Brand bei ebm-papst



Feuerwehr brachte die Situation schnell unter Kontrolle - Verletzt wurde niemand


 

Eine Abluftanlage fing am Montagabend im Gebäude einer Landshuter Firma Feuer. Die Feuerwehr hatte den Brand jedoch schnell unter Kontrolle. (Foto: Mathias Adam)

Von Siegfried Rüdenauer


Ein Brand bei der Firma ebm-papst hat am Montagabend für Aufregung in weiten Teilen der Stadt gesorgt. Gegen 21.50 Uhr fuhren Feuerwehren aus allen Richtungen zu dem Ventilatorenhersteller an der Hofmark-Aich-Straße. Gebrannt hat dort eine Lüftungsanlage. Die Feuerwehren bekamen das Feuer rasch unter Kontrolle. Verletzt wurde niemand. Der Schaden liegt bei rund 15000 bis 20000 Euro.



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Geschäftsführer Stefan Brandl war am Dienstag sehr erleichtert: "Ich bin froh, dass niemand verletzt wurde und dass sich die Mitarbeiter so vorbildlich verhalten haben." Es hätte auch schlimmer ausgehen können, denn das Feuer loderte hoch, es rauchte heftig, aber die Flammen griffen nicht auf das gesamte Gebäude über. Die Feuerwehren rückten laut Stadtbrandrat Erich Gahr nach dem Großalarm mit 146 Mann aus. An dem Einsatz beteiligten sich die Löschzüge Stadt, Siedlung und Achdorf und die Feuerwehren aus Piflas, Altdorf und Ergolding. Der Sanitätsdienst kam mit fünf Fahrzeugen zur Hofmark-Aich-Straße. Auch die Stadtwerke waren an Ort und Stelle. Sie drehten das Gas ab. Verletzt wurde laut Werkleitung und Polizei niemand.


Zugang über Drehleiter


Über eine Drehleiter verschafften sich die mit Atemschutzgeräten ausgerüsteten Feuerwehrleute Zugang zur Abluftanlage. Mit einem speziellen Kohlendioxidlöscher machten sie dem Brand den Garaus. Die angebrannten Teile entfernten sie aus der Lüftungsanlage. Erich Gahr ist sich sicher, dass es keine Glutnester gibt. Mit Wärmebildkameras sei alles begutachtet worden.

Als das Feuer ausbrach, befanden sich in unmittelbarer Nähe laut Werksprecherin Iris Pioch sechs Kollegen. Sie hätten sofort und vorbildlich das umgesetzt, was sie in Notfallübungen gelernt hätten. Zu keinem Zeitpunkt seien sie, die übrige Belegschaft oder Anwohner gefährdet gewesen. Auch habe niemand evakuiert werden müssen. Gegen 1 Uhr seien die letzten Einsatzfahrzeuge abgezogen.


Das Feuer war laut Pioch in einem Abluftkamin einer Druckgussanlage entstanden. In diesen Anlagen wird Aluminium bei einer Temperatur von 600 bis 700 Grad Celsius geschmolzen und in Formen gegossen. So entstehen Motorengehäuse. Während des Fabrikationsprozesses saugt die Lüftungsanlage die Abluft ab. Diese Anlage ist aus bislang ungeklärten Gründen in Brand geraten. Theoretisch könnte ein Schmutzpartikel mit aufgestiegen sein und das Feuer entzündet haben, sagte Iris Pioch. Stadtbrandrat Gahr geht davon aus, dass sich in der Anlage ein Filter entzündet haben könnte.


Der Rundumschichtbetrieb bei ebm-papst läuft inzwischen wieder. Die ausgebrannte Lüftungsanlage muss durch eine neue ersetzt werden. Das sei nicht weiter tragisch, sagte Pioch, denn das Unternehmen habe sowieso vorgehabt, die Entlüftung im kommenden Jahr routinemäßig zu erneuern. Nun geschehe dies eben zum Jahresbeginn.


Im Werk an der Hofmark-Aich-Straße stehen Iris Pioch zufolge vier Druckgussanlagen. Die eine ist nun zwar außer Betrieb, die Arbeitsabläufe litten darunter aber nicht. Bis die neue Lüftungsanlage installiert sei, könne der Ausfall gut überbrückt werden.

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Kategorien: Landshuter Zeitung
Erstellt: 20.12.2011

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