Bulldogziehen, Lanz-Anheizen und ein Festzug


Pfarrer Walter Strasser war Schirmherr beim 13. Oldtimer-Bulldogtreffen in Maierhof


 

Das 13. Niederbayerische Oldtimer-Bulldogttreffen in Maierhof zog am Freitag wieder viele Besucher an.

Rattenberg-Maierhof. (cb) Wie es sich für ein richtiges Fest gehört, wurde auch das 13. Niederbayerische Oldtimer-Bulldogttreffen in Maierhof am Freitag, den 4. Mai, mit einem Standkonzert eröffnet, aufgespielt haben die Felsn-stoana-Musikanten. Nach dem Einzug aller Ortsvereine in die Festhalle dankte Hans Dilger, der Vorsitzende des Oldtimer-Clubs, den Gästen für ihr Kommen, Bürgermeister Reinhard Schwarz hieß alle Vereine willkommen und Pfarrer Walter Strasser wünschte als Schirmherr, dass sich alle in Maierhof wohl fühlen möchten.


Der Schirmherr nahm am Sonntag auch die Fahrzeugsegnung vor. Seit Pfarrer Strasser Besitzer eines Oldtimer-Bulldogs ist - er hat ihn vor einigen Jahren auf einem Oldtimerfest in Maierhof bei der Verlosung gewonnen - ist er selbst Mitglied in diesem Verein. Vom Schirmherrn wird ein guter Draht zu Petrus erwartet - Pfarrer Strasser hat da wohl einen Draht zu noch einem Höheren, denn das Wetter blieb trotz drohender schwarzer Wolken am Himmel weitestgehend trocken.


Höhepunkt war der große Festzug am Sonntag. Die meisten der rund 250 Fahrzeuge, die auf dem Ausstellungsgelände zu besichtigen waren, nahmen daran teil. Vorsitzender Hans Dilger, Schirmherr Pfarrer Strasser, Bürgermeister Reinhard Schwarz und stellvertretender Landrat Josef Laumer führten den Korso in einem prächtigen Oldtimer an, ganz standesgemäß mit Fahrer. Die Straßen in Maierhof waren dicht gesäumt von Zuschauern - so viele wie selten, sagte der Vorsitzende Dilger zufrieden. Nicht nur Männer bekunden großes Interesse an den alten Fahrzeugen, auch Frauen fachsimpeln mit und die Buben sind sowieso begeistert von den Bulldogs.


Viele Traktoren, prächtig herausgeputzt, waren auf dem Ausstellungsgelände zu besichtigen. Große "Bulldognamen" waren da zu finden, der bärenstarke Schlüter, der legendäre Lanz, und andere, deren Nennung ein Leuchten in die Augen der Oldtimerfreunde zaubern: Allgeier, Hanomag, Güldner, Eicher, sie alle gibt es nicht mehr. Das Anheizen der Lanz-Bulldogs ist immer ein Ereignis, auch das Bulldogziehen lockt viele Zuschauer an, die Fahrer werden lautstark und begeistert angefeuert. Sehr interessant und etwas Besonderes war aber auch zu sehen, wie ein Steinbrecher arbeitet. Er wird von einem Bulldog angetrieben. Den Kindern gefiel es ausnehmend gut, dass sie oben in den Trichter Steine werfen durften und zusehen konnten, wie kleiner Schotter unten raus kam. Das Ganze war gänzlich ungefährlich.



13. Niederbayerische Oldtimer-Bulldogttreffen in Maierhof


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An die 250 Teilnehmer mit Fahrzeugen und Geräten registrierten die Damen und Herren im Festbüro. Viele schöne Pokale hat der Maierhofer Oldtimer-Club für sie bereitgehalten und die Belegschaft im Festbüro hatte alle Hände voll zu tun, zu ermitteln, wem einer der insgesamt 45 Pokale gebührt. Zunächst erhält jeder teilnehmende Oldtimer-Verein einen überreicht. Einer geht an die Einzelperson, die mit den meisten Fahrzeugen vertreten ist. Das schaffte heuer der Maierhofer Vereinsvorsitzende Hans Dilger selber mit 13 Fahrzeugen. Der Verein, der mit den meisten Fahrzeugen präsent war, kam aus Konzell mit 26 Fahrzeugen. Verdient hat sich Johannes Dorner aus Lam einen Pokal, weil er mit seinem Deutz Baujahr 1953, 15 PS, "auf Achse" angereist kam. Der Pokal für das älteste Fahrzeug, ein Ford Phaeton Model 1, Baujahr 1928 - ein wahres Schmuckstück - ging an Robert Späth aus Zandt. Aus dem Jahre 1940 stammte der älteste Traktor, ein Deutz mit 16 PS, sein Besitzer, Denschel aus Kirchroth, durfte sich auch über einen Pokal freuen. Aber nicht nur Oldie-Traktoren wurden ausgezeichnet, auch das älteste Motorrad, ein DKW aus dem Jahr 1954, der Andreas Stelzer gehört. Den ältesten Standmotor zeigte Alois Peter.


Leistungsprüfung


Heuer konnten die Traktorenbesitzer zum ersten Mal die Leistung ihrer Fahrzeuge messen lassen. Die Firma Landmaschinentechnik Pangerl aus Viechtach war mit einem Dynamometer anwesend und ihr Mitarbeiter Max Höpfl nahm die Messung vor. Manfred Kallmeier aus Etterskofen ließ seinen "Youngster", einen Deutz D 6806, Baujahr 1981, prüfen (Foto) und Max Höpfl bestätigte ihm: " Es gibt keinen Leistungsverlust an der Zapfwelle - der Motor ist gesund."


Mit flotter Musik von der Kapelle "Lohberger Buam" hat am Montag mit dem Tag der guten Nachbarschaft wieder ein gelungenes Oldtimerfest seinen Abschluss gefunden.

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Kategorie: Bogener Zeitung
Erstellt: 07.05.2012

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