Lesenswert (8) Empfehlen Google +

Artikel vom 04. Dezember 2012 06:57, 857 mal gelesen

Landauer Krankenhaus

Lichterkette zeigt Wirkung - Geburtshilfe kann weiterarbeiten

Nach Bürgerprotesten: Engpass bei den Hebammen ist offenbar vom Tisch

Autor: hw
Die Lichterkette um das Landauer Krankenhaus war eine eindrucksvolle Demonstration für den Erhalt der Geburtshilfe. (Foto: Mathias Adam)

Die Lichterkette um das Landauer Krankenhaus war eine eindrucksvolle Demonstration für den Erhalt der Geburtshilfe. (Foto: Mathias Adam)

Nachdem die Landauer tags zuvor mit einer Lichterkette um das Krankenhaus, an der sich rund 1.400 Menschen beteiligten (idowa berichtete), ein Zeichen für den Erhalt der Geburtshilfe gesetzt hatten, lag über der Bürgerversammlung, die zu diesem Thema am Montagabend in der Stadthalle stattfand, einige Spannung in der Luft. Erneut sah sich Landrat Heinrich Trapp (SPD) erheblicher Kritik ausgesetzt, der er unter anderem mit dem Hinweis auf Millioneninvestitionen "trotz aller Wirtschaftlichkeitszwänge" entgegentrat, die zeigten, dass man an beiden Standorten festhalte. Das Problem bei der Landauer Geburtshilfe sei erst seit Herbst durch den Personaldruck bei den Hebammen zutage getreten. Das sei jedoch zu bewältigen und kein Grund für eine Schließung. Alles andere seien "unerträgliche Gerüchte".

Video wird geladen 

Geburtshilfestation am Landauer Krankenhaus bleibt

Auch Deggendorfs Landkreischef Christian Bernreiter (CSU) legte ein Bekenntnis zum Standort Landau ab. Bei der Fusion seien klare Abmachungen bis 2018 getroffen worden, an die man sich halte. Auf die Mitteilung des Lichterketten-Initiators Markus Tschöp, dass Hebammen ihre Bereitschaft bekundet haben, in Landau arbeiten zu wollen und damit wieder ein regulärer Dienstplan möglich wäre, und seine Frage, ob damit das Problem vom Tisch sei, gab es kein Dementi.

Archiv: Bilder der Menschenkette für Rettung der Geburtenhilfe (32 Einträge)

 


Mehr zum Thema


Kommentare zum Artikel


Artikel kommentieren

von tboth am 04. December 2012 07:30
Wenn es "die da oben" nicht schaffen, dann muss man es eben selber machen.

Wenn es "die da oben" nicht schaffen, dann muss man es eben selber machen. Genau so kam mir gestern der Einsatz von Herrn Tschöp vor und hierfür möchte ich mich herzlichst bei Ihm bedanken. In der Veranstaltung ...mehr gestern war mir der Ton, der gestern gegenüber unseres Landrats aufgefahren wurde, unangenehm. Alle haben ihre Wut/Angst/Entäuschung auf diesen Herrn projiziert und das hat er wahrlich zu spüren bekommen. Dennoch müsste das dem Herrn Landrat vorher klar gewesen sein, wo doch bereits in den Medien ettliche heftige Aussagen zu finden waren. Und für soetwas benötigt man eine Strategie um die Menge zu beschwichtigen, was der wehrte Herr aber überhaupt nicht vorzuweisen hatte. Das Thema um Kinder/Babys ist sehr sensibel und hätte man hier gleich zu Beginn mit einem Rettungsplan der Menge gegenübergestanden, als mit Wirtschaftlichkeitsrechnungen der beiden Krankenhäuser dann wäre das alles viel glimpflicher abgelaufen. Außerdem empfand ich die Beamer-Präsentation als sehr unprofessionell. Bei den Statistiken haben teilweise Werte gefehlt. So war ich schon geneigt, bei einer Folie auf der das Defizit vom KKH Landau mit ca -2.000 beziffert war, mich zu melden und zu sagen, das zahle ich aus eigener Tasche, dann muss alles wieder laufen (in Wirklichkeit waren es k€). Dann noch die "Urlaubsfoto"-serie (Fotos vom Landrat im KKH zu verschiedenen Situationen) des Landrats, diese war völlig fehl am Platz. Mein Resümee des gestrigen Abends: Ein sehr schlecht vorbereiteter Landrat und ein Bürger der mit seinem Einsatz wirklich etwas bewegt hat. weniger

Antworten Lesenswert (38)

Landau an der Isar, Bayern, Deutschland

Das könnte Sie auch interessieren

Finanzielle Unterstützung bei Versorgung von Ebola-Patienten verlangt

Weiden (dpa/lby) - Bayerns Ärzteschaft hat Bund und Land aufgefordert, Kliniken bei der Versorgung von...

mehr dazu
Anzeige
Anzeige

Verbreitungsgebiet Verbreitungsgebiet Cham Deggendorf Regen Dingolfing Straubing-Bogen Regensburg Landshut Erding-Freising-Kelheim
Anzeige
Anzeige