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Artikel vom 26. September 2012 08:33, 707 mal gelesen

Passau

Bischof weist Frankenbergers Kritik zurück

Generalvikar Metzl: Frankenberger will sich auf Kosten anderer profilieren

ÖDP-Chef Sebastian Frankenberger. (Foto: dpa)

ÖDP-Chef Sebastian Frankenberger. (Foto: dpa)

(kna). Das Bistum Passau hat sich gegen die Kritik des ÖDP-Chefs Sebastian Frankenberger an Bischof Wilhelm Schraml gewehrt. Nach dem Mohammed-Schmähvideo und den "entwürdigenden" Papst-Darstellungen der "Titanic" sei die Frage, ob es nicht auch Grenzen der Meinungsfreiheit gebe, heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme von Generalvikar Klaus Metzl. Er reagierte damit auf einen "Offenen Brief" des ÖDP-Bundesvorsitzenden. Er könne sich des Eindrucks nicht erwehren, dass sich Frankenberger auf Kosten des Bischofs öffentlich in Szene setzen wolle.

Dessen Behauptungen gehörten nicht zu einer "argumentativen Sachdiskussion", sondern seien "persönliche Befindlichkeiten, die verletzen", kritisierte der Generalvikar weiter die Äußerungen des Politikers in einer Fernsehtalkshow. Frankenberger hatte in der ZDF-kultur-Sendung "Roche und Böhmermann" über den Passauer Bischof gesagt: "Wenn Jesus heute leben würde, würde er ihn als Pharisäer bezeichnen und aus der Kirche rausschmeißen".

In dem nun erschienenen Offenen Brief entschuldigte sich der ÖDP-Vorsitzende für die Äußerung. Er habe den Bischof nicht beleidigen wollen. Pharisäer sei für ihn kein Schimpfwort, sondern bezeichne eine "Glaubensgruppe, die kleinkariert die Gesetze über die Nächstenliebe stellt". Er sehe auch beim Bischof einen "großen Widerspruch" zwischen Reden und Handeln. Es herrsche ein "ungutes Klima" unter den Mitarbeitern der Diözese sowie unter den gläubigen Christen. Aus Angst vor Repressalien trauten sich viele nicht, den Mund aufzumachen. "Warum werde ich meines Amtes als Kommunionhelfer enthoben, wenn ich Sie kritisiere?", fragte Frankenberger den Bischof direkt.

Gerne würde er kritische Punkte in einem persönlichen Gespräch mit Schraml oder in einer Art Bischofsforum klären, heißt es in dem Brief weiter. Einen persönlichen Kontakt zu suchen, bleibe dem Politiker "unbenommen", reagierte Generalvikar Metzl. Der Idee eines Bischofsforums erteilte er jedoch eine Absage. Der Bischof werde nicht in die "mediale Falle" tappen und "Herrn Frankenbergers Profilierungsbedürfnis mit einer publikumswirksamen öffentlichen Diskussion ein Forum bieten".

Bekannt wurde der 31-jährige Vorsitzende der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) mit dem Volksbegehren zum Nichtraucherschutz in Bayern im Jahr 2009. Kirchlich engagiert sich der Jungpolitiker eigenen Angaben zufolge seit seiner Jugend. 2003 begann er in Passau ein Studium der katholischen Theologie.

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von herbie am 27. September 2012 03:48
Frankenbergers Kritik

Herrn Frankenbergers Profilierungsbedürfnis mit einer publikumswirksamen öffentlichen Diskussion ein Forum bieten. der wichtigtuer wurde gut erkannt - wenn er es einmal mit arbeit versuchen würde, stünde ...mehr ihm das gut an und er könnte sich richtig ausleben. aber studiengänge verschiedener art lassen halt mehr zeit, um dem ständigen "besserwisser" seine opfer aussuchen zu lassen. weniger

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