Mahmut Ugurlu gelingt ein außergewöhnliches Experiment:


Wassermelonen aus dem Boden der Hallertau


 

Stolz präsentiert Mahmut Ugurlu eines der Prachtexemplare aus seiner Melonenzucht auf einem Feld in der Nähe von Puttenhausen.

Mainburg. Mahmut Ugurlu ist ein findiger Zeitgenosse. Wenn er sich einmal etwas in den Kopf gesetzt hat, lässt er so schnell nicht locker. So auch bei seiner auf den ersten Blick ein wenig abenteuerlich anmutenden Idee, mitten in der Hallertau Wassermelonen anzubauen. 


Obwohl die klimatischen Bedingungen für dieses Gewächs in hiesigen Breitengraden alles andere als günstig sind, gibt der Erfolg dem 49-jährigen Türken recht. Der gläubige Sunnit kann dieser Tage Erntedank feiern. Auf einem kleinen Feld in der Nähe von Puttenhausen ist ihm eine beinahe wundersame Aufzucht gelungen.


Mahmut Ugurlu ist kein Bauer. Seit 25 Jahren mit einer Mainburgerin verheiratet und Vater dreier Kinder, arbeitet er als Maurer. Doch die Landwirtschaft steckt bei ihm irgendwie in den Genen. Seine Familie stammt aus einer ländlichen Gegend in der Nähe von Usak, einer 173 000 Einwohner zählenden Stadt im Westen der Türkei, wo er aufgewachsen ist. Nach Ankara sind es 370, nach Izmir 210 Kilometer.


Mehr dazu in der Hallertauer Zeitung am Mittwoch!

Ortsinformation:  Deutschland > Mainburg


Leser-Kommentare (1)

spiegeln nicht die Meinung der Redaktion wider.
Lübük S. | 27.08.2009 15:41 |  0 Bewertungen

Pflanzenanbau in der Hallertau

Sehr geehrte Dame und Herren,

ich bin deutschstämmiger Türke; meine Eltern aber stammen wie Mahmut Ugurlu aus der Gegend von Usak, etwas nördlich von Delök. Meine Schwester Sibell war verheiratet mit Edöl Koleks, selbst ein geborener Sletta und in zweiter Ehe verwitwet mit Sikkaal Dalatsh.

Ich möchte sagen, dass in der Hallertau nicht so schlecht ist für Wachsen von Wassermelonen; mein Onkel Tregr Osnitk hat hier vor 30 Jahr schon Tabak und Klatschmohn angebaut, außerdem seltene Pilze, die man heute nur noch aus den USA importieren kann.

Außerdem möchte ich sagen, dass Ihre Entfernung von Usak nach ANkara und nach Izmir nicht ganz correkt ist. Wenn man von Usak über Asak nach Bsak und dann erst weiter über die TurkNational 96 nach Ankara fährt, kann man mindestens 20 Kilometer sparen; nach Izmir kann man auch durch den Osék-Tunnel und dann auf der TN 34 fahren, dann ist es kürzer, ich weiß nicht, wieviel. Mein anderer Onkel Shasklik lebt immer noch dort, meine Brüder auch. Oshak hat einen Dönerladen, Mehmet eine Frittenbude. Hlasto verkauft Tomaten an der TN 78 auf Höhe Gülehah. Also nur, wenn Sie mal vorbeikommen, sagen Sie schöne Grüße von Lübük.

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