Artikel vom 02. October 2012 08:31, 338 mal gelesen
Further Drachenstich
Kopie der Guinness-Urkunde in Drachenhöhle
Präsentation in Berlin: Bürgermeister zieht positive Bilanz und hofft nun auf viele Besucher
Autor: tl
Rückkehr eines Weltrekordhalters: Gegen 8.45 Uhr erreichte Tradinno am Samstag die Festwiese, auf der sich seine Höhle befindet.
Sandro Bauer war in den vergangenen Tagen in doppelter Mission in der Bundeshauptstadt: Zum einen als federführender Entwickler des Further Roboterdrachen, zum anderen als Bürgermeister der Stadt Furth im Wald. Beides zu verknüpfen, fiel ihm nicht schwer. Er plauderte nahezu drei Tage durch, um zum einen Tradinnos Technik zu erläutern, zum anderen Werbung für den Drachenstich zu machen. Ob der Aufwand es wert war, wollten wir von ihm wissen. "Ich bin überzeugt, dass wir uns sehr gut verkauft haben", so Bauer.
Das schloss er aus den vielen positiven Reaktionen der Gäste, aber auch der Passanten, von denen die wenigsten bisher etwas von Deutschlands ältestem Volksschauspiel gehört hatten. "Vielen war unser Drachenstich völlig unbekannt. Nur die, die bei uns in der Region bereits Urlaub gemacht hatten, konnten damit was anfangen", so das Stadtoberhaupt, worin er natürlich auch einen Ansatzpunkt für die künftige Festspiel-lPR-Arbeit sieht.
Allein schon wegen der Tatsache, dass an diesen drei Tagen einige hundert Berliner den Further Drachen kennengelernt haben, bezeichnete er diese Präsentation als einen Erfolg für die Grenzstadt. Hinzu kommen die vielen Medienberichterstatter - darunter allein sechs TV-Stationen - sowie die unzähligen Handykameras, mit denen der Roboterdrache fotografiert wurde. Bauer weiß um die Wirksamkeit dieser Verbreitung, weshalb er die Besucher regelrecht dazu animierte, Schnappschüsse mit dem Further Drachen anzufertigen.
Dieser hat übrigens diesen Mammutausflug in die Bundeshauptstadt sehr gut überstanden. Am Samstagvormittag erreichte Tradinno auf einem MAN-Satteltzug kurz vor 8.45 Uhr wieder seine Heimat auf der Further Festwiese. Der Transport seit nahezu völlig reibungslos verlaufen. Lediglich auf der Rückfahrt musste bei Schwandorf eine rund 30minütige Zwangspause eingelegt werden, da sich die Polizeistreife, die den Konvoi anführen sollte, aufgrund eines Einsatzes verspätete.
Bauer sprach in diesem Zusammenhang Zollner-Fuhrparkleiter Max Panzer sowie auch Fahrer Josef Hauser ein riesiges Kompliment aus. Zudem wäre es auch ohne die finanzielle Unterstützung der Firma Zollner, dessen Seniorchef Further Ehrenbürger ist, kaum möglich gewesen, den Drachen in die Bundeshauptstadt zu bringen. Ebenso dankte er der Sparkasse und dem Landkreis für die Unterstützung. Und wie geht's Tradinno selbst?
Trotz der insgesamt über 1200 Kilometer - bedingt durch einen Umweg - sowie der vielen Vorführungen auf dem Alexanderplatz hat der Roboter keinerlei Schäden erlitten. "Als wir in Furth angekommen waren, haben wir ihn sofort entladen und gleich ausprobiert. Es funktioniert alles bestens", freut sich Bauer. Tradinno, der in Berlin einen Weltrekord aufgestellt hatte, kann sich nun in den kommenden Wochen erholen. Zumindest größtenteils.
Denn nach der Einweihung der neuen Drachenhöhle am Ende der Festspielwoche im August lockt diese deutlich mehr Besucher an als zuvor. "Sie wird sehr, sehr gut angenommen", betont der Bürgermeister.
Nun hofft das Stadtoberhaupt, dass auch während der Herbstzeit genügend Reisebusse kommen, um Tradinno zu sehen. Die Besucher können dann auch ein neues Exponat in Augenschein nehmen, nämlich eine Kopie der Guinness-World-Of-Records-Urkunde, die sich der Drache als größter vierbeiniger Schreitroboter auf dem Alexanderplatz verdient hat. Das Original wird in der Zollner-Firmenzentrale, die diesen Rekordversuch beantragt hatte, zu finden sein. "Davon wird ein Duplikat angefertigt, das in unsere Ausstellungshalle kommt", kündigt Bauer an.
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