahrer sind auf den präparierten Pisten - wie hier auf dem Pröller bei Sankt Englmar - aber gut. (Foto: jn)

Ohne künstliche Beschneiung geht in den meisten ostbayerischen Wintersportgebieten derzeit nichts. Die Bedingungen für Skifahrer sind auf den präparierten Pisten - wie hier auf dem Pröller bei Sankt Englmar - aber gut. (Foto: jn)

Vor zweieinhalb Wochen hat in den Skigebieten in Ostbayern die Wintersportsaison begonnen - bei kalten Temperaturen und guter Schneelage. Tauwetter und Regen haben den Liftbetreibern aber seitdem zugesetzt. Entsprechend durchwachsen fällt ihre bisherige Bilanz aus. Doch nicht überall gibt es Grund zur Klage: Während die Pisten in Sankt Englmar, am Geißkopf und am Hohenbogen nur zum Teil geöffnet sind, sind - laut Betreiber - die Bedingungen auf dem Großen Arber dieser Tage optimal.

Trotz des derzeit milden Wetters kämen in Sankt Englmar (Kreis Straubing-Bogen) die Skifahrer auf ihre Kosten, sagt Josef Nickl von der örtlichen Tourist-Information. Insbesondere auf den Pisten am Kapellenberg, Pröller und Predigtstuhl sowie in Grün herrschten - durch den steten Einsatz der Beschneiungsanlagen - relativ gute Wintersportbedingungen. Fünf von sieben Liften seien geöffnet. Ebenfalls gut seien die Schneebedingungen am Rodellift. Nur das Langlaufen sei derzeit nicht möglich. Trotz der eingeschränkten Wintersportbedingungen hätten die Touristen, die über die Feiertage in den Ort gekommen seien, nicht das Nachsehen: Die Sommerrodelbahn habe geöffnet, auch 55 Kilometer Winterwanderwege seien zugänglich. "Es sind viele Familien da, die bei uns relaxte Tage verbringen wollen - und das können sie", sagt Nickl. "Trotzdem hoffen wir natürlich, dass der Schnee noch kommt."

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Der Winter hat so schön begonnen. Nun sind die meisten Skigebiete im Bayerischen Wald fast am Verzweifeln.



Hoffen auf Schnee

Darauf, dass der Winter doch noch vorbeischaut, hofft auch Alexander Achatz: "Bisher sind wir nicht zufrieden", sagt der Betriebsleiter der Geißkopfbahn. "Aber wir sind glücklich, dass überhaupt was geht." Anhaltender Regen habe den Liftbetreibern heuer kurz nach dem Saisonauftakt einen Strich durch die Rechnung gemacht. Momentan seien auf dem Berg bei Bischofsmais (Kreis Regen) nur die beiden Hauptabfahrten in Betrieb, zudem ein Lift im Geißleinpark, der Abfahrt für Anfänger. Ab und an habe es in den vergangenen zweieinhalb Wochen zwar auch auf dem Geißkopf geschneit - "allerdings immer nur wenige Zentimeter". Eine richtige Unterlage sei dadurch nicht entstanden. Doch dank der künstlichen Beschneiung sei zumindest ein Teil der Pisten befahrbar.

Zwischen 20 und 40 Zentimeter Schnee liegen derzeit im Sport- und Freizeitzentrum Hohenbogen bei Neukirchen/Heiligenblut (Kreis Cham). Der Skibetrieb sei seit Mitte Dezember durchgehend am Laufen, sagt der Geschäftsführer der Hohenbogenbahn, Markus Müller. Zwischen der Berg- und der Mittelstation seien die Pistenverhältnisse momentan gut bis sehr gut, die Talabfahrt sei aber eingeschränkt. Mit der aktuellen Wintersportsaison ist Müller "alles in allem noch sehr zufrieden - wobei es natürlich noch mehr schneien müsste".

Keinen Grund zum Klagen findet indes Thomas Liebl, der Leiter der Bergbahn am Großen Arber bei Bayerisch Eisenstein (Kreis Regen). Die Schneelage auf dem mit 1456 Metern höchsten Berg im Bayerischen Wald sei derzeit hervorragend, sagt er. Kurz vor Weihnachten habe es auf dem Arber noch kräftig geschneit. In Kombination mit der künstlichen Beschneiung hätten die Pisten eine optimale Auflage, die derzeit zwischen 50 und 60 Zentimeter hoch sei. Bis auf den Hang am kleinen Gipfellift seien auf dem Berg alle Abfahrten geöffnet.

Positive Besucherbilanz

Entsprechend zufrieden ist Liebl auch mit der Besucherbilanz der vergangenen Wochen. An die 30000 Gäste habe man seit Beginn der Wintersportsaison am Großen Arber gezählt - darunter auch viele Brettlfans aus der Region, die normalerweise in andere Skigebiete führen. "Der Große Arber ist eben ein Gletscher und davon haben wir natürlich gewisse Vorteile", freut sich der Bergbahnleiter. "Insbesondere dann, wenn andernorts Tauwetter ist."

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Bayerisch Eisenstein, Bayern, Deutschland

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